Tagesarchiv für 20. September 2012

RTZapper

Die Goldene Henne 2012

Donnerstag, den 20. September 2012
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MI 19.09.2012 | 20.15 Uhr | rbb

Frank Schöbel darf sich seit Mittwoch einen Kackhaufen in seinen Schrank stellen. Der größte Schlagerstar der DDR hat nämlich völlig überraschend eine “Goldene Henne” gewonnen. Hui, da war der Frank aber überrascht!
In der vom rbb und vom MDR-Fernsehen live aus Berlin übertragenen Show wollte Schöbel eigentlich nur seine größten Hits aus 50 Jahren playbacken. Stattdessen ließ ihn Moderatorin Inka Bause danach einfach nicht von der Bühne. Sie hielt eine ewig lange Rede, und es schien, dass Schöbel sich ein bisschen langweilte. Am Ende bekam der Sänger die “Goldene Henne” überreicht, den wohl hässlichsten Fernsehpreis Deutschlands (siehe oben). Die Freude darüber konnte Frank Schöbel gekonnt verbergen.
In seiner flapsigen Rede dankte er seinen vielen Frauen und merkte an, dass die Henne ja inzwischen jeder kriege – und nicht mehr nur die Oststars.
Dann hoffen wir mal, dass er das Ding am Mittwoch nicht in irgendeinen Mülleimer geschmissen hat.

Ansonsten plätscherte die 190-minütige (!) Liveshow ziemlich müde vor sich hin. Hier eine Henne für die tollen Ost-Sportler, da eine Henne für die Ost-Sängerin und noch eine für Günther Jauch, der ja Gott sei Dank inzwischen auch im Osten wohnt.

Wirklich rührend war nur das Ende der Show: Auf der Videoleinwand wurde ein Song von Helga Hahnemann, der “Henne”, eingespielt. Auf der Bühne sang die sichtbar gerührte Inka Bause mit. Den Song schrieb einst ihr Vater Arndt Bause, Helga war eine Freundin der Familie. Inka konnte die Tränen nicht zurückhalten. Als dann auch noch Wolfgang Lippert auf der Bühne erschien, um Inkas Abmoderation zu unterbrechen und Arndt Bause posthum eine “Henne” zu verleihen, war es um Inka vollends geschehen.
Das war dann wirklich mal ein echter, rührender Moment.

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RTelenovela

Heiraten? Ja! Küssen? Um Gottes Willen!

Donnerstag, den 20. September 2012
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Er sagt, er mag sie total. Er kann so schön mit ihr toben. Seine Mutter sagt, er rede nur von ihr, wenn sie nicht da ist. Sie sagt, dass sie ihn auch ganz toll findet. Ihre Mutter sagt, es falle zu Hause ständig sein Name.
Gestern haben die beiden Turteltauben “Ja” gesagt.
Er ist 6, sie ist 4 Jahre alt.

Auch wenn man es nicht glauben mag: Die Rede ist von einer Hochzeit. Aber natürlich keiner echten. Statt Eheringe stecken sich die beiden gestern in Kremmen Freundschaftsringe an den Finger. Initiiert wurde das von ihren Kindergärtnerinnen. Aber ansonsten war alles wie bei den Großen: eine Hochzeitsgesellschaft, der Hochzeitsmarsch, eine Standesbeamtin, die Frage aller Fragen. Nur eines gab es nicht: den Kuss. Das war den beiden Kindern dann doch zu peinlich. Mehr als Drücken war nicht drin.

Hoffentlich hält der Freundschaftsbund nun auch über die Kindergartenzeit hinaus. Und wenn nicht: Wird es dann auch eine Zwergenscheidung geben? Schließlich lernen die Kinder doch fürs Leben.

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ORA aktuell

Rossmann baut am Oranienburger Fischerplatz

Donnerstag, den 20. September 2012
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Die Drogeriekette Rossmann baut eine neue Filiale am Oranienburger Fischerplatz. Das berichtet die Märkische Allgemeine. Die Verkaufsfläche soll 700 Quadratmeter groß sein. Der bisherige Laden an der Bernauer Straße hat 280 Quadratmeter.

Das neue Haus soll im Frühjahr 2013 öffnen. Die sieben Mitarbeiter ziehen mit um, fünf weitere werden eingestellt.

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RTZapper

Das!: Jenny Elvers-Elbertzhagen

Donnerstag, den 20. September 2012
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MO 17.09.2012 | 18.45 Uhr | NDR fernsehen

Wieder mal diktieren die Boulevardmedien, wie der Rest ein bestimmtes TV-Ereignis zu sehen hat. Nun hat es die Schauspielerin Jenny Elvers-Elbertzhagen getroffen.
Sie hatte am Montagabend einen, nun ja, nicht ganz gelungenen Auftritt in der Sendung “Das!” im NDR fernsehen. Eigentlich war sie gekommen, um ihren Auftritt in einer ZDF-Serie zu promoten. Doch Elvers-Elbertzhagen schien ein bisschen überdreht und fahrig. Um es kurz zu machen: Sie wirkte angetrunken.

Ein irrer Auftritt, da haben “Bild” und Co. schon recht. Dass sie jedoch wirres Zeug gesprochen, nicht auf die Fragen von Moderatorin Bettina Tietjen geantwortet oder gar gelallt habe – nein, so dramatisch war es dann doch nicht.
Okay, man merkte Jenny Elvers-Elbertzhagen deutlich an, dass da was nicht stimmte. Sie war unkonzentriert, kicherte manchmal ein bisschen zu laut, stieß aus Versehen ein Glas vom Tisch, saß manchmal sehr unvorteilhaft auf dem Sofa und male wunderliche Sachen auf einen Block.

Der NDR forderte die Internetplattform Youtube inzwischen auf, alle Videos des Interviews löschen zu lassen. In der Tat ist es so, dass insbesondere die Kurzversionen irreführend wirken könnten. Wenn man sich natürlich nur die abgedrehtesten Momente des Talks ansieht, dann könnte man locker denken: Hilfe, war die aber hackedicht.
Am Mittwochabend war jedoch erneut ein Video bei Youtube zu finden – und zwar der komplette, fast 25-minütige (!) Talk. Wer sich dieses ganze Bild von der Sache macht, wird das alles lockerer sehen.
Im Großen und Ganzen war Jenny Elvers-Elbertzhagen noch einigermaßen bei Sinnen. Sie war in der Lage, ein Gespräch zu führen, wenn auch fahrig. Sie hat alle Fragen beantwortet. Dass sie Dinge erzählt hat, die nicht gefragt waren, stimmt so nicht. Dass sie etwas malte, machte durchaus Sinn, sie wollte zeigen, dass sie ihren Schmuck selbst entwirft.

Dennoch: Nicht nur dem Management der Schauspielerin, auch dem NDR werden Vorwürfe gemacht. Zurecht. Warum ließ man Elvers so auf den Bildschirm? Und warum brach man den Talk nicht früher ab? Redaktionsleiter Thomas Kühn sagte am Mittwoch im NDR-Medienmagazin “Zapp”, dass man die Gespräche mit Elvers eingekürzt und mehr Beiträge in die Sendung reingenommen habe. Aber kann man das glauben? Die Elvers-Passagen dauerten insgesamt immer noch gut 25 Minuten. Bekommen andere Gäste im 45-Minuten-Magazin noch mehr Raum?
Es scheint, als ob die Redaktion im Hintergrund beschlossen hatte: Augen zu und durch. Im Zeitalter von Twitter, wo sofort auf solche Dinge reagiert wird, geht das aber leider nicht mehr.

So bleibt am Ende ein sehr peinlicher, aber lange nicht so skandalöser Auftritt wie von einigen Medien dargestellt. Und die Meldung, dass Frau Elvers-Elbertzhagen ein großes gesundheitliches Problem habe. Die Rede ist angeblich von einer Entzugsklinik.

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