Tagesarchiv für 11. Januar 2013

aRTikel

Dalibor kann gesperrte Fläche für Festival nutzen

Freitag, den 11. Januar 2013
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-> 8.1.2013

Erste Gespräche im Streit um Privatgrundstück im Kremmener Scheunenviertel

MAZ Oranienburg, 11.1.2013

Dass die Stadt das Areal auf der Wiese wieder nutzen kann, schließen Birgit Hornemann und Irmi Bauer aus.

KREMMEN
Der Streit um das Privatgrundstück im Kremmener Scheunenviertel hat sich etwas entspannt. Birgit Hornemann und Irmi Bauer, die Mitbesitzer der Fläche auf der Wiese zwischen B 273 und Theaterscheune, sagten Andreas Dalibor zu, dass er das Areal für das „Feuer und Flamme“-Festival nutzen dürfe. Im Laufe dieser Woche fanden dazu zwei Gespräche statt, das bislang letzte gestern Nachmittag im Scheunenviertel.

Wie berichtet, hat die Erbengemeinschaft Bauer/Hornemann das betreffende Areal am 2. Dezember – am Tag des Weihnachtsmarktes – durch Schilder, Pfosten und Flatterbänder gesperrt. Wie Birgit Hornemann gestern noch einmal bekräftigte, richtet sich diese Maßnahme nicht gegen Dalibor und sein Festival, sondern gegen die Kremmener Stadtverwaltung. „Wir zahlen Grundsteuer B für das Grundstück und finden es nicht in Ordnung, dass es die Stadt nutzt, aber keine Pacht dafür zahlt“, sagte Irmi Bauer gestern. Es sollte ein Zeichen gesetzt werden, um anzufangen „mit der Familie ein Gespräch zu führen“, so Birgit Hornemann.

Die Eigentümer sind die einzigen im Scheunenviertel, die mit der Stadt keinen Nutzungsvertrag abgeschlossen haben. Wie Kremmens Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse jüngst in einem Pressegespräch sagte, gebe es mit allen anderen Wiesenbesitzern Vereinbarungen, dass die Flächen kostenfrei genutzt werden dürfen, beispielsweise bei Festen. Die Stadt kümmere sich im Gegenzug um die Pflege der Wiesen im Viertel. „Wir haben das 20 Jahre geduldet“, sagte Birgit Hornemann. Das soll nun anders werden. Der Streit scheint tiefgreifend zu sein: Die Erbengemeinschaft und Bürgermeister Sasse verweisen jeweils darauf, dass es zu diesem Thema schon vor längerer Zeit Gespräche gegeben habe. Dass Sasse im Zusammenhang mit dem Grundstücksstreit von Erpressung gesprochen habe, erbost Birgit Hornemann: „Ich frage mich, wer wen erpresst.“

Die Fläche soll auch in Zukunft gesperrt bleiben, neue Schilder oder Bänder sind jedoch erstmal nicht geplant. Wenn im September in Kremmen das Landeserntefest stattfindet, will sich die Familie aber dran beteiligen. „Wir haben schon Ideen geschmiedet“, so Birgit Hornemann gestern. Aus diesem Anlass wollen sie mit dem Erntefestkomitee und dessen Vorsitzenden Detlef Reckin Kontakt aufnehmen. „Das Fest soll ja ein einheitliches Bild bieten“, sagte die Staffelderin.

Die Gespräche mit Andreas Dalibor verliefen friedlich. Die Parteien einigten sich darauf, dass das Theater die Wiese für das Festival nutzen kann. „Ich brauche auch die Anbindung, den Strom, die Theaterräume“ sagte Dalibor. Ansonsten würden die Kosten für „Feuer und Flamme“ extrem steigen. Wegen der verstrichenen Zeit werde es dennoch in diesem Jahr kein Event geben, erst 2014 soll es wieder so weit sein.

Dass die Stadt das Gelände wieder nutzen kann, das kommt für Irmi Bauer und Birgit Hornemann jedoch nicht mehr infrage. Für die Familie gehe es nun darum, zu wissen, wo genau eigentlich ihre Grundstücksgrenzen liegen.
Theaterleiter Andreas Dalibor wünscht sich, dass sich die zerstrittenen Parteien noch einmal zusammensetzen. „Miteinander reden ist wichtig, sonst wird die Konfrontation immer härter“, sagte er. Aber ob es dazu kommt, ist fraglich.

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RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (24): Ein besonders schwieriger Fall

Freitag, den 11. Januar 2013
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-> 9.1.2013

Warterei nervt. Der Fernsehmonteur hatte sich Mittwoch angekündigt – zwischen 9 und 12 Uhr. Um 12.07 Uhr stand er vor der Tür, ich wollte schon los. Aber wegschicken? Lieber nicht.

Seit Heiligabend verfolge ich das Fernsehprogramm auf einem kleinen Minifernseher, nachdem sich mein zehn Monate alter Apparat verabschiedet hatte.

Der Mann von Sony-Service kam extra aus Berlin-Adlershof angedüst. Er ist in ganz Berlin-Brandenburg unterwegs. Er baute das komplette Gerät auseinander, schraubte hier, fummelte dort. Ich hatte den Eindruck, dass von meinem alten, äh, noch recht neuen Fernseher gar nicht mehr viel übrig ist.
Der Mann tauschte aus, setzte zusammen, klebte hier, schraubte dort und schloss ihn wieder an. Woraufhin nichts passierte, außer Geblinker am Fernseher. Irgendwelche Konfigurationen fehlten noch.
Das ist krass: Der Servicemann erklärte mir, dass es gar keinen Sinn machen würde, den Fernseher in irgendeine Werkstatt zu bringen, diese Konfiguration könne nämlich nur ein Sony-Mann liefern.

Die Konfiguration war erledigt – und mein Fernseher immer noch nicht in Ordnung. Es war das gleiche Spiel wie Heiligabend. Die Standby-Leuchte blinkte viermal.
das Ende vom halbstündigen Spiel: Mein Gast musste den Fernseher mit in seine Werkstatt nehmen. Immerhin ließ er ein Ersatzgerät da.
Demnächst besucht er mich ein weiteres Mal, dann hoffentlich mit meinem reparierten Fernseher, und vielleicht lässt sich der Servicemann beim Wiedersehen zu einer genaueren Zeitplanung hinreißen. So von wegen Service.

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