Monatsarchiv für Juni 2013

RTelenovela

Der schönste Partyort ist in der Küche

Sonntag, den 30. Juni 2013
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Wo ist der schönste Ort bei einer Party? Da, wo das Büfett ist. Wo es was zu essen gibt. Wo der Nachschub griffbereit ist.
Innerhalb von drei Tagen habe ich zwei Partys erlebt. Bei beiden befand sich das Büfett nicht dort, wo sich an sich die Leuten einfanden und zusammensaßen. Beide Male standen die Teller mit dem Essen in der Küche. Und wenn man schon mal dort rumsteht – und man ist dort ja auch nie alleine -, dann kann man doch auch gleich dortbleiben.

Und fertig ist die Küchenparty. Bei der zweiten Feier war die Küche sehr viel schmaler als am Donnerstag, und dennoch füllte sich der kleine Raum mehr und mehr. Die zwei Stühle waren dauerbesetzt, entlang der Anrichte lehnten die Leute, ebenso auf der anderen Seite an Schrank, Wand und Tür. Und zwischen dem Gequatsche schnell mal der Griff zum Getränk, vielleicht noch ein Stück Kuchen oder Pizza – herrlich! Da kann es auch noch so eng sein: der schönste Platz ist in der Küche.

RT im Kino

World War Z

Samstag, den 29. Juni 2013

Das ist das Ende. Zumindest scheint es so. Als Gerry Lane (Brad Pitt) mit seiner Familie unterwegs ist, geht es los. Eine Explosion. Panik. Und da kommen sie. Zombies. Untote. Sie sind schnell. Sie sind stark, sie packen jedes Hindernis. Und sie schnappen sich jeden, der noch nicht untot ist.
Die Lanes flüchten. Und Gerry wird gebraucht, er soll für die Vereinten Nationen herausfinden, wo sich der Wirt befindet.
Unterdessen breitet sich die tödliche Pandemie über die ganze Welt aus. Millionen Menschen sind infiziert. Und keiner kann sich sicher sein.
Doch aus Gerrys Mission steht vor dem Aus, denn die Untoten stellen sich auch ihm in den Weg.

Es ist ein weltumspannender Krieg, der “World War Z”, den Marc Forster uns ins Kino gebracht hat. Ein extrem spannender Film, der dem Zuschauer die Angst zeigt, mit der die Menschen leben, die Ratlosigkeit. Wie die Zombies alles niedermachen, wie sie versuchen überall hinzukommen, wie sie – insektengleich – menschliche Leitern bauen, um Hindernisse zu überwinden, das alles ist äußerst eindrucksvoll. Dass Brad Pitt als Weltretter (oder als derjenige, der es versucht) ein bisschen zu schmusig rüberkommt – nun ja, geschenkt. In einer nicht ganz kleinen Rolle ist gegen Ende auch Moritz Bleibtreu zu sehen.
Ansonsten fügt sich der Soundtrack wunderbar ein, auch die Effekte sind sehenswert. Dass der Film in 3D ins Kino kommt, ist allerdings – einma mehr – überflüssig.

World War Z
USA 2013, Regie: Marc Forster
Paramount, 116 Minuten, ab 16
8/10

aRTikel

Die digitale Kompassnadel zeigt den Weg

Freitag, den 28. Juni 2013
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In Vehlefanz begann gestern Vormittag eine GPS-Schnitzeljagd / Teilnehmer mussten bestimmte Orte finden und Aufgaben lösen

MAZ Oranienburg, 28.6.2013

VEHLEFANZ
Die Kompassnadel zeigt zur Lindenallee. Oder doch eher in Richtung des Weges Zum alten Amtshaus? Sophie und ihre Mitstreiter sind ein wenig ratlos. Ganz so einfach, wie sie sich die Expedition vorgestellt haben, ist sie dann doch nicht – zumindest anfangs.

Früher hatten Schatzsucher einen echten Kompass in der Hand. Gestern Vormittag in Vehlefanz war es ein digitales GPS-Gerät, das den Weg weisen sollte. Klaus Netzeband von der Offenen Jugendarbeit in Oberkrämer lud Kinder und Jugendliche zur Expedition mit GPS ein. „Wir müssen ja mit der Zeit gehen“, sagte er. Premiere hatte die Aktion vor drei Wochen beim Oberkrämer-Fest.
Für die Aktion hat Netzeband vorher Geocachingdaten bestimmt und die geografischen Koordinaten dafür im Internet festgelegt. Ziel der Expedition war es, dass die Teilnehmer ihr dörfliches Umfeld besser kennenlernen. So führte die Tour zur Kirche, wo der erste Treffpunkt lag, weiter zum Mühlensee und zurück zum Jugendklub im „Haus der Generationen“.
Die Kinder sollten Geocaches finden, das sind wasserdichte Behälter mit Informationen oder kleine Gegenstände. In ein Logbuch müssen die Teilnehmer die Stationen der Tour eintragen. „Im Grunde genommen ist es eine papierlose Schnitzeljagd“, so Klaus Netzeband. „Ich habe vier Punkte festgelegt, die gefunden werden müssen.“ An diesen Orten mussten die Kinder Aufgaben lösen. 13 Teilnehmer in zwei Gruppen sind gestern Vormittag durch Vehlefanz gewandert.
Sophie ist zehn Jahre alt und hält das GPS-Gerät in den Händen. Inzwischen ist klar: Die digitale Nadel auf dem Display zeigt von der Lindenallee weg. Die kleine Gruppe läuft einen schmalen Plattenweg entlang, vorbei an einem Wassergraben und einem riesigen, alten Baum. Die Kirche ist in Sichtweite. Irgendwo dort musste die erste Station sein.

Sophie und ihre Freundin Maxi (11) zeigen auf den Hügel an der Kirche. Die Gruppe klettert rauf. Ist die Kirchentür das Ziel? Oder die Stelle, an der ein paar Steine liegen? Sophie ist sich nicht sicher. Klaus Netzeband muss helfen, die zweite Gruppe hat das Ziel unterhalb des Hügels bereits gefunden.
Janek (10) liest die Aufgabe vor, die zu lösen ist: „In welcher Gemeinde befindet sich die Kirche?“. Lena (11) weiß die Antwort sofort: „Oberkrämer!“, und fast wirkt es so, als hoffe sie, dass die nächsten Fragen ein bisschen schwieriger werden. „Es macht Spaß“, sagt sie. „Ich kenne Geocaching schon ein bisschen“, ergänzt sie noch. Auch Maxi freut sich, dass so etwas in Vehlefanz stattfindet. „Ich bin Naturfan“, sagt sie. „Ich habe so etwas schon öfter mitgemacht.“
Gemeinsam mit Sophie läuft Maxi den Kirchberg noch einmal hoch und erkundet das Gemäuer. „So soll das auch sein“, findet Jugendbetreuer Klaus Netzeband. „Sie sollen ja die Gegend erkunden.“ Die Gruppe setzt sich wieder in Bewegung, auf der Suche nach dem Punkt Nummer zwei. Die digitale Kompassnadel auf dem GPS-Gerät zeigt ihnen die Marschrichtung. „Das Spannende ist ja, dass die Nadel zwar das Ziel zeigt, aber es führt nicht immer ein direkter Weg dorthin“, sagt Klaus Netzeband.

Die Idee des Geocachings in Vehlefanz soll weiterentwickelt werden. „Wir könnten Punkte hinzufügen, die auch für andere Leute interessant sind.“ Die nächste GPS-Schatzsuche wird wohl im Juli im Oberkrämer-Jugendcamp in Neuendorf stattfinden.

RTZapper

Babestation 24

Freitag, den 28. Juni 2013
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DO 27.06.2013 | 2.05 Uhr (Fr.) | 1-2-3.tv

Du bist weiblich, um die 25, blond und arbeitslos? Dann mach doch mit bei der Babestation! Du musst auch gar nicht viel tun! Du musst nur stundenlang vor einer Kamera auf einer Matratze rumlummeln, mit einem schnurlosen Telefon rumwedeln, mit notgeilen Kerlen telefonieren (oder so zu tun), an deinem Busen spielen, akrobatisch-erotische Bewegungen machen und dabei immer ganz aufgegeilt gucken. Wenn du darauf Bock hast, dann nichts wie hin!

“Babestation 24″ ist das Nachtprogramm des Shoppingkanals 1-2-3.tv. Zwei Ischen hocken auf einem Bett, kneten an ihren Möpsen, fummeln an ihrem Slip und machen die irrwitzigsten Bewegungen. Und wenn keiner mit ihnen telefoniert, dann shaken sie mit ihren Telefonen, denn die Babes warten ja schließlich darauf, dass jemand anruft und für knapp 2 Euro pro Minute die perfekte Wichsvorlage bekommt.

Okay, erniedrigt werden sich die Tanten dabei nicht fühlen, sie bekommen hoffentlich ordentlich Kohle dafür. Aber egal, wie scheiße man die Sendung findet: Für die, ähm, Babes muss sie ein Knochenjob sein. Stundenlangen Bettsport zu treiben, die Beine zu spreitzen, breitbenig auf dem Bett zu hocken und sich selbst zu streicheln und dabei immer total erotisch auszusehen, das ist ganz sicher auf die Dauer sehr anstrengend. Die Damen sind alles andere als zu beneiden.

RTelenovela

29f

Freitag, den 28. Juni 2013
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Klingt eigentlich 29f besser als 35?
Die 29 wahrscheinlich schon, das F stört allerdings ziemlich. Also: 35. Der 35. Geburtstag. oder auch: Mitte dreißig.
Himmelherrgott…

Der Tag war wettertechnisch eher wechselhaft. Das führte dazu, dass die Locationplanung für die kleine Feier ein bisschen schwieriger war als sonst.
Am Vormittag: bedeckter Himmel, ein paar Tropfen.
Am frühen Nachmittag: dunkler Regen und Regen.
Am späten Nachmittag: Sonne und leichte Wärme.

Ursprünglich hatten wir geplant, das Ganze sowohl draußen als auch drinnen stattfinden zu lassen, schließlich sollte es ja auch nicht allzu warm werden.
Dann Planänderung: Wir feiern komplett drinnen, holen noch zwei Bänke ins Wohnzimmer. Draußen nur ein Tisch und vier Stühle, vor allem für die Raucher.
Der Himmel jedoch sah gut aus, nur ein paar Wölkchen. Also: nächste Planänderung: Die Feier ist doch draußen, und wer will, kann rein gehen. Ich stellte die Bänke nun also neben den Stühlen doch auf die Terrasse an den Tisch. Das gefiel mir dann aber auch nicht, also holte ich vier weitere Stühle aus der Garage und stellte die Bänke abseits als Ersatzplätze hin.
Und tatsächlich: Abgesehen von den Essenholern fand die Sause dann doch ganz draußen statt. Das Wetter hielt, nur ein bisschen kalt war es am Ende.
Danke allen, die dabei waren! War schön mit euch!

RTelenovela

An ihrer Autobahn

Donnerstag, den 27. Juni 2013
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Von einem ruhigen Leben kann man wohl nicht sprechen, wenn das Wohnhaus unweit der Autobahn steht. Ich habe das mal in Bärenklau erlebt, wo einige der Grundstücke direkt unter der A10 liegen, die über eine Brücke direkt durch den Ort führt. Ein lauter Dauerlärm.

In Wolfslake ist das nicht allzu anders. Auch Wolfslake liegt an der A10, dem Berliner Ring. Der wird gerade dreispurig ausgebaut, das nebenan liegende Dreieck Havelland ist eine Großbaustelle. Immerhin sollen bald Schallschutzwände kommen.
Also fragte ich neulich eine Bewohnerin von Wolfslake, wie sie denn mit dem Verkehrslärm und dem Ausbau der Strecke zurecht komme. Sie sagte, sie höre das gar nicht. Allerdings hat sie auch schon gut acht Jahrzehnte hinter sich.
In den 70ern und 80ern war sie Bürgermeisterin der Gemeinde. Deshalb war ihre Antwort auf die Frage auch nur allzu logisch: In den 70ern habe sie immerhin als Ortschefin mit dafür gesorgt, dass die Autobahn dort gebaut und ein paar Straßen drumherum ausgebaut worden sind, nun könne sie ja nicht dagegen sein. Da hatte ich nun wirklich kein Gegenargument.

RTZapper

Lotto

Mittwoch, den 26. Juni 2013
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MI 26.06.2013 | 18.50 Uhr | ZDF

Als sich Heike Maurer am Mittwochabend von den ZDF-Zuschauern für vermutlich immer verabschiedete, kam niemand, der ihr ein paar Blumen schenkte. Ganz anders als neulich bei Tom Buhrow im NDR. Aber kein Wunder, das ZDF wollte sie ja auch loswerden.
Heike Maurer war 24 Jahre lang ein ZDF-Gesicht. Anfangs präsentierte sie als eine der Ansagerinnen das Programm, doch diese Posten ist abgeschafft worden. Immerhin 13 Jahre führte sie aber noch jeden Mittwoch durch die Lottoziehung im ZDF. Aber die wird nun auch abgeschafft.

Lottospielen ist in. Lottogucken ist out. Das denken zumindest die Verantwortlichen von ARD und ZDF. Sie möchten es den Zuschauern nicht mehr zumuten, drei Minuten lang der Kugeltrommel zuzusehen, die nach und nach die Zahlen ausspuckt. Dauert viel zu lange. In Zukunft gibt’s nur noch eine Schrifttafel, die Zahlen werden vorgelesen, das geht zack-zack, und dafür braucht das ZDF Heike Maurer aber nicht mehr.

Sie war wehmütig und wirklich traurig, als sie am Mittwochabend nach so langer Zeit ihre letzte Sendung präsentierte. Und so ganz zu verstehen ist die Entscheidung, die Zahlen nicht mehr live zu ziehen, nicht. Wenn man nicht mal mehr diese paar Minuten hat?! Aber vielleicht wollen ARD und ZDF den Spielern die Live-Schmach nicht mehr antun, wenn wieder und wieder und wieder und wieder nicht die richtige Zahl gezogen wird.