Tagesarchiv für 3. Juli 2013

aRTikel

Nachschlag: Die Frühlingsrolle gibt es mit und ohne Fleisch

Mittwoch, den 3. Juli 2013
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Im gemütlichen Thai-China-Bistro „Bamboo“ in Gransee werden die Gäste für wenig Geld satt

MAZ Gransee, 3.7.2013

GRANSEE
Eine Vorsuppe, ein Hauptgericht und zwei Getränke. Das alles für unter 10 Euro. Davon kann man doch nicht satt werden. Oder vielleicht doch? Im Thai-China-Bistro in der Granseer Rudolf-Breitscheid-Straße funktioniert das. Zudem sind die Portionen so üppig, dass man danach genudelt ist – im wahrsten Sinne des Wortes.

Täglich, außer montags, gibt es im „Bamboo“ asiatisches Essen, aus China und aus Thailand. Von der Frühlingsrolle bis zur Ente und dem knusprigen Hühnchen ist alles dabei. Wir entscheiden uns zunächst für eine vegetarische Frühlingsrolle und die Sauer-scharf-Suppe. Vegetarisch heißt: gefüllt mit Gemüse wie Karotten, Bambussprossen und Zwiebeln. Überraschend lecker. Die „normale“ Variation gibt es natürlich auch noch. Ganz scharf ist die Suppe zwar nicht, aber durchaus sauer. Hat geschmeckt! Als Hauptspeisen genehmigten wir uns einmal das Hähnchenbrustfilet, knusprig gebacken mit Ananas und süß-saurer Soße sowie gebratene Nudeln mit kross gebackener Hähnchenbrust. Beide Portionen sind reichlich. Das gebackene Huhn hat eine wohlschmeckende Kruste und ist nicht zu fettig. Allerdings hätte gern mehr als nur ein kleines Stück Ananas auf dem Teller sein dürfen.

Die Preise für die Vorspeisen liegen in der Regel bei 1,50 bis 2 Euro. Die Hauptspeisen kosten selten mehr als 6 Euro, sind also durchaus erschwinglich. Gleiches gilt für die Getränke, Softdrinks gibt es bereits ab einem Euro. Allerdings sind die Preise kaum vergleichbar mit einem großen Chinalokal, beim „Bamboo“ handelt es sich um ein Bistro, die oft niedrigere Preise haben.
Allerdings: Für ein Bistro ist es in der kleinen Gaststätte sehr gemütlich und weiträumig. Die Zusammenstellung der Einrichtung ist durchaus interessant und abwechslungsreich. Von asiatischen Strickbildern im Muschelrahmen, viel Bambus und roten Asialampen bis zu eher italienisch aussehenden Weinranken, bietet das „Bamboo“ so einige Hingucker. Im kleinen Hinterhof des Bistros kann man, gerade jetzt im Sommer, sogar draußen sitzen. An lauen Abenden sicherlich entspannend.

Parkplätze gibt es – zumindest in den frühen Abendstunden – in der Rudolf-Breitscheid-Straße ausreichend, sogar direkt vor der Tür, wenn man Glück hat. Wer möchte, kann sich das Essen aber auch vom „Bamboo“-Team nach Hause bringen lassen.

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Ob Spitzenrestaurant, Café, Kneipe, Imbiss oder Ausflugslokal – Mitarbeiter der MAZ sind als anonyme Tester unterwegs.
„Bamboo“, Rudolf-Breitscheid-Straße 51, Gransee, Tel.: 03306/202059. Geöffnet: dienstags bis sonntags von 10.30 bis 16 Uhr und 17 bis 22 Uhr.

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aRTikel

Fast ein halbes Jahrhundert Chef im Familienbetrieb

Mittwoch, den 3. Juli 2013
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Wilfried Frank aus Vehlefanz feiert heute den 70. Geburtstag / Metallbaufirma gibt es seit 145 Jahren

MAZ Oranienburg, 3.7.2013

VEHLEFANZ
Seit fast 50 Jahren schon ist Wilfried Frank Firmenchef. Der Vehlefanzer, der heute seinen 70. Geburtstag feiert, ist im Dorf ein echtes Urgestein. Dort geboren, aufgewachsen, dort lebt und arbeitet er bis heute – und darüber hinaus.

Seine Firma, Metallbau Frank, feiert in diesem Jahr das 145-jährige Bestehen. Er führt das Geschäft in vierter Generation, schon seit langer Zeit sind seine Söhne Toralf (49) und Guido (45) mit an Bord, seine Frau Monika (65) kümmert sich um die Abrechnungen. Ein echter Familienbetrieb. „Bei uns ziehen alle an einem Strang“, sagt Monika Frank. Bis zu 20 Angestellte hat das Unternehmen im Oranienburger Weg, einer ist gemeinsam mit dem Chef schon seit fast 50 Jahren mit dabei, ist heute Rentner und arbeitet noch halbtags.

Im Jahre 1965 hat Wilfried Frank die Firma von seinem Vater übernommen – anfangs eher als Pflichtsache. Schon als Schüler musste er im Betrieb mithelfen, Spaß gemacht hat ihm das zunächst nicht. „Ich wollte eigentlich Elektriker werden“, erzählt er. Als der Vater schwerkrank wurde, musste Wilfried ran und übernehmen, er machte den Meister und musste danach erst mal zur Armee. Im Laufe der Jahre kam auch die Freude am Job. „Spätestens Ende der 70er hätte ich mir nichts anderes mehr vorstellen können“, sagt er. 1985 vergrößerte sich der Betrieb, Frank baute am Oranienburger Weg in Vehlefanz eine neue Halle.
Mit der Wende kam die Delle in der Firmenbilanz. Auftraggeber waren plötzlich nicht mehr da, Arbeit blieb aus. Dafür aber kamen lauter Berater mit vielen schlauen Tipps. „Ich war gut beraten, sie nicht anzunehmen“, sagt Wilfried Frank rückblickend. Zwei Jahre dauerte die Durststrecke, dann ging es wieder aufwärts.
Die Vehlefanzer Firma war beteiligt am Umbau des Berliner Olympiastadions, am Bau der Hallen am Borsigturm in Tegel und des „Spiegel“-Hochhauses in Hamburg. „Das waren teilweise echte Herausforderungen für uns“, so Wilfried Frank. Darüber hinaus bauen seine Leute Geländer, Balkon- und Treppenanlagen, Fenstervergitterungen, Gullydeckel und vieles mehr.

Der Termindruck sei höher als früher, findet der Unternehmer, man müsse auch immer erreichbar sein. Spaß macht ihm und seiner Familie das aber immer noch. Die Söhne sind froh, dass die Eltern in der Firma weiterhin an Bord sind. Heute aber wird im Neuruppiner Seegarten erst mal ordentlich der 70. Geburtstag gefeiert.

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RTZapper

Berlin mit der S-Bahn erfahren

Mittwoch, den 3. Juli 2013
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DI 02.07.2013 | 22.45 Uhr | rbb

Dafür zahle ich gern Rundfunkgebühren: Der rbb zeigte am Dienstagabend ein hochspannendes Stück Heimatkunde. “Berlin mit der S-Bahn erfahren” hieß die Doku über die Ringbahn in Berlin, ihre Bahnhöfe, die Viertel drumherum, ihre Geschichte und Bewohner. Ganze 185 Minuten (!) dauerte der Film, der allerdings leider viel zu spät im Programm lief, nämlich von 22.45 bis 1.50 Uhr in der Nacht.

Vermutlich ist die Doku ursprünglich eine vierteilige Reihe, die der rbb aber am Stück zeigte. Wir reisten vom Westend aus einmal um den Ring, über das Südkreuz, den Treptower Park, das Ostkreuz, die Landsberger Allee, den Gesundbrunnen und Westend zurück an den Anfang – obwohl es ja am Ring keinen wirklichen Anfang gibt.
In den mehr als drei Stunden konnte man extrem viel erfahren. Zum Beispiel dass das Westkreuz ursprünglich “Ausstellung” hieß. Dass an der Sonnenallee von der Westseite aus lange Zeit kein Durchkommen war. Dass nahe der Storkower Straße mal ein riesiger Gasspeicher stand. Dass in der Naugarder Straße eine bekannte Fleischerei und der gegenüber liegende Ernst-Thälmann-Park in den späten 80ern in der DDR das ganz große Ding war. Dass sich nahe der Schönhauser Allee ein Künstlerstammtisch trifft. Dass die Badstraße am Gesundbrunnen in den 50ern DIE Flaniermeile war. Und so weiter.

Schade, dass eine dermaßen interessante regionale Doku selbst im rbb zu so später Stunde auf Sendung geht. Nur die wenigsten werden so lange durchgehalten haben.

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RTelenovela

Streikt doch mal!

Mittwoch, den 3. Juli 2013
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Streiks sind richtig und wichtig, um Gehaltsforderungen oder bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Natürlich sind die vom Streik Betroffenen immer die Angeschissenen. Jetzt aber kündigt sich ein Streik an, bei dem man rufen möchte: Ja, bitte! Streikt doch mal!

Die Gewerkschaft der Polizei droht in Berlin mit einem Knöllchenstreik. Würde heißen: Falschparken wird nicht mehr gesühnt. Zu schnell fahren würde nur noch zur Verwarnung führen. Ein kleines Stück Anarchie.
Natürlich hätte der Streik einen ernsten Hintergrund: Eine bundesweite Angestellten-Tariferhöhung soll nicht für Berliner Polizisten gelten, und das bringt die natürlich auf die Palme. Mit den fehlenden Knöllchen-Einnahmen soll Druck aufs Land Berlin gemacht werden.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Berlins Autofahrer so einen Streik sehr begrüßen würden. Oranienburger übrigens auch, aber hierzulande gibt’s wohl keinen Anlass zu protestieren…

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