Tagesarchiv für 30. März 2013

RTZapper

Die Biene Maja

Samstag, den 30. März 2013

FR 29.03.2013 | 8.35 Uhr | ZDF

Maja, was ist denn mit dir los? Du bist ja so mager geworden! Gibt’s nichts mehr zu essen auf deiner Lieblingswiese? Und Willi! Du hast ja auch so wahnsinnig abgespeckt! Müssen wir uns Sorgen machen um die Bienenwelt?

Am Karfreitagmorgen startete im ZDF-Kinderprogramm “Die Biene Maja” reloaded. Offenbar musste die runderneuerte Biene mächtig abnehmen. Waren Maja und Willi in den früheren Folgen ein bisschen pummelig, sind sie nun rank und schlank. Es scheint, dass man den Kindern nun ein gutes Vorbild bieten möchte. Nicht dass die jungen Zuschauer sich mit Chips vollstopfen, weil sie auch so, ähm, fett wie Willi sein wollen.
Auch Karel Gott ist out. An seiner Stelle singt nun Helene Fischer das Lied von der Biene Maja.

“Die Biene Maja” im Jahr 2013 ist immer noch süß, die Geschichten sind niedlich – aber dennoch fehlt es ein bisschen an Charme.

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RTZapper

Lerchenberg

Samstag, den 30. März 2013

DO 28.03.2013 | 22.45 Uhr | zdf_neo

Das ZDF verarscht das ZDF und schenkt das dem ZDF zum Geburtstag.
Was Humor und Satire angeht, ist beim Zweiten in den vergangenen Jahren sehr viel passiert. Die “heute show” hat neue Maßstäbe gesetzt und ist in Sachen Nachrichtensatire die Nummer 1.

Nun gibt’s “Lerchenberg”, eine Satireserie, in der es nicht nur um die Geschehnisse im eigenen Hause drehen, sondern auch genau dort gedreht wurden – auf dem Lerchenberg in Mainz, wo die Sendezentrale des ZDF steht.
Weil das ZDF in diesen Tagen 50 Jahre alt wird, gönnt man sich diese vierteilige Serie, die am Donnerstagabend erstmals bei zdf_neo zu sehen war.
Darin geht es um Sascha Hehn, der im Sender eine neue Aufgabe bekommen soll. Das finden die Redakteure zwar doof, weil sie Hehn irgendwie von gestern finden, aber sie haben keine andere Wahl. Und so wird rumprobiert: Hehn als Kommissar, als Koch – leider klappt das alles nicht so, wie sich das alle Beteiligten denken.

Der ganz große Brüller ist “Lerchenberg” nicht geworden. Der wirklich beißende Spott fehlt. Dennoch gibt es viele Schmunzel- und den einen oder anderen Lachmoment. Wie Sascha Hehn mit seinem Image als “Schwarzwaldklinik”-Softie spielt, macht echt Spaß. Auch die sich anzickenden, eitlen Redakteure und Mitarbeiter geben einen Einblick in die ZDF-Bude, der natürlich total überzogen ist (zwinker, zwinker).

Wenn’s gut läuft, gibt es ja vielleicht mal eine Fortsetzung. Am Freitag nach Ostern laufen die ersten beiden der vier Folgen nach der “heute show” im ZDF. Ein durchaus passender Sendeplatz. Aber wenigstens im Spartenkanal zdf_neo hätte gern ein früherer Sendeplatz drin sein können.

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RT im Kino

No

Samstag, den 30. März 2013
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Die Ereignisse der friedlichen Revolution 1989 in der DDR sind den meisten von uns geläufig. Was viele nicht wissen: Ein Jahr davor, im Jahr 1988, spiele sich auch in Chile so ein Umschwung ab – und auch er war überwiegend friedlich.

Diktator Pinochet lässt 1988 eine Volksabstimmung durchführen. Soll er bei der Wahl 1989 der alleinige Präsidentschaftskandidat sein? Die Chilenen können nun JA oder NEIN sagen.
Natürlich denkt Pinochet, dass diese Wahl nur Formsache ist. Neu ist: Die Opposition bekommt Sendezeit im staatlichen Fernsehen, wo sie für das NEIN werben können.
René Saavedra (Gael García Bernal) ist Werbefilmer und soll für das NEIN-Lager eine Kampagne entwickeln. Er, sein Team und die gesamte Opposition sind dabei allerdings vom Regime strengstens bewacht.

Pablo Larraín zeigt in “No” wie die Opposition an der Kampagne gegen Pinochet arbeitet und damit mehr und mehr Erfolg hat. Wir sehen aber auch, wie das Chile-Regime darauf reagiert. Es entsteht ein Kampf der Kulturen. Larraín gibt einen durchaus interessanten Eindruck in die damalige Situation in Chile – manchmal allerdings auch ein wenig nüchtern. Sein Film kommt ohne Schnickschnack aus.
Interessant ist die Optik des in 4:3 gedrehten Films. Er macht einen dokumentarischen Eindruck – 1988 gedreht. Verwaschene Bilder, Unschärfen, manchmal sieht das Bild aus wie Fernsehempfang Ende der 80er. Kann man so machen, muss man aber nicht.

No
Frankreich / USA / Chile 2012, Regie: Pablo Larraín
Piffl, 118 Minuten, ab 6
6/10

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RTelenovela

Planänderung

Samstag, den 30. März 2013
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Es herrscht Hai-Alarm am Müggelsee! Allerdings habe ich ihn nicht mitbekommen. Eigentlich wollte ich den gleichnamigen Film am Karfreitagnachmittag im Berliner CinemaxX sehen. Aber: ausverkauft! Das Foyer war voller Menschen, und auf der Anzeigetafel pragte ein fetter roter Fleck als Hinweis darauf, dass ich mich gar nichr erst nach einem Ticket für diesen Film erkundigen muss. Allerdings lief er auch nur in einem der kleinen Säle.
Da es zeitlich für einen anderen Film nicht passte, beziehungsweise ein weiterer Film auch ausverkauft war, hatte sich mein geplanter Nachmittag erst mal erledigt.

Und nun? Mal kurz zu McDonald’s, ein Trosteis!
Musste leider auch ausfallen, wegen eines Wasserrohrbruchs war der Laden dicht.
Und nun? Ab zu den Hackeschen Höfen, zum Filmplan B. Dass auch die Drehtür in den Potsdamer-Platz-Arcarden im Eimer war – geschenkt. Das konnte mich dann auch nicht mehr schrecken.

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Ein Fall für Annika Bengtzon: Nobels Testament

Samstag, den 30. März 2013
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DO 28.03.2013 | 21.45 Uhr | Das Erste

Schwedenkrimis laufen in Deutschland wie Hulle. Sind sie bei ARD oder ZDF zu sehen, versammeln sich Millionen Zuschauer vor der Glotze, und es scheint, dass bald jede Romanreihe verfilmt wurde.
Mindestens eine hat noch gefehlt.

Ich bin ein großer Fan der Romanreihe über die Reporterin Annika Bengtzon. Sie arbeitet für eine schwedische Tageszeitung und gerät immer wieder an spannende Kriminalfälle, die die recherchiert. Aber man erfährt auch viel über die Arbeit in einer Zeitungsredaktion, und auch die Krise der Printmedien wird in den späteren Romanen thematisiert. Schon vor mehr als zehn Jahren habe ich mit ihr Bekanntschaft gemacht – zunächst als Hörbuch. Danach habe ich fast jedes der Bücher von Liza Marklund gelesen, ach was, verschlungen.
Weil das Hörbuch von der großartigen Schauspielerin Judy Winter vorgelesen wird, verbinde ich Annika Bengtzon immer mit ihr. Mit dieser kraftvollen Stimme, die zu einer Powerfrau gehört.

Deshalb hatte ich ein bisschen Angst, als am Donnerstag die erste Folge von “Ein Fall für Annika Bengtzon” im Ersten lief. Und die angst war berechtigt, denn die Fernsehversion reicht – wie es so oft ist – nicht an die Storys im Buch ran. Zudem ist Annika in der Serie eine ziemlich junge Tussi, dazu leider recht blass und langweilig. Eine junge blonde Schönheit musste es offenbar sein, damit die Serie ein Erfolg wird.

Im Herbst erscheint das neue Taschenbuch aus der Bengtzon-Serie. Ich freu mich drauf. Ob ich Folge 2 bis 6 im Ersten sehen werde – da bin ich mir alles andere als sicher.

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