Monatsarchiv für März 2013

RT im Kino

Voll abgezockt

Sonntag, den 31. März 2013

Sandy Bigelow Patterson gibt sehr viel Geld aus. Für Kosmetik. Für neue Autos. Für den Friseur. Es ist wirklich eine unfassbare Menge Geld. Blöd nur: Sandy Bigelow Patterson weiß davon gar nichts. Auf einmal steht er an der Tankstelle, und die Kreditkarte funktioniert nicht mehr.
Es war nämlich nicht Sandy (Jason Bateman), der so viel Kohle ausgegeben hat, sondern eine Frau, die sich seine Identität gestohlen hat. Mittels seiner Daten und einer selbstgeprägten Kreditkarte schlägt sie zu.
Der echte Sandy steht nun vor echten Problemen. Die Polizei steht vor der Tür, und sein Chef droht ihm, seinen Job in einer Finanzfirma wegzunehmen. Sandy muss handeln. Er spürt Diana (Melissa McCarthy) auf.

Sie hat ihn “Voll abgezockt” – und ist dabei völlig skrupellos. Melissa McCarthy ist der große Lichtblick dieser Komödie von Seth Gordon. Schwungvoll und mit viel Tatendrang bewegt sich die sympathische Wuchtbrumme durch den Film. Auch für den Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle, denn das, was sie tut, ist zunächst so gar nicht sympathisch. Aber nach und nach lernen wir sie näher kennen – und Sandy auch. Der verwandelt sich vom korrekten Angestellten in einen Mann, der auch mal was riskiert.
Das alles anzusehen, macht Spaß, ist kurzweilig, wenn auch nicht tiefschürfend. Aber das muss es ja auch nicht sein.

Voll abgezockt
USA 2012, Regie Seth Gordon
Universal, 111 Minuten, ab 12
7/10

RTZapper

Höhepunkte aus 20 Jahren “Wetten, dass…?”

Sonntag, den 31. März 2013
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SA 30.03.2013 | 0.55 Uhr (So.) | zdf_neo

“Wetten, dass…?” ist eine großartige Show. Oder sollte man sagen: war eine großartige Show?
Innerhalb der Feierlichkeiten zum 50. ZDF-Geburtstag zeigte zdf_neo am sehr späten Sonnabendabend “Wetten, dass…?”-Höhepunkte aus den Jahren 1981 bis 2001.
Das machte großen Spaß, zu sehen. Aber vor allem: Man kann durch die alten Ausschnitte sehr gut sehen, wie sich die Show heute verändert hat.

Sicher, so ein Zusammenschnitt verdichtet die Show extrem stark, es gibt ausschließlich Höhepunkte. Aber es macht den Eindruck, dass die Wetten damals spannender und vor allem interessanter waren. Damals waren allerdings Gedächtniskünstler noch etwas ganz Neues. Oder Leute, die eine Telefonzelle auf vier Nudeln stellten. Andererseits: Auch heute ist das spannend, sich anzusehen.
Auch wurden die Kandidaten mehr gefordert als heutzutage. Zwei junge Leute mussten anhand der letzten fünf Sekunden vor dem Cliffhanger erraten, um welche “Lindenstraße”-Folge es sich handelte. Sieben aus acht mussten sie erkennen – heute sind es gern mal drei aus vier. Pillepalle.

Vielleicht sollte das ZDF mal einen festen Sendeplatz für Show-Wiederholungen aus den 70ern bis zu den 90ern einrichten. Ich würde mir das ansehen!

RTelenovela

Winter-Osterfeuer 2013

Sonntag, den 31. März 2013
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An dieses Osterfest werden wir sicherlich noch lange denken. Normalerweise ist es Ende März ja schon frühlingshaft warm. Doch in diesem Jahr war alles anders.
Schnee. Es liegt tatsächlich immer noch Schnee draußen. Ende März. Ostern. Als ich am frühen Abend aus dem Fenster schaue, beginnt es schon wieder zu schneien.

Es ist schon dunkel, als ich mich auf den Weg nach Bärenklau mache. Inzwischen herrscht wieder regelrechtes Schneetreiben. Ende März, wie gesagt. 0,5 Grad zeigt das Außenthermometer meines Autos an.

Das Osterfeuer mit Disco findet am Dorfrand statt. Die Straße dorthin ist ziemlich matschig. Nicht auszudenken, wenn plötzlich 10 Grad gewesen wären, dann wäre das Gelände wahrscheinlich gar nicht erreichbar, eine riesige Schlammwüste gewesen.
Das Feuer war schon ziemlich niedergebrannt, ich habe mir aber sagen lassen, dass es früher Abend ziemlich hochflammte. Die Menschenmenge stand dicht an dicht an dicht am Feuer.
Es schneite immer noch, die Temperatur lag weiter am Gefrierpunkt. Wer nicht am Feuer stand, saß am Heizpilz im Festzelt oder bewegte sich auf der Tanzfläche: Schneedisco. Erlebt man auch nicht alle Tage.

Unser Wunsch für das Osterfeuer 2014: zur Abwechslung mal 15 Grad und keine Wolke am Himmel.

RTZapper

Die Biene Maja

Samstag, den 30. März 2013

FR 29.03.2013 | 8.35 Uhr | ZDF

Maja, was ist denn mit dir los? Du bist ja so mager geworden! Gibt’s nichts mehr zu essen auf deiner Lieblingswiese? Und Willi! Du hast ja auch so wahnsinnig abgespeckt! Müssen wir uns Sorgen machen um die Bienenwelt?

Am Karfreitagmorgen startete im ZDF-Kinderprogramm “Die Biene Maja” reloaded. Offenbar musste die runderneuerte Biene mächtig abnehmen. Waren Maja und Willi in den früheren Folgen ein bisschen pummelig, sind sie nun rank und schlank. Es scheint, dass man den Kindern nun ein gutes Vorbild bieten möchte. Nicht dass die jungen Zuschauer sich mit Chips vollstopfen, weil sie auch so, ähm, fett wie Willi sein wollen.
Auch Karel Gott ist out. An seiner Stelle singt nun Helene Fischer das Lied von der Biene Maja.

“Die Biene Maja” im Jahr 2013 ist immer noch süß, die Geschichten sind niedlich – aber dennoch fehlt es ein bisschen an Charme.

RTZapper

Lerchenberg

Samstag, den 30. März 2013

DO 28.03.2013 | 22.45 Uhr | zdf_neo

Das ZDF verarscht das ZDF und schenkt das dem ZDF zum Geburtstag.
Was Humor und Satire angeht, ist beim Zweiten in den vergangenen Jahren sehr viel passiert. Die “heute show” hat neue Maßstäbe gesetzt und ist in Sachen Nachrichtensatire die Nummer 1.

Nun gibt’s “Lerchenberg”, eine Satireserie, in der es nicht nur um die Geschehnisse im eigenen Hause drehen, sondern auch genau dort gedreht wurden – auf dem Lerchenberg in Mainz, wo die Sendezentrale des ZDF steht.
Weil das ZDF in diesen Tagen 50 Jahre alt wird, gönnt man sich diese vierteilige Serie, die am Donnerstagabend erstmals bei zdf_neo zu sehen war.
Darin geht es um Sascha Hehn, der im Sender eine neue Aufgabe bekommen soll. Das finden die Redakteure zwar doof, weil sie Hehn irgendwie von gestern finden, aber sie haben keine andere Wahl. Und so wird rumprobiert: Hehn als Kommissar, als Koch – leider klappt das alles nicht so, wie sich das alle Beteiligten denken.

Der ganz große Brüller ist “Lerchenberg” nicht geworden. Der wirklich beißende Spott fehlt. Dennoch gibt es viele Schmunzel- und den einen oder anderen Lachmoment. Wie Sascha Hehn mit seinem Image als “Schwarzwaldklinik”-Softie spielt, macht echt Spaß. Auch die sich anzickenden, eitlen Redakteure und Mitarbeiter geben einen Einblick in die ZDF-Bude, der natürlich total überzogen ist (zwinker, zwinker).

Wenn’s gut läuft, gibt es ja vielleicht mal eine Fortsetzung. Am Freitag nach Ostern laufen die ersten beiden der vier Folgen nach der “heute show” im ZDF. Ein durchaus passender Sendeplatz. Aber wenigstens im Spartenkanal zdf_neo hätte gern ein früherer Sendeplatz drin sein können.

RT im Kino

No

Samstag, den 30. März 2013
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Die Ereignisse der friedlichen Revolution 1989 in der DDR sind den meisten von uns geläufig. Was viele nicht wissen: Ein Jahr davor, im Jahr 1988, spiele sich auch in Chile so ein Umschwung ab – und auch er war überwiegend friedlich.

Diktator Pinochet lässt 1988 eine Volksabstimmung durchführen. Soll er bei der Wahl 1989 der alleinige Präsidentschaftskandidat sein? Die Chilenen können nun JA oder NEIN sagen.
Natürlich denkt Pinochet, dass diese Wahl nur Formsache ist. Neu ist: Die Opposition bekommt Sendezeit im staatlichen Fernsehen, wo sie für das NEIN werben können.
René Saavedra (Gael García Bernal) ist Werbefilmer und soll für das NEIN-Lager eine Kampagne entwickeln. Er, sein Team und die gesamte Opposition sind dabei allerdings vom Regime strengstens bewacht.

Pablo Larraín zeigt in “No” wie die Opposition an der Kampagne gegen Pinochet arbeitet und damit mehr und mehr Erfolg hat. Wir sehen aber auch, wie das Chile-Regime darauf reagiert. Es entsteht ein Kampf der Kulturen. Larraín gibt einen durchaus interessanten Eindruck in die damalige Situation in Chile – manchmal allerdings auch ein wenig nüchtern. Sein Film kommt ohne Schnickschnack aus.
Interessant ist die Optik des in 4:3 gedrehten Films. Er macht einen dokumentarischen Eindruck – 1988 gedreht. Verwaschene Bilder, Unschärfen, manchmal sieht das Bild aus wie Fernsehempfang Ende der 80er. Kann man so machen, muss man aber nicht.

No
Frankreich / USA / Chile 2012, Regie: Pablo Larraín
Piffl, 118 Minuten, ab 6
6/10

RTelenovela

Planänderung

Samstag, den 30. März 2013
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Es herrscht Hai-Alarm am Müggelsee! Allerdings habe ich ihn nicht mitbekommen. Eigentlich wollte ich den gleichnamigen Film am Karfreitagnachmittag im Berliner CinemaxX sehen. Aber: ausverkauft! Das Foyer war voller Menschen, und auf der Anzeigetafel pragte ein fetter roter Fleck als Hinweis darauf, dass ich mich gar nichr erst nach einem Ticket für diesen Film erkundigen muss. Allerdings lief er auch nur in einem der kleinen Säle.
Da es zeitlich für einen anderen Film nicht passte, beziehungsweise ein weiterer Film auch ausverkauft war, hatte sich mein geplanter Nachmittag erst mal erledigt.

Und nun? Mal kurz zu McDonald’s, ein Trosteis!
Musste leider auch ausfallen, wegen eines Wasserrohrbruchs war der Laden dicht.
Und nun? Ab zu den Hackeschen Höfen, zum Filmplan B. Dass auch die Drehtür in den Potsdamer-Platz-Arcarden im Eimer war – geschenkt. Das konnte mich dann auch nicht mehr schrecken.