Tagesarchiv für 9. Februar 2013

RT im Kino

Kokowääh 2

Samstag, den 9. Februar 2013

1 -> 7.2.2011

Til Schweiger schneidet seine Filme ja gerne mal selbst. Bei “Kokowääh 2” muss aber einiges schiefgelaufen sein. Selten einen Film gesehen, der dermaßen verschnitten worden ist. Es gibt in einigen Dialogsequenzen Momente, in denen pro Sekunden zwei bis drei Schnitte erfolgen. Das ist mehr als anstrengend. Und unnötig.

Es gibt wieder mal Chaos in der kleinen Patchworkfamile rund um Henry (Til Schweiger). Während der versucht, Mathias Schweighöfer (speilt sich selbst) für einen Film zu gewinnen, vergisst er zu Hause den Geburtstag seiner Tochter Magdalena (Emma Schweiger). Seine Freundin Katharina (Jasmin Gerat) ist genervt und zieht aus. Dafür zieht Madgalenas Ziehvater Tristan (Samuel Finzi) ein. Klar, dass das zu einem neuen Chaos führt.

Irgendwie haut “Kokowääh 2” hinten und vorne nicht hin. Das liegt zum einen an den teilweise durchweg unsympathischen Figuren. Henry ist ein egoistischer Macho, lässt sein Baby vom Wickeltisch fallen und will das lieber vertuschen, als sich wirklich drum zu kümmern. Katharina haut lieber ab, lässt ihr Baby im Chaos und kümmert sich lieber um ihr Buch. Sie blöken sich auch gern mal in Anwesenheit des Babys an. Die kleine Magdalena scheint sich ebenfalls zu einem arroganten kleinen Mädchen zu entwickeln – aber immerhin ist die Geschichte um das Liebeswerben ihre Schulfreundes die einzig sympathische, nette. Mathias Schweighöfer spielt sich selbst zwar herrlich überdreht, aber irgendwie wirkt diese Albernheit dann doch wieder bekloppt. Eine Spur zu viel.
Dazu die übliche Musiksoße über so ziemlich jedem Dialog, über jede Szene. Weniger ist manchmal mehr.
Und dann diese Schnitte. Da vergeht einem Hören und Sehen. In Schweigers Film gibt es bei Dialogen nicht nur Schnitt und Gegenschnitt. In Dialogen gibt’s dann noch Zwischenschnitte und Zwischenzwischenschnitte. Mitunter sind Einstellungen nur einen Wimpernschlag lang zu sehen – als Zuschauer ist man damit überfordert, es macht einen nervös. Man hat oft gar nicht die Gelegenheit, sich Details anzusehen. Es ist einfach keine Zeit dafür.
Dafür habe für seltsame überflüssige Szenen, mit hirnlosen Gags. Aber so kommt der Film wenigstens über die Zwei-Stunden-Marke und kann mehr Eintrittsgeld verlangen.
Nett-kitschig ist dann wenigstens das Ende geworden, so dass man am Ende zwar das Gefühl hat, Zeit verplempert zu haben, aber wenigstens gut rausgeschmissen worden zu sein.

Kokowääh 2
Deutschland 2012, Regie: Til Schweiger
Warner, 122 Minuten, ab 6
3/10

Hits: 107

RTelenovela

Traumtagebuch (103): Der Fremde an der Tür

Samstag, den 9. Februar 2013
Tags:

(102) -> 19.1.2013

In einem Altbau. Irgendjemand ist an der Wohnungstür, aber dieser jemand klingelt oder klopft nicht.
Ich haue gegen die Tür, ich will den Jemand vertreiben. Ich mache das Flurlicht an und aus. Dann sehe ich durch den Türspoion. Dort steht ein Mann.
Ich öffne die Tür, eigentlich will ich ihn vertreiben, aber er stürmt an mir vorbei. Auf dem Flur steht auf einem kleinen Tischchen eine Vase mit Blumen drin. Ich nehme die Blumen raus, feuere sie auf den Boden. Ebenso die Vase. Ich will auf mich aufmerksam machen.

Dann kommt der Mann wieder raus, wortlos läuft er weg. Er hat offenbar auch nichts dabei. Als er unten ist, ruft er: “Es riecht nach Gas!”
Ich renne in die Küche (es ist die kleine Küche meiner Oma). Tatsächlich: es zischt. Aber es ist nur der Herd, der eingeschaltet ist und der Wasserhahn.
Ich überlege, die Polizei zu rufen, aber was soll ich denen denn sagen?

Ende.

Hits: 46