Monatsarchiv für Januar 2013

ORA aktuell

Wirtschaft: Takeda baut neue Lagerhalle

Donnerstag, den 31. Januar 2013
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Das Pharmaunternehmen Takeda baut an der Oranienburger Lehnitzstraße eine neue Lagerhalle. Sie soll Ende März fertig sein, berichtet die Märkische Allgemeine am Donnerstag. Gebraucht wird sie für Verpackungen.
Die Firma beliefert Kunden in mehr als 100 Ländern.

RTZapper

Die Rückkehr der Radiolegenden: Sprechfunk

Donnerstag, den 31. Januar 2013
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DO 31.01.2013 | 10.05 Uhr | radioeins

Alls wie früher, nur dass es draußen nicht dunkel ist, dass ich nicht auf dem Weg ins Bett, sondern aus dem Bett bin. Der “Sprechfunk” ist wieder da – wenn auch nur einmalig.
Auf radioeins kehren zwei Wochen lang Radiolegenden zurück ans Mikrofon, jeden Tag von 10 bis 13 Uhr.
Mit Hugo-Egon Balder, den ich eigentlich nur vom Fernsehen kenne, war es am Montag ein bisschen betulich, Gregor Rottschalk brachte den “Berlin-Charts”-Monstersound von RIAS2/Hundert,6 zurück. Nur Christine Dähn von DT64 hat mich nicht interessiert, die kenne ich als Radiohörer nicht.
Und heute: Kuttner.

Jürgen Kuttner war für mich ab Mitte der 90er eine Institution. Immer dienstags der “Sprechfunk” im “Blue Moon” mit Expertengespräch, halbautomatischem Anrufbeantworter, wunderlicher Musik und wunderlichen Anrufern.

Den Donnerstagvormittag verzaubert radioeins nun in eine Nostalgiezeit. Kuttner ist der erste, der uns in dieser Woche wirklich den alten Radiozauber zurück bringt, der einfach das macht, was er einst auch auf Fritz machte. Labern, labern, labern. So wenig Musik gab’s auf radioeins vermutlich lange nicht mehr.
Während ein sicher nicht kleiner Teil der radioeins-Stammhörer an dem Laberkopp verzweifelt, sitze ich hier und höre zu und genieße es. Wann gibt es das schon mal, dass man extra das Radio einschaltet, um dort etwas gezielt zu hören?

RTelenovela

Stromschock!

Donnerstag, den 31. Januar 2013
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Ich öffne den Briefkasten, und da fällt mir schon entgegen: ein Brief von den Stadtwerken. Bedrohliche Musik setzt ein. Es ist die Stromrechnung für 2012.
Was erwartet mich? Muss ich hunderte Euro nachzahlen, wo doch ständig der Energiepreis steigt? Werde ich mich in Schulden stürzen müssen?
Die Musik wird bedrohlicher, ich öffne den Brief sofort, reiße den Umschlag auf, nehme das zusammengefaltete Stück Papier, ziehe es auseinander.
Und da – die Musik setzt schlagartig aus, es ist ein Moment der großen Spannung – steht es: ein Plus.
Ich bekomme Geld zurück. Eine freudig-emotionale Musik setzt ein, im Hintergrund startet das Feuerwerk.
Offenbar habe ich Strom gespart, oder was auch immer der grund dafür ist, dass ich Geld wiederbekomme.

Irgendwann kommt dann der Brief mit der Mietnebenkostenabrechnung. Ob diese Geschichte dann auch so gut ausgeht?

ORA aktuell

Oranienburger Kreisverwaltung: Immer mehr Übergriffe

Donnerstag, den 31. Januar 2013

In der Oranienburger Kreisverwaltung gibt es immer öfter verbale oder körperliche Attacken. In den Fachbereichen Personal und Finanzen gab es im vergangenen Jahr 55 solcher Vorfälle, meldet die Märkische Allgemeine am Mittwoch. Laut Oberhavel-Landrat Karl-Heinz Schröter (SPD) sind das jedoch nur die offiziell bekannten älle. Ein rüpeliger Ton sei normal geworden, so Schröter.
Ähnlich sei die Situation im Jobcenter, im Jugend- und Sozialbereich oder im Bauordnungsamt.
Allerdings gilt die Oberhavel-Behörde auch als eine sehr rigide arbeitente.

RTZapper

Markus Lanz: Katrin Sass rastet aus

Mittwoch, den 30. Januar 2013
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DI 29.01.2013 | 23.15 Uhr | ZDF

Ich bitte um eine Schweigeminute für Deutschlands Kulturelite. Die ist in einer Schockstarre. Man hat nämlich ihren tollen Grimme-Preis BESCHMUTZT. Der Grund: Das RTL-Dschungelcamp ist für einen dieser Preise nominiert.

Die Schauspielerin Katrin Sass (”Good Bye, Lenin!”) gehört offenbar zu Deutschlands Kulturelite. Zumindest führte sie sich am Dienstagabend in der ZDF-Talkshow “Markus Lanz” so auf.
Aber irgendwas muss da mit ihr passiert sein: Entweder hat sie sich vorher an einem Gläschen Wasweißich gestoßen oder ihr Hirn muss ausgesetzt haben.

In einer Debatte über Brüderle und Sexismus war auch der 2011er-RTL-Dschungelkönig Peer Kusmagk zu Gast. Klar kam da das Thema auch auf “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” Die Kulturfahnenträgerin Katrin Sass hält diese Sendung für den letzten DRECK. Als sie dann auch noch von Markus Lanz erfahren hat, dass diese Show nun tatsächlich für den kulturell sehr sehr wertvollen Grimme-Preis nominiert war, da war Frau Sass verwundert irritiert Sauer empört regelrecht ANGEKOTZT.

Frau Sass rastete regelrecht aus. Wie eine räudige Kuh, der man ins Euter geschossen hat, blökte sie Kusmagk regelrecht an. Wie man sich denn dafür hergeben könne, was das doch für ein DRECK sei, wie man denn Schwänze fressen könne – kurz: Sie hielt Kusmagk für den letzten Assi und sagte ihm das auch. Ähm, nein: Sie schrie ihn an.
Liebe Frau Sass, wofür halten Sie sie sich eigentlich? Wie peinlich ist das denn, sich dermaßen primitiv in einer Fernsehsendung zu verhalten? Sich dermaßen aufzuspulen, als seien Sie was Besseres in dieser Welt?
Peer Kusmagk blieb erstaunlich ruhig, es schien ihm sehr schwer zu fallen. Hätte er zurückgeschrien – ich hätte mich nicht drüber gewundert. Kusmagk hatte gegen die laute, in diesem Fall dumme Sass-Furie keine Chance.

Lanz kam da auch nicht dazwischen, wechselte irgendwann schnell wieder das Thema. So was Unterirdisches hätte er der Sass jedoch nicht durchgehen lassen dürfen. Sass kann gern Ihre Meinung zu einem Thema sagen, sie darf auch gern eine andere Meinung haben, aber sie darf sich dabei auch gern wie ein zivilisierter Mensch benehmen (es sei denn, sie braucht auch mal wieder einen publikumswirksamen Skandal). Lanz dankte ihr stattdessen am Ende für die lebhafte Diskussion. Nun ja, Lanz hatte auch schon bessere Tage.

PS: Ach ja, die Schweigeminute für unsere Kulturelite, die den Untergang des Abendlandes Grimme-Preises betrauert: Hier kommt sie, bitte alle mal schweigen.






Danke. Und Prost, Frau Sass.

RTZapper

Patchwork Family

Mittwoch, den 30. Januar 2013
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DI 29.01.2013 | 18.00 Uhr | Sat.1

War Sat.1 früher mal einer der großen Sender in Deutschland, wird den Zuschauern heute dort nur noch Ramsch angeboten. Und läuft ein Format auf anderen Sendern mal ganz gut, dann werden die bei Sat.1 erst neidisch, dann ganz hektisch und bringen eine Kopie dieses Erfolgsformates auf ihren Sender – mit dem Unterschied, dass es noch ramischiger ist als das Original.
Nun läuft seit Montag im Vorabendprogramm die “Patchwork Family”. Inspiriert durch den RTL-II-Quotenhit “Berlin – Tag & Nacht”, dachte man sich bei Sat.1 wahrscheinlich: Billig produzierten Scheiß mit Laiendarstellern und Wackelkamera können wir auch. Der Unterschied: “Berlin – Tag & Nacht” ist schon so müllig – das kann man gar nicht mieser kopieren.

Teile der, ähm, Soap werden in Schildow gedreht, und in dem Fall ist das nichts, womit die Schildower prahlen könnten.
Die Quoten sind bislang nicht doll, obwohl man bei Sat.1 inzwischen gar nicht mehr viel erwartet. Aber die Zuschauer wollen vielleicht doch wieder mehr Qualität? Vielleicht sind sie ja genervt, von den nölenden Laiendarstellern, die irgendwelchen improvisierten Scheiß labern, von den schlimmen Konflikten, die sich da auf tun, von den bekloppten Dialogen, beobachtet von einer Wackelkamera.

Andererseits fällt die Serie im Dokumüll-Einerlei im Sat.1-Programm gar nicht weiter auf. Das Frühstücksfernsehen wird ebenso mit dem Mist bestückt wie riesige Programmflächen am Vor- und Nachmittag sowie am Vorabend.
Sat.1? Ramsch 1!

RTelenovela

Bahnbekanntschaften (71): Der Grabbler

Dienstag, den 29. Januar 2013
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(70) -> 26.10.2012

In der S1 nach Oranienburg versammeln sie sich schon ab dem Bahnhof Gesundbrunnen im Abteil um mich: Vater, Mutter, Kind. Er riecht stark nach Fusel. So riechen normalerweise Alkoholiker.
Und er scheint sich für einen Spaßvogel zu halten. Liest seine ihm gegenüber sitzende Frau Zeitung, schnappt er sich den anderen Teil, tut so, als würde er auch lesen wollen und hält sie über die seiner Frau. Die findet das nur so ein kleines bisschen komisch. In ihren Augen spiegelt sich Ärger.

Der Typ scheint Rainer Brüderle als Vorbild zu haben, denn auch er ist ein Fummler. Seine Finger wandern immer mal wieder auf die Knie seiner Frau. Die findet das nicht wirklich komisch. In ihren Augen spiegelt sich noch mehr Ärger. Was ihren riechenden Ollen nichtr davon abhält, weiterzumachen. Er findet das unglaublich komisch.
Dazu macht er unglaublich beschissene Witze, und als seine Tochter irgendwas fragt, sagt er: “Wer viel fragt, bleibt dumm.”
Muahahaha.
In Hohen Neuendorf steigen sie alle aus, und die Luft im Abteil wird langsam besser.