Tagesarchiv für 3. April 2013

aRTikel

Nachschlag: Speisekarte mit Schleifchen

Mittwoch, den 3. April 2013
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Zwischenstopp an der Landesstraße: Im „Summter Storch“ kommt Falscher Hase auf den Tisch

MAZ Oranienburg, 3.4.2013

Ob Spitzenrestaurant, Café, Kneipe, Imbiss oder Ausflugslokal – Mitarbeiter der MAZ sind als anonyme Tester unterwegs.

SUMMT
Falscher Hase zu Ostern – irgendwie ist das ja schon ein bisschen fies. Wir haben es trotzdem ausprobiert. Der „Summter Storch“ im Mühlenbecker Ortsteil bietet aber nicht nur den Falschen Hasen auf der Speisekarte. Auch Zander oder Gulasch kann sich der hungrige Gast bestellen.

Der „Summter Storch“ liegt direkt an der Landesstraße, die durch den Ort führt. Ein Parkplatz ist nicht direkt ausgeschildert, aber schräg gegenüber sind großzügige Parkmöglichkeiten vorhanden. Der kleine Raum ist durch die großen Fensterfronten sehr hell und freundlich. Hinten gibt es noch einen riesigen Saal, der auch für Feiern angemietet werden kann.
Die Speisekarte kommt zusammengerollt mit Schleifchen an den Tisch. Welche Getränke es im Haus gibt, wird leider nicht verraten. Aber da kann man ja nachfragen – was die Gäste dann auch immer wieder tun.

Wir bestellen eine Tomatensuppe, sie schmeckt fruchtig und würzig. Zum Hauptgang muss der Falsche Hase dran glauben. Das Hacksteak wird mit Kartoffeln und Mischgemüse garniert. An der Soße spart der Storch ein bisschen, das Hacksteak selbst schien ein wenig zerkocht. Lecker war’s trotzdem. Ein bisschen gewundert haben wir uns, dass die Kinderportion mit Kartoffelbrei am Nachbartisch sehr viel üppiger ausfiel als die Erwachsenenvariante.
Zum Zander gab’s Dillkartoffeln und dazu ein kleines Schälchen mit Gurkensalat: ein Hauch von Frühling, auch wenn es draußen vor dem Fenster gerade mal wieder schneite. Trotz ganz kleiner Mäkeleien sind die Speisen doch sehr lecker gewesen.

Das Essen in dem Summter Lokal wird vom Personal recht zügig zum Tisch gebracht – die Vorspeise kam allerdings vor den Getränken, was dann doch ein bisschen ungünstig war. Überhaupt wirkt das Personal ein wenig unkoordiniert. Da sortiert die junge Frau die Tische nebenan, ignoriert aber die Gäste. Beim Rausgehen wird der freundliche Gruß „Auf Wiedersehen!“ schlicht überhört, weil gleich mehrere Leute damit beschäftigt waren, die nachfolgenden Kunden zu begrüßen. Das wird nächstes Mal besser!

Restaurant „Summter Storch“, Liebenwalder Straße 64, Summt, dienstags bis sonntags 12 bis 21 Uhr.

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RTZapper

50 Jahre Mainzelmännchen

Mittwoch, den 3. April 2013
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DI 02.04.2013 | 0.20 Uhr (Mi.) | ZDF

Nur einen Tag, nachdem das ZDF im Jahr 1963 auf Sendung ging, tauchten auch schon die Mainzelmännchen auf den deutschen Bildschirmen auf. Sie läuteten das Werbefernsehen im Zweiten ein – und machen das auch heute noch.
Herzlichen Glückwunsch zum 50.!

Aber ach! Wie haben sie sich doch zwischenzeitlich verändert! Zu scheinbar computeranimierten Monstern mit glatten Haaren und seltsam gemalten Augen.
Okay, in den 60ern – so war es am späten Dienstagabend noch einmal im Rückblick im ZDF zu sehen -, da sahen sie noch recht hölzern und unförmig aus. Aber schon in den 70ern hatten die Farbe im gesicht und am Leib und waren niedliche Gesellen.

Meine große Mainzelmännchen-Zeit waren die 80er. Da saß ich oft mit meinem Bruder vor dem Fernseher, und wir haben auf die Werbung gewartet, weil wir raten wollten, welche Spots denn da gezeigt werden. Wer das produkt zuerst errät, hat gewonnen. oder ich habe Listen geführt, welcher Spot am häufigsten zu sehen ist. Die Mainzelmännchen habe ich natürlich wahrgenommen, und süß waren sie auch – aber das Nonplusultra waren sie für mich eigentlich nie.
Das muss bei den meisten anderen Zuschauern anders gewesen sein, wenn man sich die Doku ansieht. Die Beliebtheit soll so hoch sein, dass beim ZDF in der Werbung weniger Leute wegschalten als auf anderen Sendern.

Die niedlichen Gesellen sind dann 2003 stark verändert worden. Aus war’s mit der wirklichen Niedlichkeit. Die Verspieltheit fehlt heute irgendwie, das Sympathische. Die Mainzelmännchen der 80er wirken herziger als die der 2000er. Verändert haben sie sich im Laufe der Jahrzehnte immer, sie wurden behutsam verändert, aber 2003 schien man mit der Brechstange alles anders – moderner!! – haben zu wollen. Die Rückschau zeigte aber auch, dass die Macher in den 2010ern ihre Figuren erneut ein wenig modifiziert haben, ihnen wieder lebendigere Augen und ein sympathischeres Antlitz schenkten.

Aber eigentlich kann es mir auch egal sein – bei Werbung schalte ich in der Regel woanders hin. Auch wenn’s im ZDF ist.

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RTelenovela

Mein Kühlschrank – ein grandioser Imitator

Mittwoch, den 3. April 2013
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Kann man einen Kühlschrank für das “Supertalent”-Casting anmelden? Nein? Das ist aber echt schade, denn mein Kühlschrank ist ein solches Supertalent. Er kann nämlich viele andere Dinge imitieren – durch Geräusche.

Mein Kühlschrank brummt nicht einfach nur, wenn er anspringt und den Kram, der drinnen liegt, kühlt.
Anfangs war ich wirklich irritiert. Da war so ein seltsames Pfeifen. Ich dachte erst, es kommt von nebenan oder von draußen. Aber dann war klar: Es kommt aus meiner Wohung, aus meiner Küche. So ein Schreien. Wie ein Vogel, der sich verirrt hat, nun eingesperrt ist und geradezu flehende Geräusche macht. Ein bisschen gruselig.

Mein Kühlschrank kann aber auch eine Eisenbahn nachmachen. So ein Zug, vielleicht eine S-Bahn, die gerade Vollgas gibt. Aber mein Kühlschrank wäre ja kein Supertalent, wenn er nicht auch die Tonart, also die Geschwindigkeit des Zuges verändern könnte.

Manchmal stehe ich davor und staune, was das Ding alles kann, und ich bin gespannt, was er sich in nächster Zeit noch so alles draufschafft.

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