Tagesarchiv für 28. Juli 2012

RTZapper

Olympia live: Eröffnungsfeier

Samstag, den 28. Juli 2012
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FR 27.07.2012 | 21.30 Uhr | ZDF

Gigantisch, aber nicht pompös. Wahnsinnig, aber nicht gigantomanisch. Die Briten haben am Freitagabend der Welt gezeigt, wo der Hammer hängt.
Die 30. Olympischen Sommerspiele in London sind eröffnet, und das mit einer fantastischen, allerdings mit fast vier Stunden etwas überlangen Show.

Die meisten, man möchte fast sagen: alle, die etwas mit Kultur in Großbritannien zu tun haben, kamen nach London, um bei dieser Eröffnung ihren Teil beizutragen. Von Mike Oldfield bis Paul McCartney. Von Daniel Craig bis Rowan Atkinson. Von Sir Simon Rattle bis Underworld. Von den Arctic Monkeys bis zur Queen herself. Dazu Musik von Blur bis The Progidy.
Rowan Atkinson gibt eine Slapstickeinlage am Klavier, die Queen kommt per Fallschirm ins Olympiastation – der britische Humor darf keineswegs zu kurz kommen.

Das Olympische Feuer entsteht aus sieben brennenden Fackeln, und es sieht wunderbar aus, wie sie zu einer Flamme verschmelzen. Es ist Theater, es ist Disco, es ist Geschichte – es sind große Momente.

Erstmals war übrigens auch der Ton nahezu perfekt. Offenbar hat das ZDF den Ton diesmal anders abgemischt, als es bislang üblich war. Der Stadionklang war diesmal nicht hallig, und die Reporter waren trotzdem zu verstehen. Auch wenn Wolf-Dieter Poschmann viel zu viel gelabert und einige schöne Augenblicke dadurch zerredet hat. Nun ja, er ist halt Sportkommentator.

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RTelenovela

22 Uhr. Ruhe gefälligst!!

Samstag, den 28. Juli 2012
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Martina S. lebt idyllisch am Rande des Oranienburger Schlossparks. Das ist bestimmt sehr schön, auch recht ruhig.
Aber, und das findet Martina S. blöd, dummerweise finden in eben jenem Schlosspark im Sommer ab und zu Konzerte statt, und die enden unverschämterweise nicht um 22 Uhr.
Das führt dazu, dass Martina S. am Sonnabend um 22 Uhr nicht schlafen gehen kann, weil es dann noch so furchtbar laut ist. Mit ihr haben 38 Anwohner des idyllischen Schlossparkes unterschrieben.

Martina S. hat es wirklich nicht leicht. Sie wurde offenbar gezwungen in eine Stadt zu ziehen, ein Leben auf dem pupsig-ruhigen Dorf ist ihr nicht möglich. Und, verdammt noch mal, warum müssen nach 22 Uhr noch Konzerte stattfinden, wenn Martina S. schlafen gehen will?

Aus der Stadtverwaltung und vom Bürgermeister selbst kommt die Antwort, dass die Zahl der Events im Schlosspark seit der Landesgartenschau stark zurückgegangen sei.
Und ich finde auch, dass es zumutbar ist, wenn man an einer solchen Stätte in einer mittelgroßen Stadt lebt, ab und zu Lärm zu ertragen ist.
Ich renne auch nicht raus auf die Straße und verscheuche nach 22 Uhr die Leute, die am Imbiss, der in meiner Nähe ist, laut rumgrölen, und die machen das öfter als zehnmal im Jahr.

Sicherlich ist es nicht immer schön, den Lärm erragen zu müssen. Aber andererseits kann man die Stadt auch gleich abschließen, wenn um 22 Uhr mit aller Musik Schluss gemacht werden muss.

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