Tagesarchiv für 9. Dezember 2012

RTZapper

Die Schneekönigin

Sonntag, den 9. Dezember 2012
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SO 09.12.2012 | 12.00 Uhr | KiKA

Das Gesicht ist so groß wie das Fenster. Plötzlich taucht das riesige Gesicht dahinter auf und schaut böse ins Zimmer herein.
Ein bisschen gruselig war das schon, was der KiKA seinen jungen Zuschauern am Sonntagmittag zeigte. Andererseits war es ein echter Klassiker: “Die Schneekönigin”, produziert 1966 in der UdSSR.

Die Geschichte ist bekannt. Der junge Kai gerät in den Bann der Schneekönigin, wird von ihr entführt. Seine Schwester Gerda will ihn suchen.

Es gibt echt Momente in diesem wirklich wunderbaren, sowjetischen Kinderfilm, in denen einen ein Schauer über den Rücken läuft. Wenn die Schneekönigin plötzlich mit einem weißen Wirbel in der Wohnstube auftaucht. Wenn sie von Kai geküsst wird, der dann ein verkühltes Herz hat. Wenn Kai sich mit seinem Schlitten an den der Schneekönigin dranhängt und so von ihr aus der Stadt entführt wird. Das wirkt alles sehr dramatisch, obwohl oder gerade weil es so schlicht gemacht ist.

Nicht umsonst gehört “Die Schneekönigin” seit weit mehr als 40 Jahren zu den Kultklassikern des Kinderfernsehens – auch wenn der Film für ganz kleine Kinder gar nicht wirklich geeignet ist.
Ich grusel mich jetzt noch, wenn ich an einige der Szenen denke…

ORA aktuell

Wintereinbruch in Oranienburg

Sonntag, den 9. Dezember 2012
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Nach den leichten Schneefällen der vergangenen Tage und dem ersten Schnee am 1. Dezember 2012 ist am Sonntag endgültig der Winter in Oranienburg eingekehrt. Im Laufe des Tages fielen um die 10 Zentimeter Neuschnee – fast ohne Unterbrechung schneite es vom frühen Morgen bis zum Abend.

RT liest

Marcus Werner: Mit einem Schlag – Wie ich dann doch noch zum Helden wurde

Sonntag, den 9. Dezember 2012

Es gibt Bücher, da weiß man schon nach drei Seiten: Das wird nix. Da gibt man dem Werk noch eine Gnadenfrist von ein paar Kapiteln, bevor man aussteigt. Und dann hat man doch Skrupel, einfach aufzuhören und liest widerwillig weiter. Wenn man Glück hat, dann passiert es doch: Das Buch wird interessant. Es passiert selten, aber es passiert. Wie im Roman von Marcus Werner.

Nico Laus (das ist schon mal ein, ähm, Brüller) ist gerade mal 18, als er von zu Hause abhaut und nach Köln zieht. Er hat keinen Plan, aber verdammt viel Glück. Einem unfassbaren Durchfall verdankt er es, dass er auf dem Zugklo ein Mädchen kennenlernt, das ihm ein WG-Zimmer anbietet und einen Job – als Kabelhilfe beim Fernsehen. An einem defekten Stromkabel holt er sich einen Schlag – und kann plötzlich Gedanken lesen.

Eigentlich ist der Roman eine Katastrophe. Das Cover ist grauenvoll peppig, es ist mies geschrieben, in einem ziemlich peinlichen Jugendsprech. Die Geschichte ist in der ersten Hälfte des Romans unfassbar langweilig, das Spannende passiert erst weit nach Seite 100.
Die Fernsehgeschichte ist eigentlich ganz interessant, auch, weil einige interessante Dinge über die Branche erzählt werden. Auch die Gedankenleserei ist ein nettes Gimmick. Kommt aber alles viel zu spät. Nur wer Geduld hat, sehr viel Geduld, wird überhaupt erst bis dahin, wo es spannend wird, vordringen.
Eigentlich müsste der Roman-Untertitel lauten: Wie die Story dann doch noch ganz annehmbar wird.

Marcus Werner: Mit einem Schlag – Wie ich dann doch noch zum Helden wurde
ro ro ro, 254 Seiten
4/10

RTZapper

ZDF Sport extra: Ski-alpin-Weltcup – Super G der Damen

Sonntag, den 9. Dezember 2012
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SA 08.12.2012 | 11.25 Uhr | ZDF

Gut, dass es Sportkommentatoren gibt. Sie begleiten ein Event, ordnen Ergebnisse ein, informieren den Zuschauer, was war, was ist, was noch kommt.
Und dann gibt es noch Aris Donzelli. Er kommentierte am Sonnabendvormittag im ZDF das Super-G-Rennen der Damen in St. Moritz, und eigentlich hatte er schon gar keine richtige Lust mehr. Als die Slowenin Tina Maze souverän im Ziel ankam, sah Donzelli die Sache schon als gelaufen. Wer soll da noch kommen, fragte er fast schon gelangweilt.

Zum Beispiel Lindsay Vonn aus den USA. Mit der hat Donzelli ja überhaupt nicht gerechnet. Sie lief nur Sekunden nach dessen Prognose, dass das Rennen ja nun gelaufen sei, ihr Rennen – und gewann.
Donzellis Prognose war also Unsinn, zumal weitere Sportlerinnen danach auch wirklich gut liefen und in den “Treppchenbereich” vordrungen.
Da können wir ja froh sein, dass Aris Donzelli nicht gleich zum Mittagessen abgerauscht ist und freundlicherweise auch noch den weiteren Rennverlauf kommentierte – ohne weitere vorschnelle, blödsinnige Prognosen.

RTelenovela

Wolkiger Stein

Sonntag, den 9. Dezember 2012
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Normalerweise kennt man Uli Stein von seinen vielen Comics, der er malt. Katzen, Hunde, Mäuse oder Männlein mit Knollennasen.
Was viele nicht wissen: Uli Stein fotografiert auch und stellt seine Werke aus.

Am Sonnabend haben wir den Künstler nur um eine Stunde verpasst. Er lebt in der Wedemark bei Hannover, wo ich ja in den vergangenen Tagen auch war. Im Bürgerhaus in Bissendorf stellt er noch bis zum 16. Dezember Fotos unter dem Titel “Himmel auf Erden” aus. Es sind mitunter beeindruckende Fotos: Landschaften mit einem gewaltigen Himmel drüber. Schwere Wolken, ganze Formationen, Gewitterwolken, Sonnenuntergänge.
Es sind ganz verschiedene Stimmungen, die Stein da einfängt, und es sind nicht immer nur angenehme. Wenn die schweren Gewitterwolken über den Feldern hängen, wenn man ahnt, dass da gleich ein Unwetter losbricht, dann wird einem schon vom Anblick mulmig.

Die Mitarbeiter vom Imago-Kunstverein erzählen, dass Uli Stein öfter mal in Bissendorf vorbeischaut. Im italienischen Lokal “Firenze” geht er immer wieder essen, danach bringt er den Vereinsleuten, die die Ausstellung begleiten, schnell mal einen Kaffee rüber. Das ist doch mal ein Künster, der sich kümmert.