Tagesarchiv für 30. Oktober 2012

aRTikel

1992: Zühlsdorfer für Oranienburg

Dienstag, den 30. Oktober 2012
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Oktober 1992 I -> 12.10.2012

Vor 20 Jahren: Bewohner haben die Wahl

MAZ Oranienburg, 30.10.2012

Was passierte vor 20 Jahren in der Region? Diesmal die zweite Hälfte im Oktober 1992.

OBERHAVEL
Hunderte schwere Laster poltern jeden Tag über das Kopfsteinpflaster auf der B 273 in Staffelde. Im Oktober 1992 haben die Anwohner die Nase voll. Sie starten eine Unterschriftensammlung für eine Ortsumgehung.

Die Räume des Flatower Dorfkonsums stehen nicht mehr leer. Am 15. Oktober 1992 eröffnet die Kremmenerin Heike Busse den neuen Spar-Markt.

In Zühlsdorf fällt am 18. Oktober 1992 die Entscheidung, ob der Ort zu Wandlitz und damit zum Nachbarkreis Bernau oder zum Amt Schildow, also zum Kreis Oranienburg, gehören soll. 82,26 Prozent entscheiden sich für Oranienburg – und das, obwohl eigentlich alle Weichen für Wandlitz längst gestellt waren.

Der Bau der neuen Schule in Vehlefanz gerät ins Stocken. Der Potsdamer Bewilligungsausschuss erhängt einen Finanzierungsstopp. Dennoch müsse der zu zwei Dritteln fertige Bau fortgesetzt werden, so der Vehlefanzer Bürgermeister Hubert Gediga, das Dach müsse vor dem Winter geschlossen sein.

Grundsteinlegung in Birkenwerder: Die Firma Francotyp Postalia lässt sich für 50 Millionen Mark den neuen Unternehmenssitz bauen. Zunächst entstehen eine 10 000 Quadratmeter große Produktionshalle und ein Verwaltungsgebäude.

Das Stahlwerk-Klubhaus in Hennigsdorf steht auch künftig den Berliner Filmleuten offen, die dort schon diverse Filme und Serien gedreht haben. Einen entsprechenden Beschluss fassen die Stadtverordneten am 21. Oktober 1992. Die Großdisko ist somit vom Tisch.

Kremmens Amtsdirektor Werner Neue wechselt nach Zehdenick. Oder eher: Er verzichtet auf Kremmen. Im Oktober 1992 stellt sich heraus, dass sich Neue sowohl in Kremmen als auch in Zehdenick zum Amtsdirektor hat wählen lassen. Er entscheidet sich für Zehdenick, da seien die Herausforderungen größer, so Neue. Helmut Glanzer übernimmt das Amt Kremmen nun kommissarisch, die Stelle wird ausgeschrieben.

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RTZapper

Stuckrad-Barre: Martin Lindner

Dienstag, den 30. Oktober 2012
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SO 28.10.2012 | 1.05 Uhr (Mo.) | Tele 5

Über diesen UNFASSBAREN SKANDAL redete ganz Deutschland redeten RTL und die Boulevardpresse. FDP-Fraktionsvize Martin Lindner rauchte in einer Liveshow einen Joint. Alle RTL und die Boulevardpresse waren EMPÖRT!!! Die FDP-Drogenbeauftragte war auch EMPÖRT!!! Jetzt kiffen die bei der FDP auch noch, so die SKANDALträchtige Schlagzeile.

Vermutlich hat niemand von diesen EMPÖRTen Menschen die Sendung gesehen, um die es ging. In der Tat war Martin Lindner in der jüngsten Ausgabe der Polittalkshow “Stuckrad-Barre” auf Tele 5 zu Gast. Zu Beginn kredenzte Benjamin von Stuckrad-Barre seinem Gast ein Glas Wein und einen Joint. Lindner roch dran, glaubte aber nicht, dass es sich wirklich um einen Joint handelte. Er nahm das Ding tatsächlich in den Mund im Glauben, das sei normaler Tabak.
Es ist jedoch das Bild, das um die Welt ging bei RTL und der Boulevardpresse gezeigt wurde. Lindner habe dort gekifft, hieß es – es war eine Lüge.

Stuckrad-Barre und Lindner gingen kurz vors Studio, Lindner zog am Joint – erst da war ihm klar, dass es tatsächlich ein Joint war. Es war ihm sichtlich unangenehm
Die Produktionsfirma Ulmen-TV scheint diesen SKANDAL jedoch provoziert zu haben, denn das Bild von Lindner mit dem Joint veröffentlichte sie bereits vor der Erstausstrahlung am Donnerstag. Tatsächlich scheint es, dass die früher bei zdf_neo gesendete Show und Tele 5 Aufmerksamkeit brauchen. Ein bisschen ist ihnen das gelungen, auch wenn der SKANDAL nur ein laues Lüftchen im Wasserglas war.

Dabei ist die Tele-5-Show durchaus sehenswert. Denn Lindner hatte in den 45 Minuten nicht wirklich seinen Spaß. Die Sache mit dem Joint lag ihm sichtlich schwer im Magen. In der Show geht es darum, zu zeigen, ob und wie sehr sich Politiker zu Aktionen überreden und hinreißen lassen. Denkmäler zerstören? Bei Marx haute Lindner drauf. Sportübungen machen? Lindner war nur halbherzig dabei. In eine Zeltsauna steigen? Da machte Lindner nicht mit.
Es war wirklich nicht Martin Lindners Abend, in Gedanken wird er sich immer wieder gesagt haben: “Lächeln, Martin, lächeln!” Eine spannende Angelegenheit war die Show – vielleicht gerade deshalb – für die Zuschauer aber auf jeden Fall. In anderen Sendungen haben es Politiker jedenfalls leichter als bei Tele 5.

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RTelenovela

Ausgebogst nach Neubrandenburg

Dienstag, den 30. Oktober 2012
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Jürgen Bogs war in der DDR mal ein guter Trainer. Jedenfalls führte er den BFC Dynamo zehnmal zur Fußball-Meisterschaft. Aber das ist lange, lange her. Inzwischen ist er Rentner, trainiert aber immer noch die eine oder andere Mannschaft.
Im Frühsommer kam er nach Zehdenick, um den SV zu trainieren. Das lief, sagen wir mal, nicht immer gut. Eine 0:7- und eine 0:4-Niederlage waren eher unerwartete Ergebnisse.

Klar, dass man da ein bisschen die Lust verliert, und dann spielt ja Zehdenick auch nur in der Landesklasse, da langweilte sich Jürgen Bogs bestimmt.
Deshalb machte er sich nun aus dem Staub. Der 1. FC Neubrandenburg rief (immerhin Oberliga – hohoho!), und Bogs kam. Macht doch euren Zehdenicker Dreck alleine, Bogs ist zu höherem berufen, denkt er sich vermutlich.
Der Mannschaft hat er seinen Abschied nicht verkündet, nur dem fünfköpfigen Spielerrat erklärte sich. So was Schäbiges! Der mann hat nicht mal den Arsch in der Hose, sich von einen Leuten vernünftig zu verabschieden, stattdessen verpfeift er sich – und tschüss.
Unsportlich, um es mal vorsichtig auszudrücken.

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