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Pferdestunk mit Minister

Auf dem Dorf passieren manchmal merkwürdige Dinge. Da beschweren sich Leute, dass es stinkt. Nach Pferd. Dabei stinkt es doch auf dem Dorf öfter mal nach Tieren.

In Bötzow gibt es gerade richtigen Zoff. Einige Anwohner fühlen sich vom Pferdegestank eines Gehöftes gestört.
Pikant 1: Zu den Anwohnern, die sich aufregen, gehört Helmuth Markov, Brandenburgs Finanzminister.
Pikant 2: Einige der Pferdeunterstände auf dem betroffenen Hof sind illegal errichtet worden.

In der jüngsten Bötzower Ortsbeiratssitzung hat es nun ordentlich geknallt. Einerseits beharrt die Gemeinde darauf, dass dort etwas Illegales geschehen sei. Andererseits die die Pferdewirte, denen irgendwie nicht klar war, dass sie etwas Illegales gemacht haben – aber wohl einfach gebaut haben, weil sie von irgendwelchen Bedingungen ausgegangen sind, die dann doch nicht vorherrschten.

Wie ein befreundeter Blog schon festgestellt hat, wundere ich mich ja gerne mal. Und im Fall Bötzow ist das in der Tat mal wieder der Fall.
Wieso regen die Menschen, die mal aus gutem Grund aufs Dorf gezogen sind, über ländlichen Gestank auf? Ist das nicht ganz normal?
Aber wieso bauen Grundstücksbesitzer etwas Illegales und wundern sich dann, dass ihnen ans Bein gepisst wird? Nein, stattdessen lassen sie sich mit verschränkten Armen in der Zeitung abdrucken. Demut scheinen die Leute da nicht zu kennen.

Die Gemeinde Oberkrämer hat allerdings ein Problem: Vor einigen Wochen gab es in Eichstädt Zoff um eine Pferderennbahn, die teilweise auf illegalem Boden errichtet wurde. Aber weil es um Ansehen und Kohle ging, lenkte die Gemeinde ein und sorgte dafür, den Flächennutzungsplan zu ändern. Falls die Gemeinde in Bötzow auf ihrem Standpunkt beharrt, wird sie jedoch erklären müssen, warum man in Eichstädt eingriff und in Bötzow nicht.

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