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Moment mal: Dörflicher Zusammenhalt

RT freut sich mit den Ludwigsauern über ihr durchaus reges Dorfleben

MAZ Oranienburg, 17.9.2012

Wenn es heißt: „Lass uns doch mal nach Ludwigsaue fahren“, dann blickt man sehr oft in fragende Gesichter. Aber Rainer Klaas, der Vorsitzende des Heimatvereins in dem kleinen Dorf, weiß, dass Ludwigsaue der letzte Zipfel von Kremmen ist. Und auch der äußerste in ganz Oberhavel.
Aber vielleicht ist es ja genau diese Abgeschiedenheit – der Ort liegt mitten im Wald zwischen Beetz in Oberhavel und Rüthnick in Ostprignitz-Ruppin –, die die Menschen näher zusammenrücken lässt.

In Ludwigsaue ist mehr als nur einmal im Jahr etwas los. Das Drachenfest am Sonnabend auf der Festwiese am Dorfrand brachte sie mal wieder alle zusammen, um gemeinsam zu feiern. Im Heimatverein sind etwa 70 Menschen aktiv beteiligt. Wenn man bedenkt, dass in dem Ort nur etwa 125 Menschen leben, dann ist das ein ordentlicher Wert. Gemeinsam stellen sie Feste auf die Beine, säubern das Dorf oder besprechen, was sie für Ludwigsaue erreichen wollen und was nicht. Der Beetzer Ortsvorsteher Peter Winkler kann ein Lied davon singen, dass die Menschen in dem abgelegenen Ortsteil immer ihre Meinung vehement vertreten.
Schön, dass es in 15 Jahren Heimatverein gelungen ist, einen solchen Zusammenhalt unter der Mehrheit der Bewohner zu wahren.

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