Tagesarchiv für 13. Januar 2013

RTZapper

Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!: Ta, Dickie!

Sonntag, den 13. Januar 2013
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FR 11.01.2013 | 21.15 Uhr | RTL

Aus den Augen, aus dem Sinn. Nach dem Tod von Dirk Bach stand recht schnell fest: RTL wird auf das jährliche Dschungelcamp im Januar nicht verzichten. Sonja Zietlow moderiert nun an der Seite von Daniel Hartwich.
Aber RTL und das australische Dschungel-TV-Team überraschte uns alle: Dirk war eben nicht aus dem Sinn. Dirk Bach war in der Auftaktsendung 2013 von “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” in Gedanken immer dabei.

Nicht nur dass immer wieder von ihm die Rede war, ganz am Ende verabschiedete sich das Team mit einem Zusammenschnitt der schönsten Szenen mit Dirk. “Ta, Dickie!” stand am Ende ganz groß im Bild. Das Dschungelcamp verliert den liebevoll-bösen Papa, den Lästerkönig an der Seite von Sonja.
Daniel Hartwich hat ein schweres Erbe angetreten. Aber durch den würdevoll-traurig gestalteten Abschied von Dirk kann er es auch anständig angehen. Und er macht seine Sache gut, kopiert nicht seinen Vorgänger, sondern bringe seine eigene Persönlichkeit ein – und profitiert natürlich auch von den tollen Texten der Autoren.

Und sonst? RTL hat mal wieder für eine besonders kaputte Besetzung im Dschungel gesorgt. Die Mama von der Katzenberger, die Tochter von Tony Curtis, eine “Bätschela”-Tussi, ein Ex-Topmodel, einen Ex-Knacki, eine Trümmertranse, zwei So-lala-Musiker, einen Castingdummbatz, einen alternden – hicks – Schauspielstar und eine Soaptante.
Joey erweist sich schockierend dämlich, das Model zickt, Helmut Berger sitzt so rum, Silva Gonzalez zofft sich mit Georgina darum, ob sie ihn angemacht haben könnte. Am vernünftigsten von allen scheint (ausgerechnet?) Olivia Jones zu sein, die im Camp nur eine halbe Transe sein kann, da kommt der Oliver durch.

Wie geht’s weiter? Findet Georgina ihr Hirn? Findet Olivia ihre Titten? Entdeckt Joey den Sinn des Lebens? Schafft es Fiona, mal einen tag nicht “Scheiße” zu sagen? Und lässt Arno “Dagobert” Funke bald die Bombe platzen?
Wir werden es erfahren. Eventuell.

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RT im Kino

Schlussmacher

Sonntag, den 13. Januar 2013

Wenn Paul (Matthias Schweighöfer) zu Besuch kommt, dann ist Schluss. Schluss mit der Ehe. Paul arbeitet für eine Schlussmacher-Firma, die man engagiert, wenn man dem Partner nicht selbst mitteilen möchte, dass die Beziehung am Ende ist.
Seine eigene Beziehung läuft dabei allerdings auch nicht so gut – er weiß nicht genau, ob es Liebe ist.
Und dann ist da auch noch Toto (Milan Peschel), der erstens nicht glauben will, dass sich seine Katharina (Nadja Uhl) von ihm trennen will, und der zweitens ganz schön anhänglich ist. Paul wird ihn einfach nicht los…

Der Paul fährt übrigens ein ganz tolles Auto. Welche Marke das ist – das wird kein Zuschauer übersehen, es wird von allen Seiten präsentiert. Paul isst auch leckere Kekse und hat einen tollen Mobilfunkanbieter. Das Produkt Placement hat in Schweighöfers “Schlussmacher” eine sehr penetrante und peinlich Stufe erreicht.
Ansonsten ist diese Komödie nett anzusehen. Eine witzige Story mit dramatisch-traurigen Momenten, ein bisschen Herzschmerz, eine Prise Action. Das alles garniert mit einem Soundtrack, der ins Ohr geht.
Matthias Schweighöfer und Til Schweiger haben nicht nur das “Schweig” im Nachnamen gemeinsam, auch ihre Filme ähnelt sich im Stil. Ein bisschen mehr Ecken und Kanten darf Schweighöfers nächster Film gern haben. Trau dich doch mal was, Matthias!

Schlussmacher
Deutschland 2012, Regie: Matthias Schweighöfer
Fox, 110 Minuten, ab 6
7/10

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