Tagesarchiv für 27. September 2012

aRTikel

Gute Noten für die Kremmener Jugendarbeit

Donnerstag, den 27. September 2012
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Betreuer und Besucher sind zufrieden / Ein Problem ist aber die verbale Gewalt

MAZ Oranienburg, 27.9.2012

Seit zwei Jahren sind die Jugendklubs in Kremmen in städtischer Hand. Alle Seiten sind damit glücklich.

KREMMEN
Dennis Lange beugt sich über den Billardtisch. Um ihn herum herrscht Trubel im Kremmener Jugendklub. Ein paar Jungs beobachten den 16-Jährigen, wie er mit dem Queue gegen die weiße Kugel schlägt. „Ich bin öfter hier“, erzählt der junge Sommerfelder danach. „Hier kann ich auch meine Freunde treffen.“
Die Räume hinter dem Sportplatz an der Straße der Einheit sind gut gefüllt an diesem Dienstagabend. Die Jugendlichen scheinen gern in den Klub zu kommen. „Die Betreuer sind toll“, erzählt der 19-jährige Patric Hänisch aus Kremmen. „Es gab hier ja immer mal wieder Wechsel, aber jetzt ist es perfekt.“ Er betont das im Laufe des Gespräches wieder und wieder.

Diese Zufriedenheit herrschte nicht immer. Anfang 2011 übernahm die Stadt Kremmen die Betreuung der Jugendklubs in Kremmen, Beetz und Flatow von der Berlin-Brandenburgischen Landjugend. Seit kurzem ist sie auch für den Klub in Groß-Ziethen zuständig. Es hatte vorher immer wieder Vorfälle gegeben, die Unzufriedenheit war groß.

„Wir haben am Anfang viel geredet“, sagte Kremmens Jugendkoordinator Raimund Polzin am Dienstagabend auf dem roten Sofa, einer Veranstaltung der SPD im Theater „Tiefste Provinz“. „Wir mussten uns neu orientieren“, so Polzin weiter.
Im jüngsten Sozialausschuss vor einigen Wochen nannte Polzin auch Zahlen: In den Kremmener Klub kommen 15 bis 20 Jugendliche, in Flatow fünf bis zehn, in Beetz zehn bis 15, in Groß-Ziethen etwa fünf Besucher.
„Wir sind inzwischen super ausgestattet“, sagte Raimund Polzin am Dienstagabend. Im Sommer fuhr eine Gruppe Jugendlicher in ein Kanucamp. Zwei Kajaks gehören inzwischen dem Klub. „Das ist sinnvoller, als sie sich ständig auszuleihen.“
Weil die Jugendlichen im Klub auch sehr viel selbst mitarbeiten und bei Umbauarbeiten helfen, achten sie auch viel mehr auf die Einrichtung, so Polzin. Dennoch sei das Thema Gewalt allgegenwärtig. „Eher in Worten als in Taten“, erläuterte der Jugendkoordinator. „Die Verrohung der Sprache macht uns Sorgen. Da gibt es ab und zu auch mal Vier-Augen-Gespräche.“ Für Rechtsradikalismus gebe es im Klub keinen Platz. „Wir sind ein unpolitisches Haus“, so Polzin. So stehe es auch in der Hausordnung.

Derzeit arbeitet Polzin mit seinen Mitarbeitern an einer neuen Konzeption für die Kremmener Jugendarbeit. Er kündigte an, dass es dann auch Lösungen für die noch fehlenden Klubs in Sommerfeld und Hohenbruch geben könnte.
Polzins Fazit ist jedoch schon jetzt durchweg positiv: „Wenn es so bleibt, wie es ist, dann ist es gut.“ So sieht es auch der 19-jährige Patric: „Wir kommen super klar. Wir wünschen uns, dass das so bleibt.“

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Mitreden – Der Countdown: 7. Oktober

Donnerstag, den 27. September 2012
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Heute mal wieder Werbung in eigener Sache. Am Sonntag, 7. Oktober, moderiere ich zum vierten Mal gemeinsam mit Inforadio-Moderator Dietmar Ringel die Talkshow “Mitreden”. Los geht es um 11 Uhr in der “Tiefsten Provinz” im Kremmener Scheunenviertel.
Schon um 10 Uhr werden die Tore geöffnet, dann gibt es einen Brunch.
Diesmal steht bei “Mitreden – Der Brunchtalk” Musik, Comedy und Olympia auf dem Programm.

Achim Mentzel kommt zu uns. Der Entertainer, der in der Nähe von Cottbus lebt, ist im Osten Deutschland bekannt wie ein bunter Hund. Seine Hitparade lief jahrelang im DFF und später im MDR-Fernsehen. Er bekannt für den Spreewaldgurkensong – auch durch Oliver Kalkofe. Als Mentzel in “Kalkofes Mattscheibe” auf premiere verarscht wurde, war Achim nicht beleidigt. Im Gegenteil: Er schlug zurück, und daraus wurde eine tiefe Freundschaft. Auch darüber wird er erzählen.
Ebenfalls zu Gast ist Kanu-Olympiasieger Kurt Kuschela aus Potsdam. Bei uns wird er über seine Zeit in London berichten, über das harte Training und die Party danach.
Dario Sonnenburg (20) aus Schildow singt mit Talkbox, ein elektronisches Gerät, das mittels eines Schlauches im Mund, die Stimme verändert. Er wird uns zeigen, wie das geht.
Das war aber noch nicht alles, es gibt an dem Tag noch viel mehr Musik.

Also: Kommt vorbei! Es wird toll!
Der Eintritt kostet – inklusive Brunch – 15 Euro.
Tickets per Telefon: 0170/2129135.

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ZAPPER VOR ORT: 15 Jahre Zappelduster

Donnerstag, den 27. September 2012
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MI 26.09.2012 | Sommerfeld, Villa Kunterbunt

Es heißt ja immer, es gebe im Radio kaum noch “Einschaltsendungen”. Ein paar gibt es aber noch. Wenn auf Antenne Brandenburg jeden Tag um 19.05 Uhr die Kindersendung “Zappelduster” läuft und ich gerade Radio höre, dann schalte ich um.

Ich mag diese kleinen Geschichten, die da erzählt werden: von der Prinzessin und dem schönen Prinzen, die kleinen Reportagen von und mit Kindern und natürlich das Geräusch am Ende jeder Sendung.
Jetzt feiert “Zappelduster” den 15. Geburtstag. Obwohl – so ganz stimmt das nicht. “Zappelduster” ist seit 15 Jahren bei Antenne Brandenburg auf Sendung, davor lief sie beim in radioeins aufgegangenen Radio Brandenburg. Eigentlich also nur ein PR-Jubiläum.

Der Zufall und das Glück wollte es so, dass die große Geburtstagsparty in der Sommerfelder Kita “Villa Kunterbunt” stattfand. Eine der Erzieherinnen hat am Gewinnspiel teilgenommen und gewonnen.
Nun kamen Conny und Nina, die beiden weiblichen Stimmen der Sendung, und der Spielmann Ulf in den Kremmener Ortsteil.
Und irgendwie war es eine nette Sache, all diese Leute, die man so oft hört, plötzlich auch live zu sehen und zu hören.

Sie spielten die Geschichte vom Stinktier. “Aber ich stinke doch nur ein bisschen”, maulte es.
Normalerweise sind diese Geschichten in fünf Teile geschnitten, sie laufen von Montag bis Freitag. In Sommerfeld konnten wir hintereinander weg erleben, wie das Stinktier versucht, Freunde zu finden, die ihn besuchen wollen. Das will aber keiner, weil es ja so stinkt…
Als Erwachsener ist man ja immer eher peinlich berührt, wenn man bei so einer Show mitmachen soll. Kinder sind da anders: Sie singen mit, spielen mit, klatschen mit, freuen sich, wundern sich – sind voll dabei. Es macht Spaß, das zu beobachten.

Nach einer Stunde war die Party vorbei. Für die Sommerfelder Kinder gab’s noch Kuchen. Und für alle anderen: “Zappelduster”, täglich um 19.05 Uhr auf Antenne Brandenburg.

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