Tagesarchiv für 23. Mai 2012

ORA aktuell

Handball: OHC-Torwart Gunnar Tredup hört auf

Mittwoch, den 23. Mai 2012
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Das Spiel gegen den Stralsunder HV am Sonnabend war sein Letztes als Torwart: Gunnar Tredup ist nicht mehr der Keeper beim Oranienburger Handballclub (OHC). Der 36-Jährige erklärt seine aktive Karriere für beendet.
Der Abschied war emotional. 18 Jahre lang hütete er das Tor beim OHC. Schon zu Saisonbeginn kündigte er seinen Abschied an. Jedoch werde er bereitstehen, wenn Not am Mann ist, sagte er in einem Interview mit der Märkischen Allgemeinen. Wer sein Nachfolger wird, steht noch nicht fest.

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RTZapper

Eurovision Song Contest 2012: 1. Halbfinale

Mittwoch, den 23. Mai 2012
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DI 22.05.2012 | 21.00 Uhr | einsfestival

Oh, oh, uh, oh, oh! Was ist denn da los? Da tritt Schlagergott Ralph Siegel zum 20. Mal beim Eurovision Song Contest an, und dann schafft es sein Song nicht mal ins Finale. Siegel war in diesem Jahr mit San Marino und dem “The Social Network Song (Oh Oh–Uh-Oh Oh)” am Start. Ursprünglich ging es darin mal um Facebook, das wurde Siegel jedoch verboten. Es gibt Gerüchte, dass der Komponist persönlich dafür gesorgt hat, dass die Facebook-Aktie so mies läuft.
Valentina Monetta schien von Siegel und dem Song auch nicht viel zu halten, denn als sie danach gefragt wurde, schüttelte sie erst genervt den Kopf und faselte dann mit steifem Blick was über Gefühle.
Hat halt nicht sein sollen. Aber, Ralph Siegel, vielleicht versuchen Sie ja nächstes Mal einfach, nicht den grottigsten Song des Wettbewerbes einzureichen.

Der große Hype bleibt in diesem Jahr aus. Baku in Aserbaidschan richtet 2012 den Eurovision Song Contest aus. Die politische Laghe ist schwierig, und es scheint, dass das diesmal mehr im Mittelpunkt steht als der eigentliche Musikzirkus.
Das ist zwar in Ordnung und muss so sein – ein bisschen mehr Hype im Jahr 2 nach Düsseldorf wäre trotzdem ganz schön.

Das 1. Halbfinale, das einsfestival am Dienstagabend live übertrug, hatte wieder Höhen und Tiefen. Für Montenegro trat ein Mann mit fetten Haaren an, der aussah, als wenn er auf einen Sprung aus seiner Suffkneipe vorbeigeschaut hat. Dazu sang er einen, ähm, engagierten Song über die Eurokrise.
Die kam bei Griechenland seltsamerweise nicht vor. “I feel alright”, sang Eleftheria Eleftheriou stattdessen.
Die Botschaft aus Albanien: In dem Land gibt es Vogelnester, die die Frauen bevorzugt auf dem Kopf tragen. Warum, weiß zwar niemand so genau, aber Rona Nishliu hat so herzergreifend geschrien, dass Europa mitleidig dafür gestimmt hat, dass sie im Finale weiterplärren darf.
Die Schweiz hat es leider nicht geschafft, dabei war der U2-Cure-“30 Seconds to Mars”-Mix ganz annehmbar. Auch die Österreicher sind raus. Dabei waren die Rapper doch richtig putzig: “Da woki mit deim Popo”, sangen die Trackshittaz, und irgendwie hörte ich da immer ein F-Wort, das da aber ganz gewiss nicht war.

Die Dänen dagegen haben es geschafft. Soluna Samay hatte aber auch einen ordentlichen Gemischtwarenladen im Angebot. Sie selbst im Schifferkostüm, dazu einen jungen Schnösel am Klavier, eine Tittenmaus am Bass, ein Schlabberheini am Cello und eine aufgedrehte Tante am Schlagzeug, und es schien, als ob keiner von ihnen das Intrument wirklich beherrschte. Sah aber gut aus. Und hörte sich ordentlich an.
Auch die russischen Omis sind im Finale – und spielen ganz sicher um den Sieg mit. Der ESC 2013 in Moskau? Die Alten sind charmant, und die Textteile “Party for everybody” geht ins Ohr.
Und zu guter Letzt: Jedward. Die aufgedrehten irischen Jungs sind auch wieder am Start – wenn auch in diesem Jahr in etwas gemäßiger Form. Und mit vier Backgroundsängern. Falls mal ein Jedward stimmmäßig ausfällt.

Die Stimmung in Baku ist dagegen noch ausbaufähig, das Publikum wirkt eher müde. Was vielleicht auch daran liegt, dass die Show um 0 Uhr Ortszeit beginnt. Und ob die steifen Moderatoren am Sonnabend auch so eine coole Eröffnungsnummer hinlegen, wie 2011 das Team Engelke-Rakers-Raab? Wohl eher nicht.

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RTZapper

Brautpaar auf Probe

Mittwoch, den 23. Mai 2012
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MO 21.05.2012 | 1.05 Uhr (Di.) | Das Erste

Hach, ist das schön: Da stehen die Leute im Flugzeug doch wirklich auf, um zu protestieren, weil der arme Koofi nach Ghana abgeschoben werden soll. Aber natürlich geht die Sache gut aus: Koofi darf bleiben.

Schöne heile Welt. In den schmalzigen Filmen der ARD ist sogar das brandheiße Thema der Abschiebungen eine schmierige Angelegenheit.
Die TV-Seife “Brautpaar auf Probe” lief 2005 im Hauptabendprogramm, die Wiederholung sieben Jahre später schaffte es dann nur in die Nacht. Und eigentlich gehört der Schmachtfetzen auch genau dort hin.

Lisa ist eine alleinerziehende Mutter, die von ihrer Freundin überredet wird, einen Mann aus Ghana zu heiraten, damit er nicht abgeschoben wird. Der ist natürlich ein Schönling, und Lisa verliebt sich auch ganz dolle in ihn. Er sich aber nicht in sie – vorerst. Dann ist da noch der Mann von der Ausländerbehörde, die das ganze – zurecht – für einen Fake hält.
Aber die heile Welt der ARD wäre nicht heil, wenn Koofi tatsächlich abgeschoben worden wäre. Das wäre wohl ein bisschen zu viel Dramatik gewesen. Und so stehen Lisa und Koofi am Ende am Flughafen und sehen auf das ohne Koofi abfliegende Air-Berlin-Flugzeug (natürlich keine Schleichwerbung).
Das sind Filme, die die Welt dringend braucht. Kann man denn nicht mal nachts auf anspruchsvolle Stoffe hoffen?

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RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (18): Schwarzes Loch

Mittwoch, den 23. Mai 2012
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(17) -> 21.4.2012

Ich hatte ein funktionstüchtiges Handy. Einen guten Monat lang. Dann ist mir die Scheiße runtergefallen, und die Sache mit dem funktionstüchtigen Handy hatte sich leider ganz schnell erledigt.

Es passierte im Hafen von Sassnitz auf Rügen. Eigentlich wollte ich mir das Telefon in die Brusttasche schieben. Doch irgendwie muss es vorbeigeflutscht sein, es landete auf dem Asphaltboden der Hafenstraße.
Erst war ich ganz froh: nichts zerbrochen, nicht mal ein Kratzer. Aber dann sah ich aufs Display. Ein großer schwarzer Fleck. Ganz langsam breitete er sich aus.
Das Display ist zerbrochen, innerlich.
Ich kann keine SMS mehr lesen, weil das meiste überdeckt ist. Nutze ich Facebook und Co. kann ich nur mit Mühe um das schwarze Loch herumlesen.

Ein Kollege meinte, das man das reparieren könne, er habe um die 50 Euro bezahlt. Ein anderer Kollege sprach von 80 Euro. Da aber mein Handy gerade mal um die 70 Euro kostete, bleibt mir nur eins: neu bestellen.
Mein Vorgängertelefon hat sieben Jahre gehalten, das Aktuelle nur einen Monat. Keine gute Bilanz.

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