Monatsarchiv für November 2012

RTZapper

Aktuelle Stunde: Leistungsschutzrecht – Google vs. Verlage

Freitag, den 30. November 2012
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DO 29.11.2012 | 18.50 Uhr | WDR

Google vs. Verlage. Der Streit um das Leistungsschutzrecht und die Berichterstattung in der Presse zeigt ganz nebenbei auch: Gut, dass wir die öffentlich-rechtlichen Programme haben. Der WDR berichtete am Donnerstagabend in der “Aktuellen Stunde” sehr ausgewogen über den Streit.

Ein Aspekt des geplanten Gesetzes: Die Internetsuchmaschine Google soll keine Ausschnitte aus Zeitungsartikeln mehr online stellen. Es sei denn, Google zahlt dafür. Die Zeitungsverlage sind nämlich der Meinung, dass Google ja sehr viel Geld dran verdient, dass Nutzer auf ihren Seiten arbeiten und dann entsprechende Suchergebnisse angezeigt werden.
Kommentatoren von Zeitungen wie dem Handelsblatt oder der FAZ sagen, Google stehle die Artikel und stelle sie kostenlos auf der Suchmaschine zur Verfügung.
Das ist aber Unsinn. Denn die Verlage selbst stellen ihre Artikel kostenlos auf die Seite, und die Verlage sind es, die davon profitieren, dass Internetnutzer über Google zu ihren Seiten gelangen. Müsste nicht eigentlich Google Geld dafür verlangen, dass das so ist? Außerdem gibt es die technische Möglichkeit, die Artikel für Suchmaschinen unauffindbar zu machen.

Beide Seiten profitieren. Google, weil so viele User darauf vertrauen, dass man dort alles findet. Google kann deshalb Geld mit Reklame verdienen. Und die Verlage profitieren auch, von Google. Denn wenn die Nutzer über Google auf ihre Seiten gelangen, könnten auch die Verlage an Reklame verdienen.
Leider berichten viele Teile der gedruckten Presse einseitig über das Problem. Den Nutzen, den auch sie von Google haben, verschweigen sie. Auch dass sie das Problem längst selbst lösen könnten. Dass widerum Google einseitig Stimmung macht, liegt im Sinn der Sache.
Und gerade da war es unter anderem der WDR (am Mittwoch auch “Zapp” im NDR), der dabei half, das Thema einigermaßen vernünftig einzuordnen.

RT im Kino

Anleitung zum Unglücklichsein

Freitag, den 30. November 2012

Fast möchte man rufen: Was willst du eigentlich, Tiffany?
Denn es ist ja so: Tiffany Blechschmid (Johanna Wokalek) hat einen sehr gut laufenden Feinkostladen. Ihr Leben verläuft in einigermaßen ruihigen Bahnen. Okay, sie ist Single, und das findet sie nicht so optimal. Und, ja, der Tod ihrer Mutter (Iris Berben) verfolgt sie immer noch. Das ist nicht so toll, aber Tiffany sieht in ihrem Leben eben grundsätzlich nur das Negative, Tiffany ist unglücklich und sieht auch keinen grund dafür, ab sofort glücklich zu sein. Wer weiß: Ist vielleicht Thomas (Itay Tiran) der Richtige fürs Leben? oder doch eher der Polizist Frank (Benjamin Sadler)?

Paul Watzlawicks Buch “Anleitung zum Unglücklichsein” war ein Bestseller. Ob das der Film auch wird, das ist zweifelhaft.
Johanna Wokalek spielt so gut sie kann, David Kross hat eine nette Nebenrolle, Michael Gwisdek spielt den Vermieter, Iris Berben die nervige – tote – Mutter.
Dennoch zieht sich das Ganze oft wie ein Kaugummi. Der Sprecher warnt am Anfang schon, dass es sich nicht um eine Komödie handele – wirklich lustig ist der Film von Sherry Horman in der Tat selten. Aber leider auch in keinster Weise irgendwie besonders. Ein Film als Zeitvertreib, allerdings ist der Weihnachtsmarkt draußen dann doch aufregender.

5/10

RTelenovela

So viele Gäste hat das Krankenhaus nicht erwartet

Freitag, den 30. November 2012
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Als ich neulich für die Babyschwimmen-Anmeldung im Oranienburger Krankenhaus war, hat die Parkplatzsuche mal wieder ein bisschen länger gedauert.
Der Besucherparkplatz war gerammelt voll, da hat kein Auto mehr draufgepasst, die Ampel zeigte Dauerrot. In der Robert-Koch-Straße darf zurzeit niemand parken, und der Ausweichparkplatz ein paar Meter weiter wies auch keine Parklücke mehr auf.

Ich kann vollkommen verstehen, dass die Anwohner der Billroth- , der Sauerbruch- und der Virchowstraße genervt sind, denn auch dort steht Auto an Auto, und für die Anwohner selbst ist kein Stellplatz mehr da. Vom ruinierten Rasen vor dem Zaun mal ganz abgesehen.
Irgendwann fand ich ein Plätzchen in der zweiten Reihe der Robert-Koch-Straße, am Pflegeheim – allerdings stand ich dort im Parkverbot (bitte nicht weitererzählen).

Am Krankenhaus in Oranienburg besteht jedenfalls dringender Handlungsbedarf. Es scheint, dass niemand mit so vielen Gästen gerechnet hat. Die Parkflächen reichen hinten und vorne nicht aus.

RTelenovela

Avus: Gesperrt, um sie noch mal offiziell zu öffnen

Donnerstag, den 29. November 2012
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Jeder Lokaljournalist durfte das schon mal miterleben. Eine Straße ist neu asphaltiert oder gepflastert worden, der Verkehr rollt schon drüber. Dann aber kommen die Lokalpolitiker, die Planer und die Bauleute und nehmen ein rotes-weißes Flatterband in die Hand, um es durchzuschneiden. Für eine Minute wird dann die schon offene Straße kurz noch mal gesperrt.
Ja, das ist immer ein bisschen wunderlich, und die Fotos vom Bändchenschneiden sind dann oft auch in der Zeitung zu sehen.

Heute Nachmittag – mitten im Berufsverkehr – ist die Avus in Berlin gesperrt worden.
Anderthalb Jahre lang wurde die A115 saniert, seit Dienstagnachmittag konnten die Autofahrer wirder drüber. Ein Jahr früher als geplant, und wir dürfen gespannt sein, wann der “Baupfusch”-Aufschrei beim ersten Riss losgeht.
Gesperrt wurde die Avus erneut, weil sie ja noch nicht offiziell eröffnet worden ist. Also kamen am Mittwoch Klaus Wowereit, Verkehrsminister Ramsauer und sicherlich noch viele andere sehr wichtige Menschen, um sich mit einem Bändchen und einer Schere auf die Autobahn zu stellen und den Verkehr zu blockieren und die Autobahn freizugeben.
Im Verkehrsfunk war von Staus die Rede, und die Autofahrer werden bestimmt “glücklich” gewesen sein, dass sie wegen dieses symbolischen Akts ein bisschen länger warten mussten…

ORA aktuell

Zwischenfall bei Transport des Oranienburger Weihnachtsbaums

Donnerstag, den 29. November 2012
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Eigentlich sollte auf dem Oranienburger Schlossplatz eine Tanne aus Sachsenhausen als Weihnachtsbaum dienen. Doch beim Transport kam es am Dienstag zu einem Zwischenfall, wie die Märkische Allgemeine berichtet.
Am Haken eines Baggers brach die 30 Jahre alte Colorado-Tanne auseinander.
Nun steht die eigentlich für den Bötzower Platz geplante Tanne auf dem Schlossplatz.

RTZapper

The Big Bang Theory

Mittwoch, den 28. November 2012
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DI 27.11.2012 | 10.25 Uhr | ProSieben

“The Big Bang Theory” um 10.25 Uhr verpasst? Kein Problem, ProSieben zeigte am Dienstagvormittag gleich noch eine Folge. Und wem das nicht reicht, für den laufen am Nachmittag gleich noch mal zwei Folgen. Das könnte immer noch zu wenig sein, denn am Abend laufen drei weitere Folgen der US-Sitcom. Und die werden in der Nacht auch noch wiederholt.
Im Laufe des Dienstags zeigt ProSieben sage und schreibe zehnmal “The Big bang Theory”, und keine Folge davon ist neu.

Die Einfallslosigkeit und Sparwut zeigt sich im Programm von ProSieben auf geradezu erschütternde Weise. Von “Two and a half Men” laufen am Dienstag acht Folgen. “How I meet your Mother” immerhin noch viermal, am Mittwoch jedoch auch zehnmal.
ProSieben nudelt seine Comedys zweimal am Tag ab: nachmittags fünf Serien jeweils im Doppelpack, am Morgen danach in der Wiederwiederholung. Abends dann weitere Folgen, wenn man Glück hat in Erstausstrahlung. Oft hat man kein Glück.

Wann welche Staffel läuft, ob die Folgen in der richtigen Reihenfolge zu sehen sind – alles piepegal. Erstaunlich, dass es trotzdem so gut funktioniert und die Quoten so gut sind. Aber immer noch besser als der Dokuscheiß auf den anderen Sendern.

RT liest

Paul-Philipp Hanske/Barbara Höfler/Klaus Raab/Jakob Schenk: 5 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich – Die 100 bekanntesten Bücher im Urteil der Leser

Mittwoch, den 28. November 2012

Ein Buch mit Buchkritiken. Es ist nicht so, dass die Welt darauf gewartet hat. Ganz unterhaltsam ist es trotzdem. Ein Autorenteam hat sich in nicht näher genannten Internetforen umgesehen, und zu den wichtigsten Büchern Leserkritiken zusammengesammelt.
Von Becketts “Warten auf Godot” von Oscar Wildes “Das Bildnis des Dorian Gray” ist vieles dabei, was bekannt ist: Susanne Fröhlich und Ernest Hemingway ebenso wie Goethe und Gauck.
Da ist dann die Feministin, die sich ständig beschwert, dass es zu wenige weibliche Protagonisten in der Story gibt oder der Kritiker, der ständig darauf hinweist, was er selbst schon zu diesem Thema verfasst hat.
Nett zu lesen, ein interessantes Sammelsurium, aber nun wirklich kein Muss: “5 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich”.

Paul-Philipp Hanske/Barbara Höfler/Klaus Raab/Jakob Schenk: 5 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich – Die 100 bekanntesten Bücher im Urteil der Leser
ro ro ro, 265 Seiten
6/10