Tagesarchiv für 8. Februar 2013

aRTikel

Prinz Tino und Prinzessin Jennifer regieren Kremmen

Freitag, den 8. Februar 2013
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Das Prinzenpaar lässt sich am Wochenende beim Karneval feiern

MAZ Oranienburg, 8.2.2013

Noch bis zum Aschermittwoch sind der 31-jährige Vehle- fanzer und die 25-jäh- rige Kremmenerin in Amt und Würden.

KREMMEN
Wer wissen möchte, wo sich eigentlich der Schlüssel zum Kremmener Rathaus befindet, der kann ja mal bei Jennifer Prahl und Tino Zimmermann nachfragen. Die 25-Jährige aus Kremmen und der 31-jährige Vehlefanzer sind in diesem Jahr das Prinzenpaar des Karneval Club Kremmen „Rot-Weiß“ (KCK), und als solche sind sie bis Aschermittwoch im Besitz des Rathausschlüssels, der ihnen am 11. 11. des vergangenen Jahres beim Sessionauftakt übergeben wurde – natürlich nur symbolisch.

„Es ist immer sehr schwierig, ein Paar zu finden, das mitmacht“, erzählt Vereinspräsident Reiko Meißner. „Jennifer hat schon mal ausgeholfen, da haben wir sie noch mal gefragt.“ Tino Zimmermann sagte im vergangenen November in letzter Minute zu. Er arbeitet in der Gärtnerei der Prahls in Amalienfelde. Er und Jennifer kennen sich deshalb auch schon länger. Die beiden repräsentieren nun den Verein, sie sind die Oberhäupter im Kremmener Karneval.
Jennifer Prahl war bereits Erntekönigin und sitzt im Komitee des Erntefestes. „Es ist schön, wenn man was für seine Stadt tun kann“, sagt sie. In Bergfelde leitet sie die öffentliche Schulbibliothek, außerdem spielt sie Handball beim SV Eichstädt. Nach einem Kreuzbandriss war die Saison dort allerdings schnell erledigt. Sie lacht: „Deshalb lasse ich mich jetzt als Prinzessin durch die Gegend tragen.“

Tino Zimmermann nimmt das gelassen hin. Er ist Verkäufer und Gärtner in Amalienfelde. „Der Job macht mir Spaß“, sagt er. Er musste ein bisschen überlegen, ob er den Prinzenjob wirklich machen möchte. Immerhin ist er – und eigentlich darf man das an dieser Stelle ja nicht wirklich sagen – vergeben und hat eine Tochter.
Morgen wird das Prinzenpaar die beiden Karnevalsveranstaltungen in der Kremmener Stadtparkhalle begleiten, am Sonntag sind sie in Schmachtenhagen auf dem Bauernmarkt. „Das Schönste bisher war die Autofahrt am 11. 11.“, erzählt Jennifer Prahl. „Die Leute winken, und alle gucken.“ Tino Zimmermann wurde danach oft in der Gärtnerei angesprochen. Die beiden amtieren bis zum Aschermittwoch. Zur 50. Session gibt es bereits Nachfolger. Genaueres will Präsident Reiko Meißner aber noch nicht verraten.

www.karneval-kremmen.de

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RTZapper

Milk: Free-TV-Premiere

Freitag, den 8. Februar 2013
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MI 06.02.2013 | 20.15 Uhr | sixx

Es scheint, dass die Fernsehmacher manchmal nicht genau wissen, was sie mit dem anfangen sollen, was sie so in ihrem Archiv rumzuliegen haben. So muss es auch mit dem US-Drama “Milk” gewesen sein, dem Porträt über den Kämpfer für Schwulenrechte, Harvey Milk, dargestellt von Sean Penn, der dafür immerhin den Oscar bekam.

Die Free-TV-Premiere von “Milk” ließ länger auf sich warten als gewöhnlich. Der Film lief bereits vor vier Jahren in den deutschen Kinos, und normalerweise brauchen Filme heutzutage nur noch gut zweieinhalb Jahre, bis sie im freiempfangbaren Fernsehen laufen. Doch bei ProSiebenSat.1 wird man nicht so richtig gewusst haben, wo man ihn hinstecken soll.
Und so lief “Milk” in Konkurrenz zum Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Frankreich auf dem kleinen Spartenkanal sixx, dem Sender für Frauen.
Der einzige Vorteil dort ist höchstens, dass es sehr viel weniger Werbung gibt als bei den großen Sendern, aber diese Premiere vor Mini-Publikum hat dieses Drama nun wirklich nicht verdient.

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RTelenovela

Ohne Hirn und Verstand

Freitag, den 8. Februar 2013
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Kommt ein Witz zum Arzt. Sagt der Arzt: Mein Gott, sehen Sie aber alt aus! Sie machen es aber nicht mehr lange!
So muss das dem Witz ergehen, der folgermaßen lautet: Was bedeutet das Autokennzeichen OHV? Antwort: Ohne Hirn und Verstand.
Der Gag ist alt und hat soo ‘nen Bart. Aber es gibt immer noch Leute, die denken, sie erzählen was Neues und schütten sich darüber aus. Na, wenn’s ihnen Spaß macht.

Wir hätten nun alle das OHV von unseren Autokennzeichen verbannen können. Als der damalige Kreis Oranienburg 1990 die neuen Westkennzeichen bekam, fuhren wir unter der OR-Flagge. OR wie Oranienburg. 1993 jedoch schloss sich Oranienburg mit Gransee (GRS) zusammen, es endstand der Kreis Oberhavel – OHV.
Es waren also gerade mal drei Jahre, in denen das OR-Kennzeichen rausgegeben wurde. Theoretisch ist es nun möglich, die alten Dinger wiederzubekommen, entsprechende Regeln sind geschaffen worden, aber in OHV soll es keinen Bedarf gegeben haben, zumindest meldete ihn die Kreisverwaltung in Potsdam nicht an.

Ich will OR auch nicht wiederhaben. In den vergangenen 20 Jahren ist das Kürzel OHV eine Marke geworden, was für Autokennzeichen relativ selten ist. OHV ist aber nicht nur ein Kennzeichen, das Kürzel hat sich in den regionalen Sprachgebrauch eingebürgert. Wir wissen, was wir mit OHV meinen (nein, nicht: ohne Hirn und Verstand, auch wenn es solche Leute gibt).
OHV ist Oranienburg genauso wie Hennigsdorf, Velten, Hohen Neuendorf, Gransee oder Zehdenick. OR ist nur Oranienburg, eine Stadt in Oberhavel. Irgendwie passt das heute nicht mehr. Es ist eine Nostalgie, mit der ich ziemlich wenig anfangen kann.
Oder will jemand das P oder das D zurück? – unsere Anfangsbuchstaben auf den DDR-Kennzeichen für den Bezirk Potsdam.

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