Tagesarchiv für 24. Juli 2012

aRTikel

Vom Abiball bis zum Oktoberfest

Dienstag, den 24. Juli 2012
Tags: , , ,

Maximilian Warda aus Bärenklau organisiert neben dem Studium Events

MAZ Oranienburg, 24.7.2012

Der 23-Jährige plant, später sein Leben damit zu finanzieren. Aber ganz so weit ist es noch nicht.

BÄRENKLAU
Wenn Maximilian Warda mit Freunden auf eine Party geht, dann blickt er sich um: Wie läuft die Party ab? Was passiert hinter den Kulissen? Vielleicht kann sich der 23-jährige Bärenklauer davon was abgucken, denn er organisiert ebenfalls Events.
Eigentlich studiert er Allgemeines Management und Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule in Brandenburg an der Havel. Seine Eventorganisation „Peo“ läuft bislang nebenher – das aber schon seit 2010.
Ursprünglich stand „Peo“ für die Puschkin-Event-Organisation, gegründet am Hennigsdorfer Puschkin-Gymnasium, an dem Warda sein Abitur abgelegt hat. „Ich bin da durch einen Freund reingerutscht“, erzählt er. Maximilian Warda sollte beim Marketing helfen. Davor lief das über die Technik-AG der Schule. Die Halloweenparty 2008 war das erste von ihm mitorganisierte Event.

Im Jahr danach machte er sein Abi, half aber weiter bei Festen der Schule. Später meldete er sich als Einzelunternehmer an, inzwischen arbeitet er gemeinsam mit dem 22-jährigen Ludwig Platz.
Für das Puschkin-Gymnasium kümmerten sie sich 2011 um den Abiball. „Wir haben uns entschlossen, uns auf den Raum Oberhavel und Havelland zu konzentrieren“, sagt Maximilian Warda. Er findet, dass Schüler in Oberhavel ihren Abiturball auch in der Region veranstalten sollten und nicht in Berlin. Auch die Bärenklauer Hüttengaudi war von Wardas „Peo“ organisiert.

Seine Firma nimmt einen Großteil seiner Freizeit ein. „Es ist schwierig, den Job vom Rest zu trennen“, sagt er. Nach der Uni setzt er sich hin und plant, manchmal auch ein ganzes Wochenende lang. Auch kümmert er sich um die Internetseite. „Alles learning by doing“, erzählt er. Er bringt sich vieles selbst bei, ab und zu bekommt er Hilfe von Freunden. Bei der Leegebrucher Big-City-Disco arbeitet er an den Lasern, sorgt für die Lichtshow. Wenn Zeit ist, geht er mit seinem Vater im Wald joggen und im Winter Ski fahren. „Aber viel Freizeit ist nicht“, sagt er.

Sein Traum: Er möchte mit der Firma sein Leben verdienen. Aber so weit ist es noch nicht. „Wahrscheinlich werde ich mich erst mal an eine Eventagentur ranheften.“ Das nächste Projekt ist das Oktoberfest am 27. Oktober im Bärenklauer Dorfkrug.

Hits: 111

aRTikel

1992: In Schwante stirbt der Konsum

Dienstag, den 24. Juli 2012
Tags: , , , , , , , , , , , , , ,

Juli 1992 I -> 4.7.2012

Vor 20 Jahren: Heißer Sommer mit 35 Grad

MAZ Oranienburg, 24.7.2012

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg? Diesmal: die zweite Hälfte im Juli 1992.

OBERHAVEL
In Liebenwalde gibt es im Sommer 1992 Streit um ein geplantes Gewerbe am Thürenweg. Willi Fechner wollte in einem Teil der dortigen Stallungen Fenster, Türen und Rollläden herstellen. Die Stadtverordneten stimmten dem zu. Doch dann schrieb Bauamtsleiter Hartmut Bein ans Landratsamt, dass die Zustimmung doch nicht gegeben werden könne, die Fläche liege im Außenbereich, die Gebäude hätten deshalb Bestandsschutz. Nun entschieden sich auch die Stadtverordneten wieder um. Fechner will jedoch weiterkämpfen.

Die Treuhandanstalt irritiert die Oranienburger. Sie bietet in der Straße des Friedens 46 (Bernauer Straße) für 1,2 Millionen Mak ein ungenutztes Grundstück an. Blöd nur, dass es gar nicht ungenutzt ist – dort steht der RFT-Laden.

Der Zehlendorfer Bürgermeister Hubert Mroszweski ist empört. Eigentlich gilt es als beschlossene Sache, dass Zehlendorf zum neuen Amt Oranienburg-Land zählen soll, nun bekam er Post vom Innenministerium in Potsdam. Der Minister schreibt, dass Zehlendorf zur Stadt Liebenwalde zugeschlagen werden soll. Entsprächen die Gemeindevertreter der „Bitte“ nicht, dann greife das Ministerium ein.
Unterdessen steht fest: Liebenthal geht in der Stadt Liebenwalde auf – und das freiwillig.

Das Konsum-Sterben auf dem Land geht weiter. Obwohl der Umsatz gestiegen ist, schlägt für den Laden in Schwante das letzte Stündlein. In der Gemeinde wird bereits über eine Nachfolge diskutiert. Wahrscheinlich ist auch bald in Vehlefanz Schluss, in Flatow hat der Konsum bereits geschlossen.

35 Grad im Schatten am 21. Juli 1992 – der Sommer hat seinen Höhepunkt erreicht. Das hat Folgen. Zwischen Birkenwerder und Bergfelde brennen 0,8 Hektar Wald. Und nach der Hitze folgt das Unwetter. In der Nacht zum 22. Juli stürzen Bäume um, reißen Stromleitungen und laufen Keller voll.

In Ludwigsaue wohnen nur 80 Leute, dennoch will das Dorf unabhängig sein und fordert im Kremmener Amtsausschuss zwei Sitze. Die Beetzer Bürgermeisterin Ingeborg Füllert kann den Wunsch verstehen, weist aber darauf hin, dass die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben müsse. Schließlich wohnen allein in Beetz zehnmal mehr Leute als in Ludwigsaue.

In der Nähe der Lagermauern des ehemaligen KZ Sachsenhausen legen Bundeswehr und Polizei am 30. Juli 1992 ein Massengrab frei. Darin liegen 80 Schädel und Skelette. Es handelt sich wohl um Opfer des nach 1945 entstandenen Speziallagers.

Hits: 166

RTZapper

Die Story im Ersten: Jung trifft alt

Dienstag, den 24. Juli 2012
Tags: ,

MO 23.07.2012 | 23.00 Uhr | Das Erste

Heutzutage treffen Jung und Alt kaum noch aufeinander. Die Alten werden ins Pflegeheim abgeschoben, wo sie von der heutigen Welt kaum noch etwas mitbekommen. Die Jungen scheinen sich oft nicht darum zu scheren, was die Alten eigentlich machen, was sie denken, wie sie fühlen.

Deshalb ist “Jung trifft alt” im Ersten ein sehr spannendes Experiment, das zudem auch sehr interessant umgesetzt wurde.
Drei junge Leute um die 20 kommen in ein Pflegeheim, um sich um eine Gruppe Rentner zu kümmern. Später reisen sie gemeinsam nach Mallorca.
Dort gilt’s: Kann die junge Frau wirklich ausschlafen, weil es noch soo früh ist?Muss die alte Frau es akzeptieren, wenn plötzlich junger Mann ins Bett der jungen Frau steigt und die Mitbewohnerin das mitansehen muss?

Es sind sowohl Generationskonflikte, aber auch völlig normale zwischenmenschliche Aspekte, die in der Doku zur Sprache kommen. Wie kümmern wir uns eigentlich umeinander? Müssten wir uns nicht viel mehr kümmern – und vor allem füreinander interessieren?
Am 30. Juli läuft der 2. Teil der sehenswerten Doku.

Hits: 102

RTelenovela

Traumtagebuch (92): Fenster zum Gleis

Dienstag, den 24. Juli 2012
Tags: , ,

(91) -> 19.7.2012

Ich stehe in meinem Elternhaus und sehe mich um. Es ist völlig entkernt. Das Wohnzimmer ist leer. Großbaustelle.
Familie D., Nachbarn ein paar Häuser weiter, bietet an, doch so lange bei ihnen einzuziehen. Aus irgendeinem Grund nehmen wir das Angebot an.
So finde ich mich plötzlich in einem mir fremden Zimmer wieder. Links, an der Seite steht das Bett, daneben ein hängt ein Regal an der Wand.

Plötzlich bebt er ganze Raum, tosender Lärm. Ich laufe zum Fenster und sehe, dass das Haus extrem dicht an den Bahngleisen des Bahndamms steht. Ein Zug donnert gerade vorbei.
Als er weg ist, mache ich das Fenster auf. Das Haus steht so dicht, dass ich eine Hand aufs Gleis legen kann.
Hier soll ich wohnen?

Doch dann fällt mir ein: Ich habe doch eine eigene Wohnung, brauche das Übergangsheim gar nicht.
Und dann wache ich auf.

Hits: 90