aRTikel

Er macht Senioren das Leben leicht

Bernd Purps aus Orion bietet verschiedene Dienstleistungen an

MAZ Oranienburg, 18.12.2012

Der 63-Jährige begleitet seine Kunden bei Behördengängen, fährt sie zum Arzt oder zum Friseur. Damit wendet er sich besonders an Kremmens Senioren.

ORION
Immer wieder beklagen sich gerade ältere Menschen darüber, dass sie nur noch schwer rauskommen und es nicht so einfach sei, in der Stadt Besorgungen zu erledigen. Bernd Purps will dabei helfen, dass sich das ändert. Der 63-Jährige aus dem Kremmener Ortsteil Orion erledigt ab sofort „Dienstleistungen für Jung und Alt“.
„Das kann alles mögliche sein“, erzählt er. Er hilft bei Behördenangelegenheiten, Umzügen, Fahrten zum Arzt, zum Friedhof, zur Therapie oder zum Einkaufen, zu Konzerten oder anderen Veranstaltungen, wo gerade ältere Leute nicht mehr so einfach selbst hingelangen können.

Purps’ Service ist noch ganz neu, sein Flyer liegt in einigen Arztpraxen oder in der Sommerfelder Rehaklinik aus. Gerade überlegt er, ob er sich beispielsweise an den Seniorenbeirat in Kremmen oder den Seniorentreff in Sommerfeld wenden könnte.
Bis vor kurzem hat er in der Klinik in Sommerfeld gearbeitet, betreute dort das Schwimmbecken und den Spieleabend. „Ich habe dort immer wieder mit Leuten gesprochen“, sagt Bernd Purps. Oft habe er gehört, dass so ein Service in der Kremmener Region fehle.
Der Rentner hat dafür ein Kleingewerbe angemeldet, um sich ein bisschen was dazuzuverdienen. „Ich fahre seit meinem 19. Lebensjahr Auto, da habe ich überhaupt kein Problem“, so Purps. Seine Kunden könnten ganz auf ihn vertrauen, wenn er fährt.

Bernd Purps lebt seit 2000 in Orion, hat sich dort mit seiner Frau ein Haus gebaut. Urspünglich kommt er aus Berlin, ist gelernter Möbeltischler. Viele Jahre arbeitete er im Möbelhaus Höffner. „Wer Hilfe braucht, ein Regal aufzubauen – das kann ich gut“, sagt der 63-Jährige.
Später machte er sich selbstständig. Er zog nach Velten und verkaufte Fenster und Haustüren. Doch das Geschäft funktionierte irgendwann nicht mehr. Familie Purps zog nach Wuppertal in Nordrhein-Westfalen. Ein Großteil der Familie lebt dort, die Frau fand dort einen Job, Bernd Purps jedoch wurde arbeitslos. Als dann der Betrieb der Frau aufgelöst wurde, zog es sie wieder in den Berliner Raum – nach Orion. Purps ging vorzeitig in Rente und bekam einen Minijob in der Sommerfelder Klinik. „Es hat Spaß gemacht, dort mit Menschen zusammen zu sein.“ Das hat ihn auch auf die Idee mit den Dienstleistungen gebracht. Er hofft, dass das Angebot angenommen wird.
Purps steht bereit, montags bis sonnabends zwischen 8 und 18 Uhr bietet er seinen Service an.

Einen Kommentar schreiben: