Tagesarchiv für 14. August 2012

RTelenovela

Der Garten um die Ecke

Dienstag, den 14. August 2012
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Sind Schrebergärten eigentlich etwas typisch Deutsches? Ein Bekannter von mir hat eine sehr schöne Wohnung am Rande des Marktplatzes in Rochlitz in Sachsen. Aber eines hat er da nicht: einen Garten. Jedenfalls nicht zu Hause. Will er in seinen Garten, dann muss er ein paar hundert Meter laufen. Sein Garten liegt um die Ecke.

Wer in die Kleingartensiedlung kommt, muss sein Auto draußen parken (wir sind sowieso dorthin gelaufen). Denn es gibt zwar Straßen in der Siedlung – aber die sind so schmal, dass es eher Wege sind, obwohl diese Wege Straßennamen haben.
Parzelle reiht sich an Parzelle, und jeder der Gärten sieht anders aus. Je nachdem, was der Gartenfreund so mit seinem Stück Land vor hat.

Die Parzelle ist recht klein, aber dennoch vielvältig. Es gibt eine kleine Wiese. Erdbeeren, Johannisbeeren, Gurken, Tomaten, Kräuter, Salat – und was weiß ich noch alles. Dazu eine Sitzecke, einen Kompost, einen Schuppen und eine kleine Laube, in der man notdürftig auch mal eine Nacht verbringen kann.

Also, mir würde ja schon ein Balkon ausreichen…

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aRTikel

Sommerfelder beklagt fehlende Transparenz

Dienstag, den 14. August 2012
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Ortsbeiräte stellen keine Protokolle ins Netz / Piratenmitglied spricht Problem an

MAZ Oranienburg, 14.8.2012

Tobias Unbekannt, Mitglied der Piratenpartei, möchte Protokolle aus den Ortsbeiräten im Internet abrufen. Die Stadt Kremmen lehnt das ab.

KREMMEN
Wenn der Sommerfelder Tobias Unbekannt wissen möchte, was im Ortsbeirat seines Dorfes besprochen wurde, dann muss er nach Kremmen ins Rathaus. Er muss mit den Mitarbeitern einen Termin ausmachen, um Einsicht ins Protokoll zu bekommen.
Tobias Unbekannt, Mitglied der Piratenpartei, findet das nicht mehr zeitgemäß. In der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 23. August in Kremmen, will er das Thema in der Einwohnerfragestunde ansprechen. Er wünscht sich, dass alle Protokolle aus den Ortsbeiräten und den Ausschüssen auf der Internetseite www.kremmen.de einsehbar sind. „So steht es auch im Grundsatzprogramm der Piraten“, sagt der Sommerfelder. „Wir fordern mehr Transparenz für die Bürger.“

Als Unbekannt das Thema im Sommerfelder Ortsbeirat ansprach, bekam er von Ortsvorsteher Jürgen Kurth als Antwort nur die Gegenfrage „Wie soll das denn gehen?“
Die Protokolle, die bei den Sitzungen entstehen, könnten nach Ansicht von Tobias Unbekannt, ohne Probleme auf die Webseite gestellt werden. „Dann könnte jeder Bürger ein bis zwei Tage später sehen, worüber gesprochen wurde.“ Als positives Beispiel in dieser Hinsicht nennt Unbekannt die Bezirksverordnetensammlung in Berlin-Lichtenberg. „Dort wird alles online gestellt.“ In Süden von Oberhavel bietet keine Gemeinde diesen Service an.

Charlott-Luise Stolzenberg vom Kremmener Hauptamt sieht dafür auch keine Notwendigkeit. „Grundsätzlich beschließen ja die Ortsbeiräte nichts, sie empfehlen nur.“ Dennoch ist nicht geplant, die Protokolle hochzuladen. „Jeder Bürger kann zu der öffentlichen Sitzung hingehen und Fragen stellen“, sagte sie gestern in einem Gespräch mit der MAZ. „Wenn es besondere Punkte gibt, werden diese dann außerdem ausgehangen.“ Das passiert in den Schaukästen in den Kremmener Ortsteilen. „Damit haben wir der Veröffentlichungspflicht genüge getan“, sagt die Verantwortliche für die Kremmener Internetseite. Und noch ein Probleme gebe es, so Stolzenberg: Einige Ortsvorsteher würden gar keine Protokolle anlegen, andere nur handschriftlich. „Das ist jedem selbst überlassen“, so die Mitarbeiterin des Hauptamtes.

Wenn Tobias Unbekannt am 23. August vor den Stadtverordneten das Problem anspricht, wird sich wohl so schnell nichts daran ändern.

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RTelenovela

An der schönen Zschopau – zumindest ein paar Schritte

Dienstag, den 14. August 2012
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Was für eine Kulisse! Die Zschopau, ein kleiner Fluss mit einem schönen Wasserfall, dahinter die Burg Kriebstein.
Wer an der Grenze zwischen Kriebstein und Kriebethal parkt, kann seitlich der Burg hochlaufen und sie die alten Gemäuer ansehen. Rein komtm man allerdings nicht. Dafür gibt es auf der anderen Seite der Burg einen großen Parkplatz, von dem aus man dann noch einen guten Kilometer laufen muss.

Es ist ein herrliches Stück Natur, das sich dort, nördlich von Chemnitz, bietet. Über eine schmale Fußgängerbrücke geht es ans andere Ufer. Als die große Flut im August 2002 Sachsen erreichte, scheint die Brücke zerstört worden zu sein. Ein entsprechendes Schild weist auf den Neubau hin.
Am Wasserfall vorbei führt ein schmaler Wiesenweg entlang des Flusses. Nach und nach verschwindet der rauschende Ton des Wasserfalls. Ein paar Minuten lang erlebt man die Stille der Natur. Wiesen, Wälder, Wasser.

Aber dann, ganz plötzlich: ein Wall. Ein fetter Wall. Das Ungetüm schneidet die Zschopau ab. Dabei handelt es sich um eine der Mauern der Talsperre Kriebstein. Ein unfassbar hässliches Monster. Und was gerade Gänsehaut erzeugt: Auf der anderen Seite der Mauer ist Musik zu hören. Irgendwie surreal.
Ich laufe so weit, bis ein Zaun den Weg versperrt. Ich drehe um, laufe wieder in Richtung Natur, Stille und zum Wasserfall.

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