Tagesarchiv für 13. Dezember 2012

RTZapper

Der Tod einer Zeitung – Die letzten 7 Tage der Financial Times Deutschland

Donnerstag, den 13. Dezember 2012
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MI 12.12.2012 | 23.50 Uhr | NDR fernsehen

“Wenn wir noch einmal von vorn anfangen dürfen – wir würden es jederzeit genauso machen.”
Das sind die letzten Worte der Redaktion der “Financial Times Deutschland” gewesen. Am Freitag, 7. Dezember 2012, erschien die letzte Ausgabe. Auf dem Foto auf der letzten Seite sind die Redakteure in ihrem Büro zu sehen, sie verbeugen sich – und sagen “Entschuldigung”.

Der NDR zeigte am späten Mittwochabend eine Doku über die letzten Tage in der Hamburger FTD-Redaktion.
Die Trauer unter den Mitarbeitern war verständlicherweise groß. Alles sei so schön gewesen, alle hätten große Freiheiten gehabt, so einen tollen Zusammenhalt werde es nie wieder geben. Und: Es war doch so eine großartige Zeitung, die da eingestellt worden ist.
Sicherlich, die Diskussion, dass die Verlage immer noch keine Lösung dafür gefunden haben, wie Internetnutzer dazu gebracht werden könnten, für Inhalte auf den Webseiten zu zahlen, die wurden auch in dem Film angesprochen.

Aber sonst? Null Selbstkritik? Keine Überlegungen, was man hätte besser machen können? Stattdessen: Alles großartig. Kann es das sein? Gibt es neben der FTD noch andere Redaktionen, die sich so vorbehaltlos durch die rosarote Brille sehen? Immerhin ist die FTD nicht nur an der digitalen Moderne gescheitert, sondern auch wegen fehlender Leser. Deshalb ist der oben stehende Satz durchaus zweifelhaft.

Das Aus der FTD ist der bisherige Höhepunkt der Zeitungskrise. Was aus der Frankfurter Rundschau wird, ist noch offen, der gedruckte “Prinz” ist schon tot, weitere kleine Tageszeitungen auch.
Wir können nur abwarten, wie sich die Verlagsbosse weiter verhalten.

RTelenovela

Die Büroschrottwichtelei 2012

Donnerstag, den 13. Dezember 2012
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2011 -> 6.12.2011

Notiz für das nächste Jahr: Sei großkotzig und nimm das größte Geschenk! Das ist wohl die wichtigste Erkenntnis nach der Büroschrottwichtelei 2012.
Unsere Weihnachtsfeier fand diesmal in Lehnitz, in einem italienischen Lokal statt. Das Essen ist dort ziemlich lecker, auch wenn es dort zu den Hauptspeisen keine Pommes und dafür nur vier Ministückchen Kartoffeln gibt, die man mit der Lupe suchen muss.

Wir mussten improvisieren. Denn wir hatten zwar für die Geschenke einen großen Müllsack mit, aber keinen Würfel. Denn an den Sack darf nur, wer eine “6″ würfelt. Ein Kollege kam auf die Idee, aus einem Stück Weißbrot einen Würfel zu kneten. Das hat tatsächlich funktioniert (um politisch korrekt zu sein: Normalerweise spielt man natürlich nicht mit Essen!), das Spiel konnte beginnen.

Die Auswahl war, wie immer in Oranienburg, eher niveauvoll. Vielleicht sollte man 2013 noch mal genauer klären, was man uns SCHROTT versteht.
Da gab es die DVD “Tanguy, der Nesthocker”, zwei Bücher, eine Weihnachtstasse, eine Ölkanne und irgendwelche komischen Stofffiguren (Wichtel!).
Ein wirklich sehr schönes Geschenk war eine Wetterstation. Und dann gab es ja noch das Riesengeschenk, das die Kollegin, die zuletzt die “6″ würfelte, nehmen musste. Es war eine Glaskugel. Setzte man einen Akku ein, machte sie Blitze. Ein wirklich tolles Geschenk, und nun wirklich gar kein Schrott!

Was ich abgestaubt habe? Nun ja, eine merkwürdige grüne Tasche mit einem Fliegenpilz drauf. Darin lag ein Einweckglas mit Rum-Kürbis. Wer will mal nachen kommen?