Tagesarchiv für 24. Januar 2013

aRTikel

Niemals satt: Zwei Wochen nur Salat

Donnerstag, den 24. Januar 2013
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Fabian Lindemann (19) macht seine persönliche Dschungelprüfung

MAZ Oranienburg, 24.1.2013

Der Schildower isst so lange nur Salat, wie die RTL-Stars im Dschungel auch bloß Reis und Bohnen bekommen.

SCHILDOW
Salat nervt. Fabian Lindemann isst nun seit zwölf Tagen Salat. Und wirklich fast nur Salat. Vielleicht am Morgen mal eine trockene Reiswaffel, aber mehr nicht. So macht der 19-Jährige aus Schildow das nun schon 14 Tage lang. Es ist seine persönliche Dschungelprüfung.
Als am 11. Januar elf mehr oder weniger bekannte Promis in den australischen RTL-Dschungel eingezogen sind und fast nur noch Reis und Bohnen bekamen, stellte auch Fabian seine Ernährung um. Er will genauso lange durchhalten wie die Stars im Dschungel. „Ich mische mir den Salat ein bisschen“, erzählt er. „Mais, ein bisschen Thunfisch, Tomaten.“ Selbst bei McDonald’s verzichtete er auf den Big Tasty und nahm stattdessen den Gartensalat.
„Das Schlimme ist: Man wird nicht satt“, sagt Fabi. „Ich könnte den ganzen Tag essen.“ Mahlzeiten gibt’s aber nur zweimal am Tag. „Und es sind nicht sehr große Portionen.“ Lust, die Blätter zu schnippeln, hat er schon lange nicht mehr. Aber andererseits: Es sind nun die Kleinigkeiten, die schon für Freude sorgen. Ein paar Nudeln mit Knoblauch – das wäre jetzt was Feines. Da kann er die Dschungelbewohner schon gut verstehen, wenn sie sich über eine Prise Kräuter freuen, als wenn es eine Kiste Gold wäre.
Am Anfang haben seine Eltern noch mitgezogen. Aber das ist vorbei. Gestern Vormittag stand ein reichhaltiges Frühstück auf dem Tisch der Lindemanns. Freunde versuchen, ihn manchmal zu überreden, doch etwas anderes zu essen.
Fabian macht das Ganze nicht aus Solidarität mit den Camp-Bewohnern. „Es ist ein Do-it-yourself-Projekt“, sagt er. „Ich mache das aus Spaß, und außerdem nutze ich das, um nach Weihnachten ein bisschen abzunehmen.“ Im vergangenen Jahr hat er schon mal eine Dschungelprüfung abgelegt: 15 Tage nur Reis und Bohnen. „Ich habe drei bis vier Kilo abgenommen.“ Wenn er mit Freunden ausgeht und sie was essen, dann guckt er einfach weg. „Für mich geht’s“, sagt er. Wenn er am Sonnabend wieder was „Richtiges“ essen darf, dann will seine Mutter ihm was zaubern, so habe sie ihm das jedenfalls versprochen, erzählt der Schildower.

Die 7. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ verfolgt Fabian Lindemann jeden Tag. „Ist wieder geil“, sagt er und grinst. „Aber es ist nicht die beste Staffel“, schiebt er hinterher. Als Sarah Knappik (besser bekannt als „Sarah Dingens“) 2011 im Camp war, hatte er den meisten Spaß.
Lange Zeit war der 19-Jährige Fan von Olivia Jones. „Aber mittlerweile nervt sie“, sagt er. Mit den nicht aufhörenden Lästereien des Travestiestars kann er nur wenig anfangen. „Mein Favorit ist Joey.“ Der ehemalige „DSDS“-Kandidat sei am natürlichsten. „Ich glaube, er gewinnt.“ Olivia Jones und das Model Fiona Erdmann sieht er in den Top 3. Auch die Schauspielerin Claudelle Deckert findet Fabi „cool“. Sie sei jedoch nicht tough genug.

Fabian ist nicht nur Fan des Dschungelcamps. Ein Teil seines Zimmers ist weiß-blau. Zu jedem Heimspiel von Hertha BSC fährt er in die Ostkurve des Berliner Olympiastadions. „Heimspiele sind Pflicht“, sagt er.
2012 machte er sein Abi am Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasium. Bis vor kurzem arbeitete er als Praktikant beim Radiosender 104.6 RTL. Auch mit Moderationen kennt er sich aus. Zweimal im Jahr führt er durch die Show „Schlag den Paul“ in Hohen Neuendorf. Aber eigentlich will er studieren und Lehrer werden: Deutsch und Politik.

Zwei Tage muss er noch durchhalten. Salat – noch bis Sonnabend. Die Schüssel steht schon in der Küche. Immerhin sind’s keine Schafshoden oder Kamelpenisse, wie Fiona Erdmann sie neulich vorgesetzt bekommen hat. Da ist Salat doch was Leckeres, auch nach 14 Tagen.

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RTZapper

Der Feind in meinem Leben

Donnerstag, den 24. Januar 2013
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MI 23.01.2013 | 20.15 Uhr | Sat.1

Katarina Witt hat’s nicht einfach, sie wird von einem Stalker verfolgt, und in der Sat.1-Primetime darf sie in die Kamera stammeln, wie schlimm das ist.
Das allerdings ist keine Spezialfolge vom Dokusondermüll “Pures Leben” oder “Schicksale”, sondern ein, ähm, richtiger Film.

Es ist bislang nie eine gute Idee gewesen, wenn sich nichtschauspielernde Promis im Film selbst spielen. Da aber Sat.1 schon lange für nicht gute Ideen bekannt ist, hat man es gewagt. In “Der Feind in meinem Leben” spielt Katarina Witt Katarina Witt.
Funktioniert – man hätte es ahnen können – natürlich nicht.

Das kann man ihr nicht übel nehmen, aber Katarina Witt ist keine Schauspielerin. Und das merkt man. Sie spult ihre Texte wie ein Roboter ab, dessen Batterien auf dem letzten Loch pfeifen. Sie betont Sätze kaum oder falsch, es ist zum Haareraufen.
Sat.1 hat ihr trotzdem einen Primetimefilm geschenkt – und ihn am Mittwochabend sogar gesendet. Ob die Zuschauer Schadensersatz für den ruinierten Fernsehabend verlangen können, ist derzeit noch unbekannt. Aber andererseits: Das war ein Flop, den man hätte erahnen können.

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RTelenovela

Frag Google (5): Beziehungsbeender Goethe im Stimmbruch

Donnerstag, den 24. Januar 2013
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(4) -> 18.10.2012

Ich habe weitergesammelt. Wieder gibt es zehn neue, wunderliche Sucheingaben bei Google, die aus irgendwelchen Gründen auf meine Seite führten.

1. “kinder mit doofen namen”
Hm, da gibt es einige. Aber besser ich nenne hier keine, könnte zu Missstimmungen führen…

2. “jango edwards tod”
Da war ich ein wenig erschrocken. Kurz vor dieser Google-Suche war ich bei einem Auftritt des Clowns Jango Edwards in Kremmen. Und meist passieren solche Suchen, wenn tatsächlich jemand gestorben ist. Das Perfide: Es gibt tatsächlich eine Art Kondolenzseite, auf der der Tod von Edwards vermeldet wird. Allerdings liegt der Todestag in der Zukunft, aber da muss man auch erst mal genauer hingucken.

3. “braucht man Abitur für eine schauspielkarriere”
Abi ist immer gut, wobei es auch doofe Schauspieler gibt.

4. “domian im arsch stecken geblieben”
Ähm…

5. “georg christoph biller schlaganfall”
Biller ist der Leiter des Leipziger Thomanerchores, und diese Suche taucht immer wieder auf. Tatsächlich meldete sich Biller vor einiger Zeit kurzzeitig krank. Unklar ist, warum.

6. “der beziehungsbeender”
Besser bekannt als: “Schlussmacher”. Aber war ein Versuch wert.

7. “r. teeßler”
Nicht ganz, aber danke.

8. “rosins restaurants von christian rach abgekupfert?”
Das würde Rosin ganz sicher abstreiten. Rosin macht was ganz anderes als Rach. Und Rach ist sowieso der beste.

9. “wieso ist tv total so langweilig geworden”
Gute Frage. Sehr, sehr gute Frage.

10. “wann hat goethe seinen stimmbruch”
Ist das wirklich wichtig?

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aRTikel

Nachgemessen: Licht in Groß-Ziethen ist zu dunkel

Donnerstag, den 24. Januar 2013
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Fehlersuche hat begonnen / Einwohner beschweren sich über schlechte Straße

MAZ Oranienburg, 23.1.2013

Die Hartnäckigkeit der Bewohner zahlte sich aus: Am Montag wurde die Helligkeit des Lichts nachgemessen.

GROSS-ZIETHEN
Die Bewohner von Groß-Ziethen haben sich nicht getäuscht. Die neu aufgestellten Laternen an der Alten Dorfstraße spenden zu wenig Licht. Das ist das Ergebnis einer Messung vom Montag. Die Ergebnisse stellten Planer Udo Schulz und Kremmens Bauamtsleiterin Birgit Neumann-Hannebauer am Abend desselben Tages im Ortsbeirat vor.
„Die errechneten Beleuchtungswerte weichen erheblich von den eigentlich geplanten Werten ab“, sagte Schulz. So müsste in der Mitte zwischen zwei Laternen ein Wert von 0,7 Lux erreicht werden – der tatsächliche liegt nicht mal bei 0,1 Lux, und da sorgte der Schnee sogar noch für zusätzliche Helligkeit.
„Asche auf mein Haupt“, sagte Udo Schulz zu den knapp 20 Einwohnern, die zum Groß-Ziethener Ortsbeirat gekommen waren. „Wir hätten Ihrem Einwand früher folgen sollen und nachmessen müssen“, gab er zu.

Völlig unklar ist, wie es zu dieser Situation kommen konnte. „Das Produkt, das ausgeschrieben war, haben wir auch bekommen“, sagte Schulz gestern auf MAZ-Nachfrage. „Aber dieses Produkt liefert nicht die Helligkeit, die es eigentlich bringen müsste.“ Der Einwand der Bewohner sei berechtigt gewesen, so Schulz. Nun beginne die Fehlersuche, so lange seien Schuldzuweisungen absolut nicht möglich. Zunächst laufe eine Reklamation bei der Firma, die die Leuchten hergestellt hat. „Ich hoffe, das dauert nicht monatelang“, so Schulz gestern. Birgit Neumann-Hannebauer versprach den Groß-Ziethenern, dass es so bald wie möglich neue Informationen gibt. „Wir ändern, was zu ändern ist“, sagte sie am Montagabend. „Wir können dann auch noch mal über alle Wünsche reden.“

Die Bewohner des Dorfes sind nämlich nicht nur mit der zu geringen Helligkeit der 21 Laternen unzufrieden. Auch einige der Standorte seien unglücklich gewählt. Eine Laterne beleuchte einen Baum, eine andere stünde zu weit weg vom Geschehen, an der Bushaltestelle fehle auch noch eine gute Beleuchtung.

Außerdem entschieden sich die Groß-Ziethener dafür, die Planung für den Bau des Rad- und Fußweges an der Alten Dorfstraße schneller voranzutreiben. Dafür soll der am Hamburger Weg später kommen. Extrem unzufrieden sind die Anwohner über den sehr schlechten Zustand der Alten Dorfstraße. Ortsbeiratsmitglied Alexandra Wünsch regte die Gründung einer Bürgerinitiative an.

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