Tagesarchiv für 30. Mai 2012

aRTikel

1992: Premiere für S-Bahn nach Frohnau

Mittwoch, den 30. Mai 2012
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Mai 1992 I -> 15.5.2012

Vor 20 Jahren: Tausende feiern in Hohen Neuendorf / Anschlag in Sommerswalde

MAZ Oranienburg, 30.5.2012

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg? Diesmal: die zweite Hälfte im Mai 1992.

OBERHAVEL
Zwei Tage nachdem die MAZ berichtet hat, dass in die Baracken am Rande von Sommerswalde ein Asylbewerberheim mit 80 Leuten einziehen soll, legen Unbekannte dort am 16. Mai 1992 einen Brand. Mehrere Zimmer sind durch den Ruß unbewohnbar. Aber auch nach dem Brandanschlag hält der Kreis an seinem Vorhaben fest.

Die Gemeinde Beetz will das alte Schloss in Ludwigsaue verkaufen. Der Verfall schreitet voran, der symbolische Kaufpreis ist eine Mark. Für die neuen Schlossherren könnte eine Renovierung allerdings extrem aufwändig werden.

Die Einwohner von Glienicke sprechen sich mit großer Mehrheit für die Eigenständigkeit der Gemeinde aus. Fast 87 Prozent wollen, dass Glienicke sich keinem Amt anschließt. Der Kreistag stimmt allerdings zwei Wochen später dagegen. Glienicke habe zu wenige Einwohner für eine amtsfreie Gemeinde.

Auch in Germendorf kracht es gewaltig. Es gibt den Plan, gemeinsam mit Leegebruch eine Gemeinde zu bilden. Sie soll Leegebruch heißen – mit den Ortsteilen Germendorf und Gartensiedlung. Doch die Germendorfer wollen das nicht. Sowohl Alteingesessene als auch Neubürger pochen auf Tradition und Selbstbewusstsein. Germendorfs Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse kritisiert am 18. Mai 1992 den überstürzten Abschluss des Vertrages.

Das Oranienburger Gymnasium am Bahnhof hat nun einen Namen: den von Friedlieb-Ferdinand Runge. 750 Jugendliche besuchen die Schule, der Akt der Namensgebung findet am 22. Mai 1992 in der Aula statt.

Der Ausbruch eines mehrerer Banküberfälle verdächtigen Mann aus der Oranienburger U-Haft am 24. Mai 1992 wirft Fragen nach dem baulichen Zustand der Justizvollzugsanstalt auf. Der Mann war während des Hofgangs geflüchtet, selbst ein Warnschuss stoppte ihn nicht. Nun soll die Mauerkrone erneuert werden.

Das Tauziehen um die Kreisgebietsreform geht weiter. Nachdem sich Templin für einen gemeinsamen Kreis mit Oranienburg und Gransee ins Gespräch gebracht hat, will die Oranienburger SPD den Kreis Nauen ins Boot holen.

Am 31. Mai 1992 fährt die erste S-Bahn zwischen Hohen Neuendorf und Berlin-Frohnau seit dem Mauerbau. Mehr als 1000 Leute empfangen den Zug auf dem Bahnsteig. Wermutstropfen: Oranienburg verliert die durchgehende Bahnverbindung zum Flughafen Schönefeld. Die S-Bahn fährt über den Ostring nur noch bis Birkenwerder.

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RT im Kino

Men in Black 3

Mittwoch, den 30. Mai 2012

“Here comes the Men in Black!” Na, diese Musik hat man doch sofort im Ohr, wenn man an den Kinofilm aus dem Jahre 1997 denkt. Dieser Song, einst gesungen und gerappt von Will Smith, kommt im dritten Teil der Alienjagdreihe nicht vor. Das ist ein bisschen schade. Genauso schade wie die Tatsache, dass diesem verspäteten Aufguss ein wenig der Pepp fehlt.

Die Erde ist in Gefahr. Mal wieder. Agent J (Will Smith) muss diesmal in die Vergangenheit – ins Jahr 1969 – zurückreisen. Dort ist nämlich sein langjähriger Kollege K (Tommy Lee Jones) kurz davor, den Fehler seines Lebens zu begehen: Er nimmt einen Außerirdischen fest. Besser wäre es jedoch, ihn zu erschießen, denn im Jahre 2012 sorgt dieser Außerirdische für den Untergang der Erde.

Will Smith (43) und Tommy Lee Jones (65) wollen es noch mal wissen. Wobei Jones ein wenig so aussieht, als habe er eine ziemlich verunglückte Gummimaske auf. Vielleicht ist das auch der Grund, warum er im Hauptteil von “Men in Black 3” gar nicht vorkommt. Im Rückblick spielt Josh Brolin die Rolle des K, und angeblich ist er dort 29, aber eigentlich ist er so alt wie Will Smith – aber wenigstens wird diese Diskrepanz im Film auch kurz angesprochen.
Die Geschichte ist nett, hat auch einige Lacher parat. Der eine oder andere Alien wird in die Luft gejagt, dazu eine Prise Gags, und fertig ist der Lack. Doch alles in allem ist der so ziemlich ab.

6/10

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RTelenovela

Automatencasino vs. Image

Mittwoch, den 30. Mai 2012
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Als das Hennigsdorfer Einkaufszentrum “Das Ziel” im Jahr 1996 eröffnete, war es das ganz große Ding für die Kleinstadt am Rande Berlins: eine Bowlingbahn, eine mexikanische Gaststätte, eine Bar, ein Kino, viele Läden.

“Das Ziel” heute ist nicht mehr wirklich ein Ziel. Wer heute durch das mehretagige Center läuft, dem stockt stellenweise der Atem. Ganze Ladenpassagen stehen leer, in vielen Ecken herrscht gähnende Leere und eine drückende Stille. Die Gaststätte steht seit Jahren leer, die Bar ebenfalls. In der mittleren Etage sind viele Läden ausgezogen. Das Kino gibt’s noch, hat aber wenig Besucher – was widerum selbst verschuldet ist angesichts der grottigen Ton- und Bildqualität, die dem Gast dort geboten wird. Manchmal hat man den Eindruck, das Kino bietet nur noch Filme in Mono an.

Neueste Nachricht: Demnächst eröffnet dort ein Automatencasino. Das wirkt dann jedoch schon wie der letzte Strohhalm. Viele Städte haben inzwischen ein Zulassungsstopp für Automatencasinos in der Innenstadt beschlossen. Im “Ziel” dagegen scheint es keine Rolle zu spielen, dass solche Geschäfte nicht gerade förderlich fürs Image eines solchen Centers sind. Aber viele andere Interessenten scheint es in Hennigsdorf ja kaum noch zu geben…

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