Tagesarchiv für 1. Oktober 2012

RTZapper

Dirk Bach ist tot

Montag, den 1. Oktober 2012
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Er war Flora, die fliederfarbene Fledermaus. Das war eine fiktive Kindersendung in der ZDF-Sitcom “Lukas”. Er war einer der Hüter der RTL-Dschungelstars. Er war Komiker, Schauspieler, Moderator. Dirk Bach ist tot.

Es ist eine dieser Meldungen, die einen erschaudern, die einen sehr traurig machen. Als es vorhin in den Nachrichten der Antenne Brandenburg vermeldet wurde, war ich schockiert.
Dirk Bach war erst 51 Jahre alt. Er starb in seiner Wohnung in Berlin – er stand mitten im Leben.
In dieser Woche sollte er in Berlin Theater spielen – die Vorbereitungen für die Premiere liefen schon lange. Im Januar 2013 war wieder ein Trip in den RTL-Dschungel geplant, in dem Dirk gemeinsam mit Sonja Zietlow sicherlich wieder gerufen hätte: “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!”

Es ist sein Humor, seine – wie man heute immer wieder liest – immer bleibende Freundlichkeit, sein soziales Engagement. Dirk Bach wird uns fehlen.

Am Donnerstag sollte Dirk Bach zu Gast sein in der zdf_neo-Show “neoParadise”. Sie ist bereits aufgezeichnet worden. Wird sie ausgestrahlt, ist es wohl sein letzter Auftritt. Ein bestimmt lustiger, und doch so traurig.

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RTZapper

Berlin-Marathon 2012

Montag, den 1. Oktober 2012
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SO 30.09.2012 | 8.30 Uhr | n-tv

Wenn in Berlin am letzten September-Sonntag der Marathon beginnt, dann verwandelt sich der Nachrichtensender n-tv zu einem Sportkanal. Und wer sich diese Übertragung über längere Zeit angesehen hat, der weiß auch, wer der Hauptsponsor dieses Events ist, denn bei n-tv wurde er den Zuschauern regelrecht eingetrichtert – immer und immer wieder.

BMW ist dieser Hauptsponsor. Während der Marathon-Übertragung wurde etwa alle zehn Minuten für einen Werbespot das Programm unterbrochen: BMW präsentierte im immer selben Spot seine Autos. Ob so viel Penetranz wirklich dazu beiträgt, dass man die Marke mag und sich flugs noch schnell einen Wagen zulegt? So etwas kann sich ganz schnell auch in Hass verwandeln.
Wenn doch wenigstens die n-tv-Reporter immer gewusst hätten, wann dieser Spot das Programm unterbricht. Mitten im Satz knallte der Sender die Werbung rein – Absprache mit den Kollegen vor Ort: offenbar null.

Auch Eurosport übertrug den Marathon aus Berlin live. Das Event ist in der Hauptstadt ein echtes Volksfest. Im Fernsehen war das jedoch viel zu selten zu spüren. Über sehr weite Strecken verfolgten die Kameras nur die besten männlichen und weiblichen Läufer. Das wirkte leider sehr eintönig, obwohl genau das der Berlin-Marathon nicht ist.

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RTelenovela

Nicht ganz die Ostsee

Montag, den 1. Oktober 2012
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Wer in die Gegend von Stralsund fährt, der sollte sich klarmachen: Die Ostsee ist da nicht.
Wir wussten das. Deshalb entschlossen wir uns, bevor wir nach Stralsund fahren, erstmal in Richtung Küste zu düsen. Doch westlich von Stralsund ist das schwierig, denn die eigentliche Ostseeküste befindet sich am Darß, also überhalb der Gegend, in der wir uns nun befanden.

Unser erstes Ziel: Bock. Auf unserer Karte war nicht so ganz ersichtlich, ob Bock zum Festland gehört oder nicht. Als wir am Hafen in Barhöft standen, war klar: Bock ist eine Insel.
Blieb uns nur der Spaziergang am Hafen.
Warum heißen eigentlich viele der kleinen Boote, die auf den Gewässern herumfahren, wie Frauen? In Barhöft lagen sie alle vor Anker: Heidi, Cornelia, Jasmin und wie sie alle hießen.

Wenn schon nicht Ostsee, dann wenigstens ein weitläufiger Bodden: Deshalb fuhren wir weiter in ein kleines Dorf namens Bisdorf – irgendwo im Nirgendwo. Weil aber am Bodden gelegen, gar nicht so unattraktiv. Auf dem Weg zum Boddenufer fällt uns gleich ein ganzes leerstehendes Gehöft auf. Ein schickes Haus, ein paar Nebenbauten, aber alles unbewohnt. Und wahrscheinlich noch nie bewohnt, denn der Hof drumherum ist komplett kahl.
Entlang des Boddens führt ein schöner Weg durch die Landschaft. An den meisten Stellen kommt man allerdings nicht ans Wasser. Stattdessen: Schilf.

Obwohl ja meine Lieblingsinsel Rügen gleich nebenan liegt: Von Stralsund wusste ich nicht viel. Im Juli 1989 war ich im Meereskundemuseum, später ein paarmal am Bahnhof.
Es wurde also höchste Zeit, Stralsund kennenzulernen – vor allem das Ozeaneum.
Die Altstadt hat eine erstaunliche Dichte an Markengeschäften. C&A ist in Stralsund, H&M, Peek&Cloppenburg, mehrere Banken, Drogerieketten und viele weitere Modegeschäfte. Trotzdem war es am Sonntag erstaunlich leer, als die Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag luden.

Sehenswert ist die St. Nikolaikirche, das größte Gotteshaus in Stralsund. Am Hafen kann man von weitem beobachten, wie zu bestimmten Zeiten die Ziegelgrabenbrücke (Rügendamm) hochgeklappt wird. Das sieht beeindruckend aus.
Sehenswert ist auch das Ozeaneum, ebenfalls direkt am Hafen. Einen Vergleich mit dem Besuch des Meereskundemuseums vor 22 Jahren (es gibt das Museum ebenfalls noch), kann ich zwar nicht mehr ziehen, aber es ist spannend, sich die Tiere, die im Meer leben, so hautnah anzusehen. Direkt vor der Aquariumsscheibe zu hocken und eine Qualle im Wasser zuzusehen, ist unglaublich faszinierend.

Wer gut essen will, dem sei das “Kartoffelhaus” in der Altstadt empfohlen. Neben diversen Kartoffelspeisen in verschiedensten Arten, gibt’s aber tolle Salate und Fleischgerichte.
Nur eines wunderte uns ein bisschen: An einem Sonnabend Ende September schallte ein Weihnachtslied aus den Lautsprechern. Wenigstens ein fröhliches (leider habe ich bis zu diesem Zeitpunkt den Titel nicht rausgefunden).

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