Tagesarchiv für 20. Juni 2013

aRTikel

Das war’s: Radiopilot löst sich auf

Donnerstag, den 20. Juni 2013
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MAZ Oranienburg, 20.6.2013

HOHEN NEUENDORF
Lange gab es nichts Neues von Radiopilot, nun ist klar: Die Band hat sich aufgelöst. Mit einem Abschiedsschreiben auf Facebook sowie auf der eigenen Homepage sagten die Bandmitglieder „Auf Wiedersehen!“.
„Es fällt schwer, die erlebte Zeit in Worte zu fassen, denn es ist so viel passiert“, heißt es. „Nachdem wir die ersten Jahre sehr intensiv an der Band gearbeitet haben und ein Album veröffentlichen durften kam die Zeit, in der man merkte, dass wir Radiopilot nicht für immer mit dieser Leidenschaft und Zeitintensität weiter betreiben können. Nach dem Versuch, einen Gang zurückzuschalten haben wir gemerkt, dass es so nicht funktioniert.“

Damit endet das Kapitel Radiopilot nach insgesamt 14 Jahren. Gegründet hat sich die Band unter dem Namen Greensession. Der Proberaum war damals bei Schlagzeuger Christoph Hengelhaupt im elterlichen Keller in Hohen Neuendorf. 2005 stieß Sänger Lukas Pizon hinzu, die Band benannte sich in Kimono um, 2006 folgte der endgültige Name Radiopilot. Beim Emergenza-Wettbewerb schafften es die Jungs bis ins Europafinale auf dem Taubertal-Festival in Rothenburg. Beim Schooljam spielte die Band ebenfalls im Finale auf der Musikmesse in Frankfurt/Main. Beim John-Lennon-Talent-Award belegte die Gruppe den ersten Platz. Radiopilot spielte als Vorband unter anderen bei Juli und Ich+Ich.
2007 kam der langersehnte Plattenvertrag bei der Sony-BMG-Columbia Deutschland. Am 1.August 2008 erschien mit „Monster“ die erste Single, der dazugehörige Videoclip lief auch auf MTV (als dort noch Musik gab). Drei Wochen danach kam mit „Leben passiert“ das einzige Album von Radiopilot auf den Markt. Leider ist den Jungs der echte Durchbruch jedoch nie gelungen. Nachdem 2010 monatlich neue Songs auf ihrer Webside veröffentlicht worden sind, ist es danach still um die Band geworden. Das Aus kam also nicht überraschend

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RTZapper

Obama in Berlin – Die Rede vor dem Brandenburger Tor

Donnerstag, den 20. Juni 2013
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MI 19.06.2013 | 14.55 Uhr | Das Erste

So weit ist es schon gekommen! Die Angst, dass der wohl wichtigste Politiker der Welt, erschossen werden könnte, ist inzwischen so groß, dass er nur noch hinter einer Glasscheibe zu seinen geladenen Gästen spricht.

Das Schauspiel, das sich Mittwochnachmittag am Brandenburger Tor in Berlin bot und u.a. vom Ersten übertragen wurde, war mehr als surreal. Da sprachen Klaus Wowereit, Angela Merkel und Barack Obama hinter Panzerglas zum Volk.
Wirklich klar zu sehen waren sie jedoch nicht, denn das Glas reflektierte. Die Bilder, die das Fernsehen lieferte, waren deshalb eher miserabel. Fällt so was vorher niemandem auf, planen so eine Veranstaltung nur Dilletanten? So eine Spiegelung lässt sich doch sicher verhindern?!

Alle Sender, die das Spektakel übertrugen, übertrugen dasselbe Signal und hatten auch dieselbe Simultandolmetscherin. Nur Das Erste scherte aus und leitete sich einen eigenen Übersetzer. Der jedoch schien seine eigene Rede zu halten und setzte sich zum Ziel, noch viel pathetischer als Obama zu reden – sehr unangenehm.

Ansonsten setzte sich Obama gekonnt in Szene. Sein Zähne-zeigen-Lächeln beherrscht er perfekt und kann es bei Bedarf an- und ausknipsen. Und die Reporter fallen drauf rein und interpretieren sein Fotolächeln als echt gute Laune und seine Tränen während der Hymne als echte Rührung. Ich nehme ihm das nicht jedenfalls nicht wirklich ab. Wie viele Stunden und Tage wohl Obama vor dem Spiegel verbracht hat, um seine Gesichtszüge einzustudieren?

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RTelenovela

Großes Arrangement fürs Engagement

Donnerstag, den 20. Juni 2013
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Wenn sich jemand lange genug arrangiert, dann bekommt er vielleicht am Ende dafür einen Preis. Als Dank für sein Arrangement.
Alles klar? Oder fragst du dich jetzt, ob ich eventuell einen Hitzekoller bekommen habe?

Viele Leute verwechseln die Worte „Engagement“ und „Arrangement“. Erst am Dienstagabend dankte ein Elternvertreter des Granseer Strittmatter-Gymnasiums kurz vor dem Sommerkonzert einer Schülerin für ihr großes Arrangement. Aufgefallen, dass er da was verwechselt haben könnte, ist es niemandem.
Neulich, auf einer Festveranstaltung in Vehlefanz, war in einer der Reden ebenfalls von einem Arrangement einiger Leute zu hören. Sogar in der Gemeindevertretersitzung in Oberkrämer wird das Engagement schon mal mit dem Arrangement verwechselt.
Selbst im Fernsehen ist der Fehler immer mal wieder zu hören.

Dabei ist sicherlich niemals von einem Musikstück oder der Zusammenstellung bestimmter Gegenstände die Rede, wenn man in Wirklichkeit fleißige Menschen meint. Ist doch nicht so schwer, oder?

Hits: 98