Tagesarchiv für 13. Februar 2013

RTelenovela

Aschermittwoch – aber die Jecken bleiben jeck!

Mittwoch, den 13. Februar 2013
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Alles hat ein Ende, und nicht nur die Wurst hat zwei. Das gilt offenbar auch für den Fasching. Ein Blick auf den Kalender verrät: Heute ist Aschermittwoch, das Ende der närrischen Zeit. Eigentlich.

Aber in einigen Orten scheint noch immer keine Katerstimmung zu herrschen. Die Narren machen einfach weiter, als ob nichts gewesen wäre. Die Senioren in Eichstädt ignorierten den Aschermittwoch eiskalt und feierten heute ihren Fasching.
Am kommenden Wochenende geht es munter weiter, da sind die Nassenheider immer noch jeck, auch die Falkenthaler geben weiter Gastspiele. Die Fürstenberger Narren lassen es ebenfalls weiterkrachen. In Kremmen rufen sie nach Sessionsschluss auch noch „Helau!“, am Sonntag in der Musikantenscheune. Die Senioren in Vehlefanz haben auch noch nicht genug, und feiern am kommenden Dienstag ihren verspäteten Fasching.

Wer weiß, vielleicht wird der 11. 11. ja demnächst auch schon am 10. 10. gefeiert. Die Narren machen eben was sie wollen. Auch nach Aschermittwoch.

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aRTikel

Zum Ausruhen hat er keine Zeit

Mittwoch, den 13. Februar 2013
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Er war Amtsdirektor und Bürgermeister in Oberkrämer: Der Bärenklauer Helmut Jilg feiert heute seinen 70. Geburtstag

MAZ Oranienburg, 13.2.2013

Stillstand kam für ihn nicht infrage. Auch zu seinem Geburtstag nicht. Das bestellte Büfett für 50 Personen wird wohl nicht reichen.

BÄRENKLAU
Die 70 – das ist eine echte Messlatte. Helmut Jilg wird einen Moment lang nachdenklich. „Es wäre unehrlich, wenn ich sagen würde, dass ich das so einfach wegstecke.“ Heute feiert der Bärenklauer seinen runden Geburtstag. Allein sein wird er ganz sicher nicht, in der Region kennt ihn fast jeder. Er war Bürgermeister von Oberkrämer und ist auch heute noch extrem umtriebig. Das Büfett reicht für 50 Leute, und es kann nachbestellt werden, da hat er sich schon erkundigt. Was er sich wünscht? „Ich möchte gesund bleiben“, sagt er. „Ich möchte, dass alle meine Entscheidungen nachvollziehbar bleiben.“

Entscheidungen musste er in seinem Leben oft treffen, nicht selten waren es schwierige. Geboren am 13. Februar 1943 in Tschechien, musste er als Kind mit seiner Familie flüchten. „Not und Elend, da braucht mir keiner was zu erzählen“, sagt Helmut Jilg. „Die Zeit war nicht einfach.“
Über Dresden und Berlin kamen sie nach Bärenklau. „Das hat uns geprägt, oft sind wir hungrig ins Bett gegangen.“ Aus diesem Lebensabschnitt stammt auch einer seiner Leitsätze, der für ihn immer noch gilt: „Eh man was verlangt, muss man etwas geben.“ Er besuchte die Grundschule in Bärenklau, die Zentralschule in Vehlefanz, machte sein Abi in Hennigsdorf, studierte Regelungs- und Verfahrenstechnik in Dresden. Jilg arbeitete später im Stahlwerk, unterrichtete dort Azubis und übernahm zu Hause in Bärenklau eine Gärtnerei. „Wir haben das groß aufgezogen.“ Stillstand gab es bei ihm nicht. Dabei trennte er sich klar von der DDR-Politik ab, sagt er. „Aber dennoch: Die DDR hat mir gestattet zu studieren und zu arbeiten, dafür bin ich dankbar.“ Bequeme Wege seien nicht sein Ding gewesen, so sieht er sein Leben bis heute.

Nach der Wende gab er die Gärtnerei auf, er hat keine Chance gesehen, sich gegen die neue Konkurrenz durchzusetzen. Er ging in die Politik. „Ich wollte eine gesellschaftliche Tätigkeit ausüben.“ Mit ihm gründete sich nach der Wende der Bärenklauer CDU-Ortsverein. „Wir haben aus dem Dorf etwas gemacht“, sagt er. Als 1992 das Amt Oberkrämer gegründet wurde, mischte er ganz oben mit. Natürlich gab es da auch viel Zoff. „Mein Motto war: nicht anweisen, sondern erklären“, so Helmut Jilg. „Wichtig ist es, auch mal eine Meinung korrigieren zu können, zu sagen, ich habe einen Fehler gemacht.“

Peter Matschke, der seit 1993 in Oberkrämer arbeitet, lobt Jilgs menschliche Nähe. „Wir haben Höhen und Tiefen zusammen erlebt“, sagte Matschke gestern. Mit einer ganzen Delegation will er heute gratulieren kommen.

Jilg gibt zu: Er wäre auch heute noch gern Bürgermeister in Oberkrämer. Aus der CDU ist er aber 2008 ausgetreten. „Ich habe meine christlich-konservativen Überzeugungen nicht verloren“, sagt er. „Aber meine Erwartungen in die CDU haben sich nicht mehr erfüllt.“ Einige Beschlüsse habe er als egoistisch empfunden. „Ich musste gegen meine eigene Fraktion antreten“, erinnert er sich. „Aber ich wollte den Interessen der Menschen folgen.“ Er gründete die BfO, die „Bürger für Oberkrämer“. Zu seinen Mitstreitern zählen Albrecht Seeburg, Peter Leys und Erika Kaatsch. „Die Bürger brauchen Ansprechpartner.“ Es sind politische Weggefährten, denen Jilg heute, zu seinem 70. Geburtstag, sehr dankbar ist – ebenso wie seiner Familie.

Langsam, ganz langsam, denkt Helmut Jilg ans Älterwerden. „Ich gönne mir inzwischen sonntagnachmittags ein Päuschen“, erzählt er und lächelt. Er ist immer unterwegs. Erst um 10 Uhr aufstehen, das kommt nicht infrage. Aber er merkt, dass die Kondition schon ein wenig nachlässt. Loslassen? Nur ungern. „Aber das würde ich jetzt nicht negativ sehen“, so Jilg. „Ich bin eben kein Hausmann, ich möchte unter Menschen sein, geistig gefordert werden.“ Ab und zu ein Urlaub in Südtirol ist aber schon mal drin. Oder nach Berlin – ins Theater.

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ORA aktuell

Oranienburger protestieren gegen geplantes Asphaltwerk

Mittwoch, den 13. Februar 2013
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Ein geplantes Asphaltmischwerk an der Flugpionierstraße in Oranienburg stößt auf Widerstand in der Stadt. Das berichtet die Märkische Allgemeine.
Das Projekt ist im Bauausschuss schon vor längerer Zeit abgelehnt worden, das Landesumweltamt will die Anlage aber nun offenbar trotzdem genehmigen.

Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) zeigte sich am Montagabend im Hauptausschuss irritiert. Man wolle rechtlich gegen die Entscheidung vorgehen.
In einer Pressemitteilung kritisierten Heiner Klemp (Grüne) und Dirk Blettermann (SPD), dass das Land Brandenburg die kommunale Selbstverwaltung Oranienburgs aushebele.

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