Tagesarchiv für 4. Oktober 2012

ORA aktuell

Volleyball: VSV-Frauen starten gut in Regionalliga

Donnerstag, den 4. Oktober 2012
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Die Frauen des VSV Havel Oranienburg sind gut in die Volleyball-Regionalliga gestartet. Sie gewannen bislang alle Spiele der gerade angelaufenen Saison: dreimal angetreten, dreimal gewonnen. Zuletzt siegte das Team auswärts gegen den Marzahner VC mit 3:1.
Die Mannschaft ist derzeit auf dem 2. Platz in der Tabelle. Nächster Gegner ist am 21. Oktober der VC Bitterfeld-Wolfen.

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aRTikel

„Er war lustig, er war eben Dirk Bach“

Donnerstag, den 4. Oktober 2012
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MAZ Oranienburg, 4.10.2012

SCHILDOW
Als Dennis Kamitz am Montagabend erfahren hat, dass Dirk Bach tot ist, war er fassungslos. Der 16-Jährige aus Schildow, der in der Region durch die Hauptrolle im Film „Crazy Dennis Tiger“ bekannt wurde, hat den Schauspieler, Moderator und Komiker erst vier Tage zuvor live erlebt. Gemeinsam mit seinem Bruder Philipp saß Dennis am Donnerstag vergangener Woche im Publikum der ZDF-neo-Show „NeoParadise“ in Berlin. Die Show wurde aufgezeichnet und soll heute Abend um 22.15 Uhr erst ausgestrahlt werden. Dass Dirk Bach da nicht mehr leben würde, konnte niemand ahnen. ZDF-neo erklärte via Twitter, dass die Show heute Abend dennoch gesendet wird – oder gerade erst recht.

„Dirk Bach war total gut drauf“, erzählte Dennis Kamitz in einem Gespräch mit der MAZ. „Wie man ihn halt immer kannte.“ Er sprach in der Show mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf über sein neues Theaterprojekt: Eigentlich wollte Dirk Bach heute erstmals im Berliner Schlossparktheater den „kleinen König Dezember“ spielen. „Er freute sich total drauf“, erzählt Dennis Kamitz über Bachs Fernsehauftritt.

Vom Tod des Mannes, der nur 51 Jahre alt wurde, hat Dennis von seinem Bruder am Telefon erfahren. Er kennt Dirk Bach durch die RTL-Show „Frei Schnauze“, die er sich gern angesehen hat. Auch das Dschungelcamp, „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, war Pflichtprogramm. „Ich mochte einfach seine ganze Art, er war lustig, er war eben Dirk Bach.“

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RT im Kino

Madagascar 3 – Flucht durch Europa

Donnerstag, den 4. Oktober 2012

2 -> 4.12.2008

Okay, wie genau eigentlich die tierischen Freunde von Afrika nach Monte Carlo gekommen sind, ist ein bisschen unklar. Aber: eigentlich ist’s ja auch wurscht.
Zebra Marty (Stimme: Rick Kavanian), Löwe Alex (Jan Josef Liefers), Giraffe Melman (Bastian Pastewka) und Nilpferd Gloria (Claudia Urbschat-Mingues) sind mal wieder auf der Suche nach dem richtigen Weg nach New York, in ihren Zoo. Sie treffen auf einen Zirkus, mit dem sie mitreisen. Die Chance: In London können sie vor einem Promoter auftreten, der ihnen die Chance auf eine US-Tour bietet. Allerdings müssen sie sich zu allem Übel auch noch vor einer wilden Tierfängerin schützen.

Das kann man ganz klar sagen: “Madagascar 3 – Flucht durch Europa” ist eigentlich nur für die 3-D-Effekte geschrieben worden. In jeder Szene, überall, spielen die Macher um die Regisseure Eric Darnell, Tom McGrath und Conrad Vernon mit dem tiefen Raum, den die Leinwand und die 3-D-Brille bieten. Und das gelingt ihnen wunderbar, allein was die technische Umsetzung angeht, ist dieser Animationsfilm geradezu fantastisch.
Anfangs wirkt die Handlung zwar wie eine wahllose Nummernrevue, in der Alex und Co. von Sketch zu Sketch hetzen, das ändert sich aber, als die Zirkusgeschichte ins Spiel kommt. Herrlich überdreht ist dieses Spektakel, Mensch und Tier rennen, rasen, reisen, sie fliegen, donnern durch Wände – oft der pure Slapstick.
Im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen hat “Madagascar 3” ordentlich an Fahrt aufgenommen und ist definitiv einer der temporeichsten Animationsfilme dieses Jahres.

8/10

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RTZapper

TV total: Müder Raab?

Donnerstag, den 4. Oktober 2012
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DI 02.10.2012 | 23.15 Uhr | ProSieben

Mit “TV total” scheint nix mehr los zu sein. Schon den zweiten Tag in Folge machte Stefan Raab am Dienstagabend in seiner ProSieben-Show einen sehr müden Eindruck. Sein Sakko sah über dem Schlabberhemd besonders übel aus, er schien sich sehr zu quälen, überhaupt so etwas wie Stimmung verbreiten zu können.
Am Dienstag fiel der Stand-up zu Beginn quasi aus. Ein Zeitungsausschnitt zu Männer-Frauen-Klischees, das war’s. Dann folgte schon eine eingespielte Umfrage und der erste Talkgast.

Es war eine insgesamt erschreckend dahingerotzte, lahme Sendung, die Raab am Dienstag ablieferte.
Unklar ist, wann sie aufgezeichnet wurde.
Dass die Stimmung mies war, könnte einen Grund haben: der Tod Dirk Bachs. Es wäre nicht verwunderlich, wenn diese Nachricht auch die Stimmung im Kölner Studio gedrückt hat. Aber wenn das so ist: Wieso hätte man den Trauerfall nicht thematisieren können? Wieso hat Raab keinen kurzen Nachruf auf Bach gesendet? Warum darf der Ernst des Lebens in “TV total” keine Rolle spielen? Warum darf die Show nicht wahrhaftig sein?
Nein, lieber tat man so, als sei die Welt in Ordnung. Lieber liefert man eine miese Show ab. Aber dann kann man es eigentlich auch bleiben lassen. Das wäre ehrlicher.

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RTelenovela

Radtour (22): Verflucht!

Donnerstag, den 4. Oktober 2012
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(21) -> 24.9.2012

Es war die längste Radtour seit 21 Jahren – und der Unterschied zu damals ist, dass Hin- und Rücktour innerhalb von vier Stunden geschahen. 1991 lagen ein langer Tag am Liebnitzsee dazwischen.
Und ich muss zugeben: Zwischendurch habe ich diese Radtour verflucht, verflucht, verflucht.

Für einen 3. Oktober war das Wetter mal wieder herrlich. Knappe 20 Grad, dazu Sonne, was will man mehr? Entlang des Lehnitzsees ging es bis zur Brücke an der Lehnitzschleuse. Ich verließ Oranienburg Richtung Schmachtenhagen.
Im Dorf ist schon einige Wochen die Bundesstraße gesperrt. Für die Bewohner müssen die Zeiten, in denen die Bagger ruhen, himmlisch sein. Das eine oder andere Auto rollt dennoch durch die Baustelle – die Sperrschilder scheinen die Fahrer nicht zu interessieren…

Zwischen Schmachtenhagen und Zehlendorf gibt es seit diesem Jahr einen neuen Radweg. Er führt entlang der Straße von Dorf zu Dorf – glatt und fast eben. Da kann man richtig schön Gas geben.
In Zehlendorf jedoch endet das Radlerparadies, ab dort geht es nur noch auf den Straßen vorwärts.

Zwischenstopp am Zehlendorfer Bahnhof. Ganz verlassen liegt er da, die Sträucher wachsen in die Höhe. Schon seit Jahren fährt dort kein Zug mehr – und es ist wohl auch nicht mehr damit zu rechnen, dass dort jemals wieder einer fährt.

Woran merkt man auf einer Landstraße, dass man den Landkreis wechselt? Auf Zehlendorfer Seite ist die Straße in einem Top-Zustand – Oberhavel. Auf Stolzenhagener Seite ist die Strecke für Radler ein Graus – Barnim. Die Straße ist uneben, die Ränder abgebrochen.
Von Schmachtenhagen bis Wandlitz fahren wir volle Fahrt voraus. Ich fahre am Limit – mehr Tempo bekomme ich mit meiner Gangschaltung nicht rauf. Deshalb kommt der nächste Zwischenstopp in Wandlitz ganz recht.
Ich gehe mit den Füßen in den Wandlitzsee. Das Wasser ist schön recht kühl geworden.

Im Gegensatz zum Zehlendorfer ist der Wandlitzer Bahnhof noch nicht verwaist. Im Gebäude selbst sind diverse Läden, und Züge fahren dort auch noch.
Von da an ging’s zwar nicht bergab – aber zurück. Die Pause in einem Café war zwar erholsam, aber danach begann der beschwerliche Teil der Tour.
Ich wusste: Von Wandlitz nach Hause sind es gute 30 Autominuten. Und mit dem Rad? Ich wusste: Fahre ich auf der B273 Richtung Oranienburg, gibt es erst hinter Wensickendorf einen Radweg. Die Anbindung zwischen Barnim und Oberhavel ist für Radler eine Katastrophe.
Extrem frustriert radelte ich durch den alten Wandlitzer Ortskern.
Sollte ich eher über Zühlsdorf fahren? Da ist weniger Verkehr, aber die Strecke ist noch länger, und einen Radweg gibt auf der Strecke überhaupt keinen.
Ich entschied mich dennoch für die Strecke über Zühlsdorf.

Im Zühlsdorfer Seefeld kreuzt die Heidekrautbahn die Straße. Am Bahnübergang stoppte ich.
Ich hatte keine Lust mehr. Und der Weg nach Hause war noch so lang.
An den Gleisen stand ein Pärchen mit ihren Rädern, die Frau sah mich an, als ob sie mich kennen würde, irgendwas sagte sie, aber ich hatte nur noch ein Ziel vor Augen: nach Hause!
In Zühlsdorf traf ich auf einen Fahrrad-Wegweiser, der mich in Richtung Oranienburg auf einen unbefestigten Weg wies. Wieder mal ein Stück Oberhavel, das mir völlig unbekannt war. Dass Zühlsdorf einen Campingplatz hat, wusste ich nicht. Auch nicht, dass sich direkt dahinter eine alte Mühle befindet, in der heute aber offenbar Privatleute wohnen.

Ich fuhr immer geradeaus. Durch den Wald. Über die Landstraße zwischen Wensickendorf und Zühlslake hinweg. Wieder durch den Wald.
Offenbar habe ich noch immer nich das Radfahrerdenken. Wenn man überlegt, wie man von A nach B kommt, denkt man immer nur an die Wege, die man als Autofahrer denkt. Ich hatte mich innerlich schon auf die lange Strecke von Zühlsdorf über Zühlslake nach Lehnitz eingestellt. Nun holperte ich über schmale und sehr einsame Waldwege – ohne zu wissen, wo ich denn nun wirklich ankommen würde.

Plötzlich tauchte ein Tempo-30-Zone-Schild auf. Bewohntes Gebiet! Aber welcher Ort könnte das sein? Lehnitz? Schmachtenhagen?
Ich radelte durch eine Waldrandsiedlung mit lauschigen Grundstücken und netten Häusern. Am Ende kam noch ein kleiner Hügel, und schon war der Ort wieder zu Ende. Als ich auf freiem Wald war und rechts den Zehlendorfer Funkturm sah, war klar: Das war Schmachtenhagen-Ost. Ich würde also irgendwo in Schmachtenhagen ankommen.
Der Weg endete an der Kreuzung zur B273, wo am Steinpilzweg die Baustelle und die Absperrung ist. Da, wo ich vor etwas mehr als drei Stunden schon mal war. So war zwar nicht der Plan, und ich bin damit einen seltsamen Umweg gefahren – aber wenigstens war es dann noch noch ein bisschen spannend, ruhig und vor allem neu.

Mit müden Knochen kam ich in Oranienburg an. Mein Bedarf an einer Radtour ist vorerst gedeckt. Puh.

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