Tagesarchiv für 17. Mai 2013

RTelenovela

Schweden (3): Obacht, sonst fliegst du!

Freitag, den 17. Mai 2013
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(2) -> 16.5.2013

Kleiner Tipp am Rande: Es gibt nicht nur in Malmö sehr, sehr viele Kreisverkehre. Fast erschrickt man sich ein wenig, wenn man an eine Kreuzung gelangt, an der man selbst nach rechts und links sehen muss. Viele dieser Kreisverkehre, aber auch Ampelkreuzungen, werden insbesondere in der Malmöer Innenstadt besonders gesichert. Eine spezielle Pflasterung führt auf die Kreuzung zu. Diese Pflasterung beginnt mit einem Holperer nach oben, und der fällt mal sanft, mal nicht so sanft aus. Die Autofahrer in Malmö wissen das sicher. Ein bisschen unschön ist’s, wenn man diesen Holperer erst kurz vorher sieht, und man dann kurz dahinter wieder zur Landung ansetzt. Macht man nur einmal, und besser: keinmal. Also, Tipp: Obacht!

Der Turning Torso in Malmö gilt wohl als eines der Wahrzeichen, das auch immer wieder beim Eurovision Song Contest auftaucht. Wir haben uns das Haus mal näher angesehen. Es sieht ein wenig in sich gedreht aus, ist 190 Meter hoch und damit das höchste Haus in Südskandinavien, erbaut 2005.
Wenn man davor steht, sieht es allerdings – mal abgesehen von der Bauweise – relativ unspektakulär aus, ansatzweise sogar schon ein wenig, nun ja, dreckig.
Sehr schön ist aber der riesige Park inmitten der Stadt, den wir ja schon mal ansatzweise bewandert hatten. Die Leute nehmen die Grünflächen gut an, überall sitzen sie, feiern, plaudern, essen. Viele Gänse und andere Vögel lassen sich im Park beobachten. Ein einer Stelle gibt es diverse kleine, verschieden gestaltete Gärten zu sehen.

Besuchen sollte man auch den großen Platz mit dem Rathaus von Malmö. Dort herrscht noch ein wenig vom Altstadtflair, das ansonsten nicht so ganz leicht zu finden ist.
Unweit davon ist auch das Eurovision-Village, in dem wir das 2. Halbfinale vom Eurovision Song Contest 2013 verfolgt haben.

Eine Nacht noch. Dann geht’s zurück nach Trelleborg und mit der Fähre zurück nach Deutschland. Dort gibt’s dann eine gute Stunde Binz und am Sonnabend daheim das ESC-Finale.

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Public Viewing “Eurovision Song Contest 2013: 2. Halbfinale”

Freitag, den 17. Mai 2013
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DO 16.05.2013 | Malmö, Eurovision-Village

Das 2. Halbfinale vom Eurovision Song Contest 2013 in Malmö war für uns – mal abgesehen vom Voting – nichts Neues. Wir kannten die Show. Deshalb wollten wir sie diesmal gemeinsam mit anderen Leuten beim Public Viewing im Eurovision-Village in Malmö erleben.
Das Wichtigste vorweg: Den größten Jubel bekamen die Griechen, ihr Folklorepop kam bei den Zuschauern in Malmö sehr gut an. Ebenso natürlich die Finnen und die Norwegerin. Aber auch Cascada aus Deutschland bekam großen Applaus, als ihr Song eingespielt wurde – und natürlich Schweden selbst.

Richtig voll war das Zelt, als vor der eigentlichen Show die Sängerin Siw Malmkvist mit einer Band auftrat. Sie ist in Schweden sehr beliebt – aber auch in Deutschland (“Liebeskummer lohnt sich nicht”).
Zwischenzeitlich leerte sich die kleine Arena bedenklich, aber als es auf 21 Uhr zuging, kamen die Menschen dann doch wieder zusammen, um zu gucken.
Selbst ein kleines Fernsehteam von N24 war vor Ort, um über die Stimmung in Malmö zu berichten.

Nur wenige Dinge waren anders als in der Show einen Tag zuvor. So wurde beispielsweise ein zweiteiliger Gag komplett gestrichen. So kündigte noch am Mittwoch im Jury-Halbfinale 2 die Moderatorin den “Final Countdown” an, worauf eine Band die Bühne stürmte und das gleichnamige Lied ansetzte und die Moderatorin sie wieder von der Bühne schrie. Später das Gleiche unter dem Stichwort “Europe”, denn so hieß die Band, die den Song einst spielte. Muss wohl Mittwoch nicht funktioniert haben, heute fehlte diese Sache völlig.

Und inhaltlich?
Ralph Siegel hat’s mal wieder nicht geschafft, sein Song aus San Marino ist raus. Auch die Schweiz hat das Finale verpasst, der Song war einfach zu harmlos, in jeglicher Hinsicht.
Ansonsten ist’s eine schöne Mischung aus tollen Lieder, netten Songs und Trash geworden. Meine Favoriten aus Malta, Finnland, Ungarn und Aserbaidschan sind dabei. Aber auch der hochträllernde Herr aus Rumänien, die blonde Mähne aus Island, das Nebelpärchen aus Georgien, die Folkloreleute aus Griechenland sowie Armenien und Norwegen.
Es könnte also am Sonnabend ein schönes Finale mit vielen wirklich guten Songs werden.

Wer übrigens einmal in Schweden war, wird verstehen, wie die Skandinavien-Connection funktioniert. Norwegen, Finnland, Dänemark – alle werden hier groß bejubelt, aber alle diese Songs sind hier auch bekannt, sie werden im Radio gespielt, die Interpreten haben Fernsehauftritte. Kein Wunder, dass die Schweden dann auch gern für ihre Nachbarn abstimmen. Das hat es Deutschland mit seinen nicht wirklich vorhandenen verbündeten Nachbarn schwer.

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