Tagesarchiv für 12. Mai 2012

aRTikel

Jette: Süßlich wie Katzenfutter

Samstag, den 12. Mai 2012
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MAZ Oranienburg, 12.5.2012

Also nee, wissense nee, in den Oranienburger Ortsteilen stinkt’s. Aber gewaltig! Nun ist das ja mit der Landluft so eine Sache. Da riecht’s eben manchmal streng. Mal nach Kuhmist, mal nach Gülle. Wer auf dem Dorf lebt, der kennt das, und der regt sich darüber nicht auf.

Doch der Geruch, der momentan über Schmachtenhagen, Zehlendorf und Wensickendorf wabert, der ist dann doch eher speziell. Das kann selbst ich, das Oranienburger Stadtkind, noch ganz gut beurteilen. Neulich war ich in Wensickendorf unterwegs, da stieg mir der seltsame Geruch in die Nase. Er erinnerte mich an trockenes Katzenfutter, ein widerlich süßlicher Gestank. Kaum zum Aushalten. Dass sich die Dorfbewohner über die Belästigung aufregen und nun eine Unterschriftenaktion begonnen haben, kann ich sehr gut verstehen.

Wer tage- und wochenlang den Mief in der Nase hat, wird irgendwann sauer. Besonders dann, wenn der Landwirt an einem Tag verspricht, der Gestank habe nun ein Ende, um am nächsten Tag wieder den Kali-Schwefeldünger auszufahren. Angeblich soll jetzt endlich – und diesmal wirklich – Schluss damit sein. Bis nächstes Jahr, wenn wir uns alle wieder die Nase zuhalten müssen, befürchtet eure
Jette

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RTelenovela

Hennigsdorfer Nacktarsch

Samstag, den 12. Mai 2012
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Sie ahnt nichts Böses, die junge Frau. Sie hat es sich gemütlich gemacht auf dem Hennigsdorfer Postplatz. Sitzt auf den Steinen und blickt zur Bühne, auf der Musikschulkinder tanzen.
Was sie jedoch nicht bedenkt: Wenn sie sitzt, rutscht ihre Jeans runter und gibt einen großen Teil ihres Hintern frei. Einen wirklich sehr großen Teil. Ein Schlüpper ist nicht zu sehen, nur eben ihr Hintern.

Das fällt auf. Nicht nur mir. Im Hintergrund höre ich Gelächter. Die junge Frau ist schon Postplatz-Thema. Gemerkt hat sie es allerdings immer noch nicht. Sie setzt sich ein wenig um, macht es sich noch bequemer – und gibt noch mehr Hintern zur Ansicht frei. Das Gemurmel wird lauter.
Hennigsdorfer Nacktarsch.
Dann jedoch nähert sich von hinten ein älterer Herr. Er hat einen Bierbecher in der Hand. Er schleicht sich an, beugt sich runter und hält den sicherlich kühlen Becher an die linke Arschbacke.
Die Frau zuckt zusammen, aber sie dreht sich nicht um. Sie sagt auch nichts. Erstmal tut sie so, als sei nichts. Aber sie weiß genau, was das zu bedeuten hatte.
Nach und nach beginnt sie, die Hose hochzuziehen. Dann ziehe sie die Bluse rüber. Später legt sie sich eine Jacke um.
Die Männer im Hintergrund scheinen das ein bisschen zu bedauern. Aber vielleicht auch nicht.

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