Tagesarchiv für 17. Januar 2013

aRTikel

Allein unter Rhinstrolchen

Donnerstag, den 17. Januar 2013
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Christian Streeck (25) ist der einzige Mann im Kremmener Hort

MAZ Oranienburg, 17.1.2013

Ist Erzieher immer noch ein Frauenberuf? Der Oranienburger verneint, in der Ausbildungsklasse waren sieben Männer.

KREMMEN
Stille. Für einen letzten Augenblick ist es ganz ruhig im Raum des Hortes der Kremmener „Rhinstrolche“. „Aber gleich geht es los“, sagt Christian Streeck. Der 25-Jährige arbeitet seit einem halben Jahr als Erzieher in Kremmen. Ein Mann im Frauenberuf? Christian schüttelt den Kopf. „Das hat sich schon geändert“, sagt er. „In meiner Ausbildungsklasse waren sieben Männer.“

Die Stille endet nur eine Minute danach. Lauter kleine Kinder stürmen in den Flur und quasseln wild durcheinander. 91 sind es, die derzeit den Hort besuchen. Einige Mädchen und Jungen rennen gleich auf Christian Streeck zu. Er wird umringt.

„Vorbehalte habe ich nicht gespürt“, erzählt der Oranienburger. „Ich wurde hier herzlich empfangen.“ Seine Chefin, Hortleiterin Martina Tröger, sieht das auch so. „Am ersten Tag war er nach einer halben Stunde umringt von Kindern“, erzählt sie. Da sei klar gewesen, dass das funktioniert.

Eigentlich hatte Christian Streeck einen ganz anderen Beruf. Er schloss die 10. Klasse an der Oranienburger Torhorst-Gesamtschule ab, war dann Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Während seines Zivildienstes arbeitete er in einer Kindertagesgruppe in Oranienburg. „Ich habe gemerkt, dass mir die Arbeit mit Kindern Spaß macht.“
Er begann danach eine Ausbildung in Neuruppin. „Man lernt dort den Umgang mit auffälligen Kindern, Krankheiten zu erkennen, Pläne zu schreiben oder Elternabende zu planen.“ Nach seinem Abschluss war Christian in einer sehr komfortablen Situation. Er bekam sechs Zusagen, konnte sich seinen Job aussuchen. Er entschied sich für den Hort an der Goetheschule in Kremmen. „Wir sind hier sehr gut ausgestattet“, sagt er.

Sechs bis sieben Stunden pro Tag ist er im Hort, in der Regel hat er eine 30-Stunden-Woche. „Das könnte natürlich mehr sein, aber als Einsteiger ist das völlig okay.“ Er fühlte sich schnell wohl. „Die Kinder sind eigentlich jeden Tag lustig“, erzählt er. „Schon alleine wie sie sprechen, sich untereinander verhalten. Heute sind sie beste Freunde, morgen können sie sich nicht ausstehen, und übermorgen ist wieder alles in Ordnung. Das ist schön, zu beobachten.“ Am Anfang haben die Kleinen noch Christians Grenzen ausgetestet. „Da machten sie noch mehr Unfug, sie haben ausgenutzt, dass ich noch nicht alle Regeln kannte.“ Er schätzt sich selbst als nicht sehr streng ein. „Ich habe ja als Kind auch viel Mist gebaut.“ Heute werde zu viel verboten, findet er. „Aber natürlich müssen sie auf mich hören, ansonsten wäre ich keine Autorität.“

Ruhe muss aber auch mal sein. „Wenn ich nach Hause fahre, dann brauche ich erst mal schon meine Ruhe“, sagt Christian. Der wirkliche ruhige Ausgleich ist für ihn das Angeln, sein großes Hobby. Mit Freunden angelt er in Oranienburg, am Grabowsee, in Liebenwalde oder in Ribbeck. „Das kann dann gern mal acht bis zehn Stunden dauern.“
Sein Traum ist es, Haus und Hof zu besitzen. „Beruflich bin ich schon da, wo ich sein will“, sagt Christian Streeck. „Momentan kann ich mir noch nicht vorstellen, Hortleiter zu sein.“ Vielleicht in zehn Jahren, aber bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit.

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RTZapper

Operation Zucker

Donnerstag, den 17. Januar 2013
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MI 16.01.2013 | 0.25 Uhr (Do.) | Das Erste

Ich fühle mich so hoffnungsvoll und möchte ein Kerzlein anzünden. Vielleicht schreibe ich den Jugendschützern von der FSK einen Dankesbrief. Denn sie haben etwas ganz Rührendes getan. Die Leute von der FSK kämpfen erfolgreich gegen die Hoffnungslosigkeit auf dieser Welt. Es muss Freude herrschen, ein Aufatmen, dass es am Ende doch immer wieder alles gut wird.

Die ARD musste am Mittwochabend eine gekürzte, verstümmelte, veränderte Version des Dramas “Operation Zucker” ausgestrahlen. Der Film handelte von Kinderhändlern und davon, wie einige engagierte Beamte den Händlerring, an dem auch hochrangige Leute beteiligt waren, sprengen wollten. In Ansätzen scheint das auch zu gelingen, die zehnjährige Fee scheint sicher zu sein.
In der Ausstrahlung um 20.15 Uhr wird der Film von einer Schrifttafel unterbrochen. Aus FSK-Gründen könne die Geschichte von Fee nicht zu Ende erzählt werden. Die Originalversion lief nur in der Mediathek und um 0.25 Uhr im Ersten. Darin wird die kleine Fee erneut entführt, die Ermittlerin verprügelt. Alles wieder offen.

Die FSK stufte “Operation Zucker” ab 16 Jahren ein. Das Ende sei zu hoffnungslos, deshalb könne man das unter 16-Jährigen nicht zumuten.
Das ist nichts anderes als ein Skandal. Die Entscheidung von der FSK ist bekloppt. Bei RTL II düfen sich die Assis auch vorn Kindern anblöken, aber in der ARD sind keine Filme mit “hoffnungslosem Ende” erlaubt? Wo leben wir denn eigentlich?
Das Ende ist schockierend, ja. Es geht an die Nieren. Man muss darüber reden. Aber dass es die ARD zulässt, dass der Film durch den Drei-Minuten-Schnitt verstümmelt und vor allem verändert wird, das ist mutlos, das ist feige. Primetime-Zuschauer haben einen anderen Film gesehen als Nachtzuschauer, und das hätte man bei der ARD nicht zulassen dürfen.

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ORA aktuell

Zweiter Oranienburger Rewe-Markt schließt

Donnerstag, den 17. Januar 2013
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Am 30. Januar schließt der Rewe-Supermarkt in der Melanchthonstraße/Ecke Berliner Straße in Oranienburg. Das berichtet der Nachrichtendienst “Die Mark Online” am Mittwoch.
Wie Inhaber Andreas Lück sagt, wird er den Mietvertrag nach rund 15 Jahren nicht verlängern.
Nach dem Rewe-Markt im Südcenter ist es der zweite Laden der Kette, die in Oranienburg dichtmacht. Dann gibt es Rewe nur noch in der Lehnitzstraße.

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RTelenovela

Vodafone will nur mein Bestes

Donnerstag, den 17. Januar 2013
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Vodafone nervt! Nur einen Monat, nachdem die mir einen neuen Tarif aufgeschwatzt haben, ruft die Trulla aus dem Callcenter schon wieder an.
Diesmal: Superflat, alle Netze, SMS undundund, nur 69 Euro! Ich: WIE VIEL? Sie: 69 Euro! Ich: Schönen Tag noch! Klick.

Bis zum nächsten Mal. Vielleicht sollte ich dann wirklich mal die Gelegenheit ergreifen und kündigen.

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