Tagesarchiv für 6. Dezember 2012

aRTikel

Mit Freunden chillen und einfach nur Musik machen

Donnerstag, den 6. Dezember 2012
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Die Band H. F. M. aus Leegebruch gibt es seit etwa fünf Monaten

MAZ Oranienburg, 6.12.2012

Der Clip zum Song „We are young“ auf Youtube hatte schon mehr als 1000 Klicks.

LEEGEBRUCH
Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist. Der Song von den Sportfreunden Stiller beginnt so, wie wir ihn kennen. Felix Hahn singt die bekannten Zeilen, doch dann tritt Ricardo Löwner ans Mikro und rappt. Den Text dafür hat er selbst geschrieben.

Es ist eine Mischung aus Charthits und eigenen Texten, die die Band H. F. M. präsentiert. Am Anfang standen die Buchstaben für Heiko, Felix und Markus, inzwischen bedeuten sie „Here for the Music“. Hier – das ist ein Proberaum an der Eichenallee in Leegebruch. „Der Name drückt unsere Mentalität aus“, sagt Felix Hahn. „Wir wollen einfach Musik machen.“ Die 17- und 18-Jährigen treffen sich dort ein- bis zweimal pro Woche, um gemeinsam Musik zu machen. Erst seit Anfang Juli gibt es H. F. M., am Sonnabend hatten die vier Musiker ihren ersten größeren Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt im Ort. Davor spielten sie auch schon im Leegebrucher Jugendklub.

Heiko Strehlow hat für die Band Schlagzeugspielen gelernt. „Gitarre war mir zu kompliziert, einen Bass haben wir bei uns nicht, da blieb nur das Schlagzeug“, erzählt der Schüler des Louise-Henriette-Gymnasiums. „Ich habe mich hingesetzt und drauflosgespielt.“ Dass Felix Hahn singt, hat sich auch erst im Laufe der Zeit ergeben. „Am Anfang musste ich mich überwinden, aber jetzt geht’s“, erzählt er. Gitarrespielen hat er sich vor einem halben Jahr selbst beigebracht. Markus Joachim hat schon immer gern Gitarrensongs gehört, er nahm sich dann einen Lehrer, damit er auch spielen kann.
Zunächst waren sie zu dritt. Felix und Heiko kannten sich von der Schule, dann kam Markus hinzu. Letzterer war es auch, der Ricardo Löwner zur Band eingeladen hat. Ricardo rappt schon seit zwei Jahren. „Wir haben beschlossen, was zu viert zu machen“, erzählt Ricardo. Beim Auftritt am Sonnabend war er bei vier von acht Songs mit am Mikro.

Zu den Songs, die sie präsentieren, gehören Outkasts „Hey ya“, „Halbstark von K. I. Z. oder „We are young“ von der Band Fun. Zu letzterem haben die Musiker vor einigen Wochen ein Video produziert, das bei Youtube schon mehr als 1000-mal angeklickt wurde.
Mit „Ich will“ hat H. F. M. auch einen eigenen Song im Programm: „Ich will mit meinen Freunden chillen, ich will einfach die Welt verstehen“, heißt es darin. Was die Band auch will: auftreten. „Wir würden gern öfter hier in der Umgebung spielen“, sagt Heiko Strehlow. Und dann? Mal sehen – Ideen haben die Jungs jedenfalls genug.

www.facebook.com/HereForTheMusic2012

RT im Kino

Ralph reicht’s

Donnerstag, den 6. Dezember 2012

Ralph ist böse. Wobei: Eigentlich müsste man sagen, dass Ralph böse sein muss. Er kann gar nicht anders. Es ist sein Job. Dabei ist Ralph gar nicht böse, also privat. Ralph steht oben auf dem Hochhaus und zerdeppert alles, was ihm unter seine riesige Faust kommt. Dann kommt Felix und macht alles wieder heil. So geht das jeden Morgen.
Randale-Ralph (Stimme: Christian Ulmen) und sein Gegenspieler Felix sind Teil des Computerspiels “Fix-it Felix Jr.”, das in einer Spielhalle steht. Doch eines Tages beschließt Ralph, einfach abzuhauen. “Ralph reicht’s”. Er schleicht sich – verbotenerweise – aus dem Spiel und sieht sich stattdessen im zuckrigen Mädchen-Racingspiel “Sugar Rush” um. Dort lernt er Vanellope (Anna Fischer) kennen, die unbedingt mal ein Rennen gewinnen will.
Unterdessen sucht Felix nach Ralph – denn ein defektes Computerspiel droht ganz schnell, für immer aussortiert zu werden.

Disney entführt uns im neuesten 3D-Trickfilm in die Welt der Computerspiele. Das ist wirklich niedlich geworden, denn in dieser Komödie werden alte und moderne Games zusammengeführt. Da ist einerseits das simpel programmierte Männchen und auf der anderen Seite die modernen, beweglichen Kämpfer.
Ralph besucht die “anonymen Bösewichte”, und in dieser Sitzung werden Spielefreaks viele altbekannte Figuren wiedersehen. Insofern trifft Nostalgie auf Moderne. Da werden Erwachsene ebenso ihren Spaß haben wie Kinder.
Ansonsten ist die Geschichte durchaus pädagogisch wertvoll: Es geht um Freundschaft und Verantwortung, um Vorurteile und Lebenseinstellungen. Und wer beim nächsten Mal in einer Spielhalle am Automaten auf ein altes Computerspiel trifft, der wird sicherlich auch mal an Ralph, den liebenswerten Bösewicht, denken.
Einen wirklich Miniuspunkt gibt es für das billige 3D, da hat Disney gespart, denn man kann zwar in die Leinwand “reingucken”, es kommt uns aber nichts entgegen – eigentlich ja das, was Trickfilme in 3D ausmacht.

7/10