Tagesarchiv für 17. August 2012

RT im Kino

Starbuck

Freitag, den 17. August 2012

Als was möchte man später mal in Erinnerung bleiben? Bei David (Patrick Huard) scheint das erst mal nicht einfach zu sein. Er fährt Fleisch aus. Das ist nicht besonders anspruchsvoll, und er ist auch noch nicht besonders gut darin. Nun aber gibt es doch noch etwas in seinem Leben: David ist der Masturbator. Vor 20 Jahren hat er unter dem anonymen namen Starbuck in einer Samenbank fast 600 Spermaspenden hinterlassen. Nun hat er weit mehr als 500 Kinder, und 142 davon wollen wissen, wer denn ihr leiblicher Vater, wer denn der Samenspender ist.
Nun ist guter Rat teuer. Nach und nach schleicht sich David in das Leben seiner Kinder, deren Leben gewissermaßen beim Wichsen in einen Plastikbecher begann.

Die Geschichte in “Starbuck” ist – abgesehen von der Übertreibung – gar nicht so weit hergeholt. In Deutschland gab es tatsächlich die Klage einer Frau, die ihren Samenspender kennenlernen wollte. Das Gericht wies das ab, der Spender muss anonym bleiben.
In dem kanadischen Film “Starbuck” erzählt Ken Scott eine solche Story. David, der arme Schlucker, hat nicht nur hohe Schulden, sondern nun auch noch den Prozess der vielen Nachkommen am Hals. Andererseits ist er ein herzensguter Mensch. Das zeigt sich schnell daran, wie er ins Leben der “Kläger” drängt.
Es ist eine schöne Mischung aus leiser Komödie und einer durchaus ernsten Geschichte. So kommt “Starbuck” auch nahezu ohne Kitsch aus, auch das Ende erscheint erfreulich realistisch.
Ach ja, und wer Lust bekommen hat, auch Samen zu spenden – nebenbei erfahren wir, dass man dafür ganz schön Asche bekommt…

7/10

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RTelenovela

Traumtagebuch (98): Nazialarm

Freitag, den 17. August 2012
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(97) -> 13.8.2012

Auf der Straße kommt mir eine Gruppe Nazis entgegen. Sie grölen herum. Ich laufe schnell ins Haus. Ich bekomme mit, dass sie sich darüber amüsieren. Sie folgen mir ins Haus, ich höre ihre Schritte im Flur.
Ich halte die Tür von innen zu, ich möchte nicht, dass sie reinkommen. Ich sehe sie durch die Scheibe, sie lachen. Irgendwann geben sie sicher auf, denke ich mir. Aber sie bleiben auf dem Flur stehen.
Ich schreie ihnen zu: “Ich seid doch die Dümmsten!” Und tatsächlich laufen sie nun doch langsam wieder raus.
Ich renne zum Nachbarn und verstecke mich dort hinter der Hecke, beobachte, wie die Nazis wieder auf der Straße marschieren. Aber ich bin erst mal sicher.

Da endet dieser Traum.

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