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Kreisstadthelden wollen ins Rampenlicht

Die Oranienburger Pop-Rock-Band besingt seit einem Vierteljahr Alltagsgeschichten

MAZ Oranienburg, 25.10.2012

Wenn alles klappt, könnte die Band ihren ersten Auftritt im November im Hennigsdorfer Stadtklubhaus haben.

ORANIENBURG
Schluss mit den Liebesliedern! Irgendwie ist es aber doch eins, wenn Thomas Schenk über das Gefühl nach einer Trennung singt. Dann wohl eher ein Anti-Liebeslied. „Alles ist vorbei, andererseits kann man wieder machen, was man will“, sagt er. Thomas schreibt die Texte und Melodien für seine Band.

Sie nennen sich Kreisstadthelden. Wenn Anika, Fabian, Tilmann und Thomas Musik machen, dann bekennen sie sich zu Oranienburg, zur Kreisstadt. Da, wo andere Bands gern sagen, sie kommen aus Berlin oder aus der Nähe von Berlin, da sagen die Kreisstadthelden ganz selbstverständlich: Wir kommen aus Oranienburg. „Das machen wir ganz bewusst“, sagt Thomas Schenk.
Jeden Donnerstagabend treffen sie sich in ihrem Proberaum in einer Baracke an der Germendorfer Allee im Stadtteil Eden. „Proberäume in Oranienburg sind eine Rarität“, erzählt Schlagzeuger Fabian Walgenbach. Eigentlich wollten sie ins Oranienwerk, das hat aber bislang nicht geklappt.

Die Kreisstadthelden gibt es erst seit einem Vierteljahr. Drei der Bandmitglieder haben davor in der inzwischen aufgelösten Gruppe SeQundär gespielt. „Aber das hat nicht mehr gepasst“, sagt Fabian. In dem Jahr, in dem die Band existierte, hatte sie allerdings schon erstaunlich viele Auftritte. Die Jungs spielen außerdem in der Band „Area Eden“ Hardrock. Wenn alles gut geht, werden die Kreisstadthelden am 24.November beim Bandwettbewerb in Hennigsdorf antreten. Sie haben sich zumindest dafür beworben. Anfang November wissen sie, ob es klappt. „Hennigsdorf ist unser Etappenziel“, sagt Anika Wollnik, die Bassgitarre spielt.
Die Musik der Kreisstadthelden hat sich im Pop-Rock-Bereich angesiedelt. „Davon gibt es nicht so viel in Oranienburg“, sagt Fabian. „Wir haben einige gute Gruppen, aber es sind viele Metal- oder Coverbands dabei.“ In den Songs der Band geht es um Alltagsgeschichten. „Sachen, die passieren, keine große Poesie“, sagt Thomas. „Es sind keine speziellen Lieder über Oranienburg, aber alles, worüber wir singen, hat hier stattgefunden.“
„Hey, schönes Mädchen, tanz mit mir heute Nacht, dafür sind Sommernächte da“, heißt es in einem der Lieder, das Thomas mit seiner leicht rauhen Stimme singt. Im Hintergrund sitzen vier Mädchen im Proberaum. „Unser Fanclub“, sagt Fabian und schmunzelt. Alle vier filmen mit dem Handy mit, als die Band das Lied vom schönen Mädchen spielt. Wohin es mit den Kreisstadthelden mal geht, ist noch nicht klar. „Nächstes Jahr wollen wir ganz viel Straßenmusik machen“, sagt Thomas. Für die Straßen in der Region – oder sogar Berlin? – wäre das eine Bereicherung.

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