Monatsarchiv für Mai 2013

ORA aktuell

Eden-Genossenschaft in Oranienburg feiert ihren 120.

Freitag, den 31. Mai 2013

Die Edener Genossenschaft in Oranienburg feierte am Dienstag ihren 120. Geburtstag. Die Obstbausiedlung ist 1893 gegründet worden. Zum Empfang im restaurierten Presshaus der alten Mosterei kamen 50 Leute.

Jüngst musste die rote Zahlen schreibende Genossenschaft Einschnitte hinnehmen: Stellenkürzungen, Ausgliederung der Musikwerkstatt und eine Bewirtschaftung der Immobilien.
Ursprünglich, vor 120 Jahren, ging es in Eden um Ökologie und Nachhaltigkeit, gesunde Lebensweise und Ernährung.

RTZapper

Auf los geht’s los

Freitag, den 31. Mai 2013
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DO 30.05.2013 | 1.05 Uhr (Fr.) | SWR-Fernsehen

Skandal! Ein Moderator führt durch die große Samstagabendshow – im Nachthemd! Fernsehdeutschland rauft sich die Haare.
Nicht heute, 2013. Dieser Skandal ereignete sich am 22. Oktober 1983 im ersten Programm der ARD. Joachim “Blacky” Fuchsberger hat bei Frank Elstners “Wetten, dass…?” seine Wette verloren. Der Einsatz: Die nächste Ausgabe von “Auf los geht’s los” würde er im Nachthemd moderieren. Und Blacky hielt sich dran, führte sogar durch die ganze Show im Nachthemd, zog sich zwischendurch sogar um, weil Zuschauer Hemden geschickt haben. Einmal hob er für die Fotografen sein Nachthemd, untenrum schien er nicht viel angehabt zu haben.

Das SWR-Fernsehen wiederholte die Show in der Nacht zu Freitag. Dass eine aus heutiger Sicht so harmlose Sache vor 30 Jahren noch das große Ding war, lässt uns heute nur noch schmunzeln.
Ich weiß aber noch, dass wir alle gespannt waren, ob Blacky das durchzieht. Ich war gerade mal fünf Jahre alt, zumindest den Anfang der Show habe ich damals aber auf jeden Fall gesehen.
Aus heutiger Sicht, 2013, ist “Auf los geht’s los” übrigens immer noch eine erstaunlich kurzweilige Show.

RTelenovela

Nutella: Schweden vs. Deutschland

Freitag, den 31. Mai 2013
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Als wir neulich in einem schwedischen Supermarkt ein Glas Nutella in der Hand hatten, fiel uns nicht nur auf, dass das Glas teurer ist als in Deutschland, sondern das Nutella ein Tick anders aussieht als zu Hause.
Tatsächlich ist es wohl so, dass sich die Zutaten des eigentlich selben Produktes in den einigen Ländern unterscheiden. In der Regel wird vom Nord-Nutella und vom Süd-Nutella gesprochen. In Deutschland gibt’s das Nord-Nutella – aber in Schweden? Ist das dann das Süd-Nutella, obwohl Schweden ja doch recht weit im Norden liegt?

Die Unterschiede: Das schwedische Nutella hat weniger Kalorien, aber mehr Zucker. Außerdem weniger Kakao und Magermilchpulver, dafür aber Süßmolkenpulver.
Das schwedische Nutella ist einen Tick weicher und schmeckt süßer. Das deutsche Nutella ist ein bisschen fester und schmeckt mehr nach Kakao und damit auch einen Tick herber – und eigentlich auch interessanter.

Dass unterschiedliche Zutaten verwendet werden, liegt daran, dass in den verschiedenen Ländern andere Brote bevorzugt werden. in Schweden ist das Brot süßer und oft leicht kuchiger als bei uns.
Bald ist mein schwedisches Nutella alle, das deutsche Glas ist schon aufgebrochen. Der deutsche-schwedische Geschmackstest ist damit schon wieder zu Ende.

aRTikel

Sommerfelder Wildschweine sorgen weiter für Ärger

Donnerstag, den 30. Mai 2013
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Hund angegriffen / Ordnungsamt verschickt Schreiben / In der Klinik werden keine Probleme gesehen

MAZ Oranienburg, 30.5.2013

SOMMERFELD
Norbert Kamrad aus Sommerfeld ist in Rage: „Die Viecher tauchen auf, wo man sie nicht erwartet.“ Gemeint sind die Wildschweine, die sich immer öfter im Dorf blicken lassen und für Unruhe sorgen. Neulich ist darüber bereits im Ortsbeirat heiß diskutiert worden.
Schon seit 1958 lebt Norbert Kamrad auf dem Gelände der Klinik in der Waldhausstraße, doch eine so große Wildschweinplage hat er noch nicht erlebt. „Es werden immer mehr“, sagte er in einem Gespräch mit der MAZ. „Neulich konnte er sogar Fotos machen, die er auf seine Facebook-Seite stellte. „Die Tiere haben keine Scheu“, so Kamrad. Am Wochenende ist der Dackel seines Nachbarn von einem Wildschwein angegriffen worden.

Der Sommerfelder versteht nicht, dass gegen die Plage kaum etwas zu machen sei. Sauenfänge, Jagdprämien und Vertreibungsaktionen lehnte der Ortsbeirat ab. Auch Wolfgang Mäding aus dem Kremmener Ordnungsamt ist gegen solche Maßnahmen. „Das fände ich sehr problematisch“, sagte Mäding gestern. In Wohnbereichen dürften die Jäger nicht schießen. Extra-Schulungen als Stadtjäger seien nötig. Auf den bejagbaren Flächen ist der Abschussplan mit „138 Prozent erfüllt, das sind fast 30 Schweine mehr“, sagte Wolfgang Kasper, Sprecher der Pächtergesellschaft der Jäger, im jüngsten Ortsbeirat. Wolfgang Mäding vom Ordnungsamt wird in den nächsten Tagen Post an die Sommerfelder verschicken. In dem Anschreiben will er darauf hinweisen, dass die Fütterung der Wildscheine strengstens verboten sei. „Eigentlich haben die Menschen selbst dafür gesorgt“, sagt Mäding über den Grund für die Wildschweinplage. Bekämen die Tiere Futter, durch Abfälle oder Ähnliches, dann kämen die Wildschweine immer wieder.

Norbert Kamrad, der auf dem Gelände der Klinik lebt, macht auch die Einrichtung für die Plage verantwortlich. „Es gibt dort einen Komposthaufen, da tummelt sich das Wild.“ Davon will man in der Klinik jedoch nichts wissen. „Die Wildschweine machen einen großen Bogen um unser Gelände“, sagt Martina Franzen, die Pressesprecherin der Klinik. Manchmal sei der Parkplatz aufgewühlt, ansonsten gebe es jedoch keine Probleme. Die Sommerfelder sehen das anders, und auch Ordnungsamtsleiter Wolfgang Mäding kündigte gestern an, mit der Klinikleitung über das Problem sprechen zu wollen.

RTelenovela

Umleitung durch die Staubwüste

Donnerstag, den 30. Mai 2013
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Für die Bewohner des Kremmener Thomas-Müntzer-Weges und der Straße An der Mühle sind harte Wochen angebrochen. Die B 273 ist noch bis Juli gesperrt, und die schmalen Straßen drumherum werden von nicht wenigen Autofahrern als Umleitungsstrecke genutzt.

Mitunter spielen sich in dem Gebiet chaotische Szenen ab. Die Straßen sind an vielen Stellen so schmal, dass sich zwei Autos nicht begegnen können. Einer muss immer warten. In der Gegend, in der sonst kaum ein Auto unterwegs ist, gibt es plötzlich immer wieder Staus.
Bei Trockenheit verwandelt sich der Ziegeleiweg in eine vor Staub neblige Wüste. Einige Anwohner ärgern sich, weil der Spargelhof mit diversen Schildern auf den Schleichweg hinweist. Ab und zu sind wütende Leute zu sehen, die sogar die entsprechenden Schilder rausreißen. Ein Kollege erzählte mir, dass er von Anwohnern böse angeguckt wurde, als er mit seinem B-Kennzeichen-Auto dadurch gefahren ist.

Sicher, auch die Kunden des Spargelhofes könnten locker über Groß-Ziethen und Staffelde fahren, wie es die andeen auch tun sollen. Andererseits konnten die Kremmener bis vor kurzem monatelang den privaten Spargelhof als Abkürzung nutzen. Auch das war alles andere als selbstverständlich, wurde von vielen aber als gegeben hingenommen. Besonders gedankt hatte es dem Besitzer kaum jemand.

RT liest

André Kubiczek: Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn

Donnerstag, den 30. Mai 2013

Seine Mutter kommt aus Laos, sein Vater aus dem Harz. Sie ist die Tochter des laotischen Außenministers, er ist ein einfacher Genosse aus einer Industriestadt. Beide lernen sich in den 60ern während des Studiums in Moskau kennen und lieben, es ist nicht einfach, sie müssen ihre Liebe zunächst geheimhalten. Gemeinsam ziehen sie in die DDR, bekommen zwei Kinder. Der kleine Bruder hat einen schweren Unfall, liegt lange in der Klinik. Er stirbt, während Kubi bei der Armee seinen Dienst schiebt.
Inzwischen ist die Mutter lange tot, ihr Sohn findet ein Manuskript, in dem sie beginnt, ihre Geschichte aufschreiben, aber es endet abrupt, sie kam nicht mehr dazu, es zu Ende zu bringen. Nun ist es ihr Sohn, der nach und nach die Familiengeschichte rekonstriert.

Und es ist eine sehr spannende Familiengeschichte, die André Kubiczek in seinem Roman erzählt. Wir erfahren etwas aus dem DDR-Alltag, über die NVA, die schwierigen Bedingungen einer Liebe beim Studium in Moskau, über die Nachwendezeit in Berlin. Kubiczek erzählt das Ganze nicht von A bis Z, stattdessen pickt er sich hier eine Begebenheit heraus und da eine weitere. Als Leser verliert man jedoch nie den Überblick.
Es ist ein bisschen deutsche Geschichte, die man ganz nebenbei erzählt bekommt, die ganz Kleine, die einer Familie, eines Mannes. Locker und spannend erzählt, ohne in Rührseligkeiten oder gefärbte Erinnerungen zu verfallen.

André Kubiczek: Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn
Piper, 479 Seiten
7/10

ORA aktuell

Silly spielt kostenlos auf dem Oranienburger Schlossplatz

Mittwoch, den 29. Mai 2013
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Die Band Silly kommt am Sonntag, 2. Juni, nach Oranienburg. Um 16 Uhr geben Anna Loos und ihre Musiker ein Konzert. Veranstalter ist 104.6 RTL, der Radiosender promotet damit sein Festival “Stars for free”. Deshalb ist der Eintritt auch frei. Beginn ist um 16 Uhr.