Tagesarchiv für 21. Oktober 2012

RTelenovela

Radtour (24): Spontan rechts abgebogen und genauso spontan darüber geärgert

Sonntag, den 21. Oktober 2012
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(23) -> 17.10.2012

Für Spielstraßen scheint mehr Geld da zu sein als für Straßen in Tempo-30-Zonen. Wer durch die Ruhrstraße in Oranienburg radelt, stellt das schnell fest. Im Bereich der Spielstraße ist die Strecke wunderbar glatt. Mit dem Asphalt ist es zu Ende, als auch die Spielstraße zu Ende ist. Der folgende Teil der Ruhrstraße ist nicht wirklich mies, der der Belag ist sehr viel schlechter.

Ich finde es nach wie vor schade, dass der ausgebaute Fuß- und Radweg entlang der Havel in Höhe Walther-Bothe-Straße endet. Ich wünsche mir, dass er weiterführt, am Oder-Haval-Kanal entlang bis mindestens nach Havelhausen oder weiter nach Borgsdorf und Pinnow. So wäre es doch nett die Dürerpromenade dazu auszubauen. Jetzt ist die eine Sandpiste, die am Weißen Strand vorbeiführt.

Wenn ich mich auf eine Radtour begebe, weiß ich nie, wohin sie mich führt. Ich mache mir darüber erst während der Fahrt Gedanken und lasse mich treiben.
Während ich auf die Borgsdorfer Kreuzung zuradele, überlege ich also: Fahre ich bis Birkenwerder und dann über Briese zurück? Oder biege ich links ab und dann gleich nach Briese. Oder nach rechts, über Pinnow zum Bernsteinsee?
Letztes kommt nicht in Frage. Da bin ich schon mal langgefahren. Andererseits habe ich irgendwo mal ein Schild gelesen: Radfahrerkirche. Ob das die in Pinnow ist?
Ich biege am Ende tatsächlich nach rechts ab, und ärgere mich auch sofort darüber, denn eigentlich ist es eine langweilige Strecke. Und es gibt zwischen Pinnow und Velten keinen Radweg.

Die Kirche in Pinnow ist geschlossen. Scheint wohl doch eine andere Kirche sein, die für Radfahrer offen ist. In einer kleinen Kneipe ist Flohmarkt, aber der sieht nicht so spannend aus. Also radele ich Richtung See, immer am Straßenrand entlang.
Meine Überlegung: weiter bis Velten, dann rechts Richtung Leegebruch. Ziemlich weit. Und irgendwie nicht schön.
Nach einer kleinen Pause an einem Imbiss am Bernsteinsee, ist die Idee auch schon wieder verworfen.
Über Feldwege radele ich den Weg Richtung Wilhelmsthal entlang, den wir früher immer genommen haben, wenn wir mit dem Rad von Oranienburg zum (damals nannten wir ihn noch) Autobahnsee fuhren.

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RT im Kino

Mann tut, was Mann kann

Sonntag, den 21. Oktober 2012

Paul (Wotan Wilke Möhring) sagt, dass er ein überzeugter Single ist. Irgendwie stimmt das auch. Nach dem nächtlichen Sex mit der Frau von gestern Abend, schleicht er sich gern fix aus der Wohnung – wenn sie noch schläft. Aber dann tritt Bronko in sein Leben – und Iris (Jasmin Gerat). Ersterer ist ein Hund aus dem Tierheim, den Paul ab und zu ausführt. Zweitere ist die Veterinärin im Heim, die Paul behandelt. Zwischen Paul und Iris – und zwischen Paul und Bronko auch – entsteht eine Liebelei. Blöd nur: Iris heirtatet bald einen anderen.
Und außerdem hat Paul ja auch gut zu tun. Seine Freunde stecken alle in Liebesklemmen und ziehen nach und nach bei Paul ein.

“Mann tut, was man Mann kann” heißt die Liebesdramödie Marc Rothemund. In erste Lienie geht es um einen Mann, der sich vollkommen selbstlos um seine Freunde kümmert. Der überzeugte Single sehtnsich in Wirklichkeit nach der Nähe anderer. Ohne mit der wimper zu zucken lässt er einen Freund nach dem anderen bei sich einziehen. Er kann sie einfach nicht leiden sehen. Er muss ihnen helfen, ernsthaft helfen. Und irgendwann, wenn allen irgendwie geholfen ist, kann er sich auch um seinen Kram kümmern.
Das ergibt lustige Momente, aber an sich ist das ziemlich rührend mitanzusehen, zumal Wotan Wilke Möhring den doch recht sensiblen Typen genau auf den Punkt spielt. In Nebenrollen spielen Jan Josef Liefers, Oliver Korittke und viele andere.
Keine hohe Kultur, aber der Film sorgt für einen schönen Kinoabend.

7/10

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