Tagesarchiv für 21. Februar 2013

aRTikel

Am Marwitzer Siebgraben ist es eng

Donnerstag, den 21. Februar 2013
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Oberkrämer-Feuerwehr auf großer Testfahrt: Nicht überall kommen Rettungsfahrzeuge gut durch

MAZ Oranienburg, 21.2.2013

Das große Tanklöschfahrzeug war Dienstag- abend testweise in Bötzow, Marwitz und Vehlefanz unterwegs.

OBERKRÄMER
Es war nur ein kurzer Augenblick, die Fahrerin des Kia parkte am Straßenrand nahe einer Kreuzung und wollte bloß schnell ein paar Sachen auslagern. Aber dann stand da plötzlich ein großes Feuerwehrauto am Schwalbenring in Bötzow und kam nicht durch.
Geschehen ist das am Dienstagabend. Heikel war das jedoch nicht, denn es handelte sich um einen Test. Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr fuhren durch mehrere Wohngebiete in Oberkrämer, um zu sehen, ob Rettungsdienste durchkommen oder ob es Probleme gibt. „Das sind ideale Bedingungen für so einen Test“, sagte Dirk Eger vom Ordnungsamt. „Es ist dunkel, es schneit, es ist ein bisschen glatt. Die Leute sind zu Hause, die Autos stehen vor der Tür.“

Vier Wohngebiete in Bötzow, Marwitz und Vehlefanz steuerte der Konvoi an, unter ihnen ein 16 Tonnen schweres Tanklöschfahrzeug aus der Bötzower Feuerwache. Am Schwalbenring ging es um die Abstellfläche für die Drehleiter. Auf dem benachbarten Parkplatz standen drei Autos, die vierte Stellfläche war unbenutzt. „Ist der Parkplatz voll, könnte es eng werden“, so Dirk Eger. An der Kreuzung Rauchschwalbenweg/Am Schwalbennest kassiert ein Renault-Transporter ein Knöllchen. Das Auto steht sehr ungünstig, parken ist dort nicht vorgesehen. Das kostet dann wohl 25 Euro.

Der Tross bewegt sich weiter nach Marwitz. Im Wohngebiet „Am Siebgraben“ muss das schwere Feuerwehrauto an zwei parkenden Autos vorbei. Der Bötzower Ortswehrführer Patrick Thiede, der den Lkw steuert, muss Milimeterarbeit leisten. Der linke Seitenspiegel schrammt fast am Bretterzaun und der Hecke entlang.
Im Gefahrenfall, wenn sich die Feuerwehr vielleicht nicht ganz so vorsichtig vorantastet, könnte es an der Stelle Schäden geben. Gerade mal 2,85 Meter misst Revierpolizist Ralf Neumann an dieser Stelle. „Ein Skandal“, sagt Dirk Eger spontan, denn die Autos stehen dort keineswegs regelwidrig. Aber die Straße ist extrem eng bemessen, im Gefahrenfall könnte es für Rettungswagen eng werden.
„Mir müssen überlegen, was wir dort machen“, sagt Dirk Eger. Ein paar Zentimeter von der Hecke, im schlimmsten Fall müssten die beiden Parkplätze dort weichen. „Allerdings gibt es im Wohngebiet schon so wenig Flächen“, sagt der Mann vom Ordnungsamt.

Weiter geht es über die zur Schlaglochpiste verkommende Landesstraße ins Vehlefanzer Wohngebiet „Schäfergarten“. Im Wiesenweg versperrt ein Ford aus Berlin den Weg, Patrick Thiede muss scharf bremsen, ansonsten hätte sein linker Seitenspiegel Schaden an einer Laterne genommen. Aber davon abgesehen kommt er gut durch, ebenso im Wohngebiet „Am Kienluch“.
„Ich bin überrascht, dass es in Vehlefanz so problemlos voran ging“, sagte Patrick Thiede, der Fahrer des tanklöschzuges. „Im Sommer sieht das hier vermutlich anders aus.“ Dirk Eger sieht das ähnlich.

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RTZapper

Werbung: Sky Sport

Donnerstag, den 21. Februar 2013
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DI 19.02.2013 | 21.56 Uhr | ProSieben

Was für ein Timing! Lukas Podolski hatte ganz genau 40 Sekunden Zeit, um ein Tor zu schießen. Und machte es.
Nun wäre es ja völlig wurscht, wann der Fußballer während des Champions-League-Spiels das Tor für London macht. Schließlich überträgt Sky Sport das ganze Spiel im Pay-TV.

Aber am Dienstag war alles ein wenig anders. Denn viermal 40 Sekunden des Matches waren diesmal auch im Free-TV zu sehen. In einer noch nie dagewesenen PR-Aktion schaltete Sky Werbespots bei ProSieben, Sat.1, kabeleins und Sport 1. Die Werbespots bestanden aus Liveschaltungen in die laufende Fußballpartie. Jeweils genau 40 Sekunden lang.
Das Unglaubliche passierte dann bei ProSieben. Genau in der Werbepause von “The Big Bang Theory” schoss Poldi das Tor für London. Ein echter PR-Glücksfall für Sky.

Natürlich sind diese Live-Häppchen für Free-TV-Zuschauer keine Alternative zum Fußball im Ganzen. Niemand wird sich den ganzen Abend durch die Sender gezappt haben, um diese Liveschaltungen mitzuerleben. Ein interessantes Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen, ist diese Art von Werbung für Sky aber auf jeden Fall.

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RT im Kino

Der Hypnotiseur

Donnerstag, den 21. Februar 2013

Es ist ein furchtbares Verbrechen: Erst wird ein Sportlehrer in der Turnhalle einer Schule umgebracht. Wenig später sterben zu Hause seine Frau und seine Tochter. Die Polizei findet einen Jungen – er hat den Anschlag offenbar überlebt.
Aber er liegt im Koma. Erik Maria Bark (Mikael Persbrandt) wird von Kriminalkommissar Joona Linna (Tobias Zilliacus) zu diesem fall hinzugezogen: Er soll den Jungen verhören – unter Hypnose. Dabei kommt Schreckliches ans Licht.
Aber damit nicht genug: Eriks Sohn wird wenig später entführt – mitten in der Nacht, nachdem Eriks Frau betäubt wurde. Und offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen.

Dass die Schweden ganz gut darin sind, spannende Krimis zu produzieren, sehen wir sonntagabends im ZDF. In diese Reihe fügt sich “Der Hypnotiseur” sehr gut ein. Lasse Hallström wählt mitunter drastische Bilder. Wenn die Menschen anfangs mit dem Messer niedergestochen werden, ist das kein schöner Anblick.
Ein gewisses Maß an Spannung gibt es in diesem Thriller immer, dafür sorgen schon die verschiedenen Mord- und Entführungsfälle, aber auch des Hypnotiseurs kompliziertes Privatleben.
Dass am Ende aber einige wichtige Verständnisfragen übrig bleiben, warum Person X überhaupt so gehandelt haben könnte, wie er es getan hat, das schmälert das Gesamtergebnis aber dann doch.

Der Hypnotiseur
Schweden 2012, Regie: Lasse Hallström
Prokino, 122 Minuten, ab 16
7/10

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