Tagesarchiv für 11. Juli 2012

RTZapper

Im Bett mit Paula

Mittwoch, den 11. Juli 2012
Tags: ,

SO 08.07.2012 | 22.00 Uhr | zdf.kultur

So innovativ die neuen ZDF-Digitalprogramme auch sind: Manchmal ist völlig unklar, warum ein Format im Jugendkanal läuft, das andere im Kultursender oder das Dritte beim Infokanal. Das sollte sich das ZDF ernsthaft überlegen, die Programmschemen zu überarbeiten oder vielleicht ganze Sender zusammenzulegen.

“Im Bett mit Paula” heißt eine neue Talkshow auf zdf.kultur. Sie hatte am Sonntagabend Premiere. Die idee ist eigentlich ganz nett: Sexpertin Paula Lambert lädt sich Männerbesuch in ihr Bett ein, um dann nur über das Eine zu quatschen: Sex. Nilz Bokelberg sinnierte über sein kurzes, erstes Mal und darüber, dass bei VIVA wohl sexmäßig wenig lief unter den Moderatoren. Pornofilm-Produzent RP Kahl erzählte über seine … na ja, worüber sonst: Pornos.

Dass wir dieses Format nun wirklich brauchen, würde ich jetzt zwar nicht behaupten, interessant ist “Im Bett für Paula” aber trotzdem. Dennoch hat Paula die große Chance verschenkt, eine wirklich gute Sendung abzuliefern. In 30 Minuten werden zwei Gäste abgefrühstückt, und das nicht mal im Dreiergespräch. Stattdessen wird aus zwei total verschiedenen Talks an selber Stelle eine Sendung zusammengestückelt.
Es wäre spannender gewesen, 30 Minuten auf einen Gast einzugehen. Vielleicht würde das Gespräch dann auch in die … ähm… Tiefe gehen. Also inhaltlich, ne?!

Hits: 84

RTelenovela

Physio (3): Wo isser denn, der Schmerzpunkt?

Mittwoch, den 11. Juli 2012
Tags: ,

(2) -> 4.8.2009

Es wurde mal wieder höchste Zeit. Drei Jahre sind vergangen seit meiner letzten Physiotherapie in Neuruppin. In dieser Zeit hat sich inbesondere in meiner Halswirbelsäule etwas getan – nur leider wenig Gutes. Deshalb verschrieb mir mein Doktor nun sechs Physiotherapiestunden.
Alle sechs sind bereits zu Ende, und eigentlich bräuchte ich noch ein paar mehr.

Wo isser denn, der Schmerzpunkt? Das war die Frage aller Fragen, die meine Therapeutin und mich in den sechs Nicht-ganz-30-Minuten-Sitzungen (also ich habe eigentlich eher gelegen) beschäftigten.
Das Credo meiner Oranienburger Knetkünstlerin: kein Schmerz. Ich habe einen Freund, der damit kokettiert, dass Schmerz bei so einer Therapie etwas ganz Normales sei (vielleicht macht er auch nur Scherze, keine Ahnung). Nicht so bei dem, was ich in den vergangen Wochen erlebt habe. Der Schmerz soll nicht unangenehm sein.

Und so knetete sie an meiner HWS herum, irgendwann entdeckte sie auch die Punkte, auf die es ankam, dort, wo es ordentlich zog oder ein bisschen hart und knubbelig war.
Was mich allerdings ein bisschen wundert: Dieses Mal gab es keine Übungen. Von einer Krankengymnastik kann keine Rede sein – Gymnastik kam nicht vor, es sei denn, das Kneten ist Gymnastik.

Demnächst gibt es eine zusätzliche Therapiestunde: der Rücken. Dass ich dort unfassbar empfindlich bin (um nicht zu sagen: kitzlig), das wird sie noch früh genug erfahren.

Hits: 89

RTZapper

Bericht aus Berlin: Sommerinterview

Mittwoch, den 11. Juli 2012
Tags: ,

SO 08.07.2012 | 18.30 Uhr | Das Erste

Die von der ARD sind cooler, als man so denkt. Aber nur ein bisschen. Ein ganz kleines bisschen. Am Sonntagabend lief das erste Sommerinterview innerhalb vom “Bericht aus Berlin”. SPD-Chef Sigmar Gabriel antwortete auf die spannenden Fragen der ARD-Top-Journalisten Ulrich Deppendorf und Rainald Becker.

Und damit die Zuschauer auch das Gefühl bekommen, dass sie da was zu sagen haben, gibt man ihnen die Möglichkeit, eine (ja, genau eine) Frage zu stellen. Und die dürfen sie sich auch noch aus drei Möglichkeiten aussuchen:
Frage 1: Wie wollen Sie sich von Angela Merkel und der CDU abgrenzen?
Frage 2: Was halten Sie denn vom Erfolg der Frau Kraft in Nordrhein-Westfalen?
Frage 3: Die SPD redet so viel von Bildung. Was kann man konkret tun, um das Ganze sinnvoller zu gestalten und für jeden zugänglich zu machen?
Heißa, das ist ja ein Spaß! Da lässt man die doofen Zuschauer einfach mal eine der doofen Fragen wählen.

Und der Witz dabei: Diese doofe Frage, die die meisten Stimmen bekommen hat, wird dann nicht mal im “Bericht aus Berlin” gestellt. Die müssen sich die Zuschauer dann im Internet ansehen.
Wäre ja auch blöd, wenn man die Leute, die man mit solchen Aktionen aus dem Netz zur Sendung gelockt hat, nicht gleich wieder dorthin zu verscheuchen.
Doch nicht so cool.

Hits: 80