Tagesarchiv für 16. Januar 2013

RTelenovela

Gib Gummi!

Mittwoch, den 16. Januar 2013
Tags: , ,

Wenn es im Auto plötzlich nach Gummi riecht, ist was faul. Sind’s die Reifen? Ist was am Motor? Brennt’s draußen?
Blöd nur, wenn es draußen dunkel ist, und man erst mal nichts sieht.
Des Rätsels Lösung ließ aber nicht lange auf sich warten. Vor uns, auf der A111 zwischen Stolpe und Hennigsdorf, fuhr ein Sattelschlepper, und der müffelte ordentlich nach Gummi. Nicht nur das: Er dampfte oder qualmte. Unter dem Laster lag heller Rauch. Vermutlich wird seine Reise recht schnell ein Ende gehabt haben, aber ich will mal hoffen, dass die Geschichte gut ausging.

Aber offenbar nehmen es Lkw-Fahrer mit ihren Reifen nicht so genau. Erst am Sonntagvormittag wurde auf der A10 zwischen Oberkrämer und dem Dreieck Havelland ein Sattelschlepper gestoppt. Bei dem voll beladenen Anhänger fehlte einer von sechs Reifen. Reifenwechsel? Der war nicht geplant, schließlich musste der Fahrer doch die Schweden-Fähre noch erreichen. Dafür muss man doch Verständnis haben.
Ich glaub’, es hackt!

Hits: 45

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Gerüchte… Gerüchte…

Mittwoch, den 16. Januar 2013
Tags: ,

DI 15.01.2013 | Berlin, Theater am Kurfürstendamm

Maria Furtwängler hat ihren “Tatort” verlassen. Sie zieht es auf die Bühne. Im “Theater am Kurfürstendamm” in Berlin steht sie im Boulevardstück “Gerüchte… Gerüchte…” auf der Bühne. In ihrem Theaterdebüt kann sie jedoch nicht wirklich überzeugen.
Aber das liegt auch vermutlich am Stück.

Eine Party zum 10. Hochzeitstag verläuft chaotisch. Der Ehemann schießt sich ins Ohr, die Frau ist spurlos verschwunden, ebenso das Personal.
Nach und nach treffen die Gäste ein. Chris (Furtwängler) und ihr Mann Ken sind die ersten, die dort eintreffen. Vor den weiteren Gästen versuchen sie ein Vertuschungsmanöver, denn ein Skandal ist das letzte, was sie wollen.

Insbesondere in der ersten Hälfte ist “Gerüchte… Gerüchte…” ein bestürzend schlechtes Stück Theater. Die Geschichte ist haarsträubend dämlich, die Dialoge hölzern, die Witzchen sehr lau. Von den Schauspielern – auch von Furtwängler und “Doctor’s Diary”-Star Pasquale Aleardi – werden sie mitunter einfach runtergesprochen. Ohne Timing, mit falscher Betonung, irgendwie lieblos runtergerasselt. Es scheint, dass es nur darum geht, LAUT sprechen, an Betonung hat offenbar niemand gedacht, stattdessen erlebt man oft nur hysterisches Getue. Das sieht man im Schülertheater oftmals besser.
Erst in der zweiten Hälfte, die auch deutlich weniger doof-klamaukig ist, wirkt das alles besser, wie aus einem Guss. Die Schauspieler harmonieren mehr, die Szenen wirken wahrhaftiger.

Dass es in dem Stück eigentlich nicht mal um Gerüchte geht, sondern um Täuschungsmanöver sei mal dahingestellt. Sehenswert ist diese Farce leider nicht. Jedenfalls nicht für das Geld, das sie kostet. Der Applaus war dementsprechend am Ende höflich, mehr nicht. Mehr als ein Vorhang war nicht drin.

Hits: 48