Tagesarchiv für 22. Februar 2013

RTelenovela

Bingo!

Freitag, den 22. Februar 2013
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Bingo habe ich zuletzt im Urlaub gespielt. Das war 1992 auf Kreta. Bingo gehörte zum Animationsprogramm in der Ferienanlage. Lange her! Deshalb wurde es nun mal Zeit für einen Bingo-Nachmittag – im “Haus der Generationen” in Vehlefanz.
Bingo ist ganz einfach. Das kann jeder. Aus einem Ziehungsgerät werden Kugeln gezogen und Nummern genannt. Jeder Mitspieler hat ein Spielfeld mit fünf mal fünf Quadraten und Zahlen darin. Wer zuerst waagerecht oder senkrecht alle fünf zahlen wegstreichen kann, ruft “Bingo!” – und hat was gewonnen.

Ich setze mich neben Gottfriede, die kritisch ihr Spielfeld beäugt.
Und dann kann es auch losgehen: O70. Habe ich nicht auf meinem Feld. Aber dann: B1! Und I16! Und I27! Und O68! Es läuft hervorragend, vier Treffer hintereinander! Gottfriede hat erst zwei Treffer.
Weiter geht’s: I22. Mist, kein Treffer. B54. Wieder nicht. I17. G60. O64. B10. Lauter Nieten. Ich wittere eine gemeine Verschwörung. Gottfriede hat ein Treffer nach dem nächsten. “Du bist immer nur kurz davor”, sagt eine andere Mitspielerin.
Es folgen acht Nieten. Acht! Unfassbar! Ich habe keine Lust mehr. Als die O65 gezogen wird, ruft eine Dame “Bingo!” Sie gewinnt eine Packung Wiener Würstchen.

Die zweite Runde ist ebenso ein Desaster. Es läuft nicht gut für mich an diesem Nachmittag. Erst in Runde 3 spüre ich den Sieg schon ganz nah.
I23! In zwei Reihen habe ich bereits drei Treffer. Es ist aufregend, dieses Bingo! Und ich will die Jogurette gewinnen! Doch dann reißt die Glückssträhne wieder und es hagelt gleich fünf Nieten. Dann: G58! Wenn nun noch die O68 kommt, dann habe ich gewonnen! Und es kommt – die I19. Mist. Und dann die O67. Wo ich doch die O68 brauche. Aber es ist spannend! “Wenn du voll bist, hast du gewonnen”, raunt eine Frau einer anderen zu. O73. Ich habe einfach kein Glück. Dann ruft eine Frau “Bingo!”, und ich hab’s wieder nicht geschafft. Wo ich doch soo kurz davor war.

Mein erster Bingo-Nachmittag endet nach vier Runden ohne einen Sieg für mich. Gottfriede hat auch nichts gewonnen. Hätte besser laufen können für uns beide.

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RTZapper

Nacht über Berlin

Freitag, den 22. Februar 2013
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MI 20.02.2013 | 20.15 Uhr | Das Erste

Weil Das Erste am kommenden Mittwoch Fußball zeigt, musste der Gedenktag zum 80. Jahrestag des Reichstagsbrandes um eine Woche vorgezogen werden. Man muss eben Prioritäten setzen.
“Nacht über Berlin” hieß der Film, der zur Zeit von Hitlers Machtergreifung 1933 spielt. Mehr als eine Schmonzette ist aber leider nicht herausgekommen.

Wenn Jan-Josef Liefers im Münsteraner “Tatort” den Ha-ha-wie-lustig-Gerichtsmediziner spielt, mag das ganz in Ordnung sein. Das übertriebene Schauspiel mit sehr betonten Sätzen wirkte in diesem Film jedoch sehr staksig. Dazu Anna Loos – im wahren Leben Liefers’ Gattin -, die mal theatralisch auf dem billigen Kulissen-Dach ins noch viel billigere Kunst-Berlin von 1933 starrt und seufzt. Oder weint.

Viel Geld scheint für “Nacht in Berlin” nicht übrig gewesen sein. Die Kostüme wirkten allesamt künstlich, die Kulissen unecht. Am schlimmsten aber ist: Viele Szenen entstanden in der “Berliner Straße”. Die Kulisse steht in Potsdam-Babelsberg. Sehr, sehr viele Filme sind dort schon entstanden – von “Sonnenallee” bis “Rosenstraße” war so ziemlich alles dabei. Ich kann’s nicht mehr sehen!
In Babelsberg sieht man das wohl ähnlich, denn nach gut 15 Jahren wird die Kulisse nun wohl eingemottet.

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