Tagesarchiv für 4. Dezember 2012

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Sacha Sperling: Ich dich auch nicht

Dienstag, den 4. Dezember 2012

Schule? Keine Zeit. Oder eher keine Lust. Es gibt Wichtigeres. Alles ist wichtiger. Findet zumindest Sacha, 14. Sein Leben wird gerade total auf den Kopf gestellt. Allerdings: Es langweilt ihn. Sein Vater langweilt ihn, seine Mutter langweilt ihn irgendwie auch, obwohl er sie liebt. Sie hat ihm jedenfalls nicht viel zu sagen.
Im Zug lernt er Augustin kennen. Augustin ist ganz anders. Sie rauchen, kiffen, trinken, klauen Wodka. Sie legen Mädchen flach. Aber verlieben? Sacha verliebt sich in Augustin. Aber Augustin geht es nicht um Liebe. Augustin geht es um Anerkennung. Keine gute Basis.

Der Autor Sacha Sperling ist gerade mal 17, als er seinen Debütroman “Ich dich auch nicht” über den 14-jährigen Sacha Winter schreibt. Er schreibt in Ich-Form und er schreibt in der Jetzt-Form. Es ist eine sehr packende Art, eine Geschichte zu erzählen. Man begleitet Sacha ein Stück auf seinem Lebensweg. Man staunt, man schüttelt den Kopf, man leidet mit. Man möchte Sacha eine scheuern, man möchte ihn in den Arm nehmen. Und man wünscht ihm, dass alles gut aus geht. Aber das ist eben keine der Es-wird-alles-wieder-gut-Geschichten über das Erwachsenwerden, die es zuhauf gibt.

Sacha Sperling: Ich dich auch nicht
Piper, 224 Seiten
9/10

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Hattrick – 2. Liga: Energie Cottbus – Hertha BSC Berlin

Dienstag, den 4. Dezember 2012
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MO 03.12.2012 | 19.45 Uhr | Sport 1

Eigentlich ist Fußball gar nicht fernsehtauglich – oder besser: privatfernsehtauglich. Fast 50 Minuten lang können die Sender keine Werbeunterbrechung einstreuen. Zweimal 50 Minuten lang pures werbefreies Programm – was für ein Albtraum.
Klar: Da bleibt für eine Halbzeitanalyse natürlich keine Zeit.

So war das auch am Montagabend beim Spiel zwischen Cottbus und Hertha auf Sport 1 zu sehen. Kaum hat die Halbzeit begonnen, ging es in die Werbung. Gefolgt von einer kurzen Moderation und Werbung. Gefolgt von einer schnellen Moderation und einem Werbespot. Dann begann schon die 2. Halbzeit.
Keine Ahnung, wieso sich Moderator Frank Buschmann für zwei Sätze auf das Spielfeld stellen musste.

Die ersten 12 Minuten und 12 Sekunden war es übrigens recht still im Cottbuser Stadion. Die Ultras protestierten mal wieder gegen die geplanten härteren Regeln für Fans in Stadien. Es war so ruhig, dass es sogar ein einzelner Hitler-Spruch in die Sport-1-Übertragung geschafft hat. Kaum war die Zeit um, grölten die Fans wieder und schmissen ihre Bengalos herum. Wie blöd kann man eigentlich sein? Auf Sprechgesänge a la “Scheiß Hertha” kann ich übrigens auch gut verzichten.