Monatsarchiv für April 2012

RTelenovela

Eineurozwanz

Freitag, den 27. April 2012
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Ich fahre in Oranienburg so gut wie nie Bus. Und wenn, dann immer nur vom Umspannwerk in die Innenstadt und zurück – nämlich, wenn ich mal wieder mein Auto in die Werkstatt gebracht habe.

Busfahrer scheinen davon auszugehen, dass man immer alle Preise im Kopf hat. Vielleicht sind sie auch überrascht, dass es Leute gibt, die nur alle Jubeljahre mal mitfahren.
Als ich am Vormittag in den 824er-Bus eingestiegen bin, entstand jedenfalls eine längere Pause: nämlich, als ich den Busfahrer ansah und er mich. Ich, der nicht wusste, wie viel ich denn nun zu zahlen hatte – ich hatte 1,30 Euro in der Hand – und er, der nicht wusste, dass ich nicht wusste, wie viel ich denn nun zu zahlen hatte.
Irgendwann sagte er dann doch – nein, er brubbelte: eineurozwanz.
Na bitte, geht doch.

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RTZapper

Sprachlos

Freitag, den 27. April 2012
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MI 25.04.2012 | 1.50 Uhr (Do.) | Sat.1

Til Schweiger und die deutsche Film-Hochkultur. Darüber könnte man ganze Romane schreiben.
Stichworte gefällig? Kein Filmpreis. Keine Nominierung. Miese Kritiken für seine Filme. Keine Pressevorführungen mehr.
Mit dem Kurzfilm “Sprachlos” nahm Schweiger die Branche ordentlich aufs Korn.

Eine Pressekonferenz in Berlin: Ein Filmemacher (Christian Ulmen) stellt sein neues Werk vor, er ist ganz verliebt in seinen Film, den er natürlich nicht für die Masse macht, sondern für… also, na ja, für ihn. In dem Film wird nicht gesprochen, die Handlung ist kompliziert.
Der Journalist von der Kulturseite ist begeistert, ein anderer findet das Werk scheiße, kommt aber entweder nicht zu Wort oder wird vom Regisseur niedergemacht – und vom Kulturschreiberling. Schließlich habe es doch schon Preise gehagelt für den tollen Regisseur…

Natürlich hat “Sprachlos” ein kleines Geschmäckle, wenn man weiß, wie Til Schweiger zum deutschen Film und vielen der Machern und Kritikern steht. Dennoch macht seine Satire Spaß.
Denn tatsächlich sind es immer wieder die Kunstfilme, denen die Preise hinterhergeschmissen werden, die jedoch kaum Zuschauer haben.

Dass Sat.1 den Film erst um 1.50 Uhr sendet, ist fast schon eine Schande – ist aber dem Fußball geschuldet, der ein wenig länger gedauert hat. Vielleicht ist ja mal eine Wiederholung drin – zu einer besseren Sendezeit.

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RTZapper

Die Harald Schmidt Show: Arschtritt von Sat.1

Donnerstag, den 26. April 2012
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MI 25.04.2012 | 0.50 Uhr (Do.) | Sat.1

Okay, die Freude ist durchaus groß, dass der FC Bayern München im Finale der Fußball-Champions-League steht. Aber irgendwann muss ja auch mal Schluss sein.

Die viertletzte Ausgabe der “Harald Schmidt Show” auf Sat.1 lief in der Nacht zum Donnerstag erst um 0.50 Uhr, und das ist nichts anderes als ein gewaltiger Arschtritt für Harald Schmidt.
Die Nachberichterstattung des Fußballspiels endete erst gut anderthalb Stunden (!) nach dem Abpfiff. Bis dahin ist wirklich jeder Aspekt dieses Halbfinalspiels beleuchtet worden. Jeder Spieler hat seinen Senf dazugegeben (Reporter zu Philipp Lahm: “Wir wollen jetzt nicht über den verschossenen Elfmeter sprechen, aber trotzdem – was war da los?”), Kaiser Franz, Jupp Heynkes ebenfalls, irgendeine Boxerin, die bald bei Sat.1 boxt, auch. Natürlich der Kommentator und der Präsident Ulli Hoeneß. Wirklich alle. Ach ja, und einen ausführlichen Bericht über das gestrige Halbfinale, den müssen sich die Fans natürlich auch nochmal reinziehen. Und was ist eigentlich im Hotel los? Und überhaupt, freuen sich denn wirklich alle?

Sat.1 kann es inzwischen wurscht sein, wann “Die Harald Schmidt Show” läuft. Nur noch drei Sendungen, dann ist sowieso Sense. Ob sie dann um 23.15 Uhr oder eben um 0.50 Uhr läuft, kann den Verantwortlichen schnuppe sein. Vielleicht ist es ja auch die Strafe für die hochkulturelle Show vom Dienstag, als die Bochumer Philharmoniker zu Gast waren. Kultur und Sat.1 passen eben nicht zusammen.

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ORA aktuell

dpa verwechselt Oranienburg mit Oranienbaum

Donnerstag, den 26. April 2012
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Königin Beatrix war am Mittwoch nicht in Oranienburg.
Das hätte man jedoch denken können, denn durch eine Verwechslung der Nachrichtenagentur dpa hat sich diese Meldung am Mittwochabend rasant im Internet verbreitet. Tatsächlich war die niederländische Königin in Oranienbaum in Sachsen-Anhalt zu Gast.
In der von der dpa verbreiteten Nachricht hieß es in der Überschrift jedoch “Königin Beatrix trifft Avantgarde in Oranienburg”. Im Text selbst war dann jedoch richtigerweise von Oranienbaum die Rede.

Alle Internetangebote, die den dpa-Newsticker ungeprüft übernehmen, hatten die Nachricht auf der Seite – übrigens auch die Märkische Allgemeine mit Oranienburg im Verbreitungsgebiet.

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RT im Kino

American Pie – Das Klassentreffen

Donnerstag, den 26. April 2012

Jim, Kevin, Oz und Finch – es ist schön, diese Jungs, die inzwischen zu Männern… ähm, gereift sind, wieder auf der großen Leinwand zu sehen. Sicherlich ist dieser neuerliche Film der “American Pie”-Reihe ein Aufguss alter Geschichten – aber irgendwie geht er ans Herz.
Nach den drei Filmen mit der Clique versuchten die Produzenten die Reihe mit neuen Leuten fortzuführen. Herausgekommen ist billiger Ramsch, den niemand braucht. Nun aber gibt es eine richtige Fortsetzung: “Das Klassentreffen”.

Irgendwie haben sie das Jubiläum verpasst. 1999 haben sie alle ihren Abschluss gemacht. Jetzt, 13 Jahre danach, wollen sie sich endlich mal wiedertreffen.
Jim (Jason Biggs) und Michelle (Alyson Hannigan) sind noch zusammen und verheiratet. Kevin (Thomas Ian Nicholas) und Vicky (Tara Reid) dagegen nicht mehr. Allerdings brechen alte Wunden auf, als sie sich wiedersehen. Finch (Eddie Kaye Thomas) scheint Karriere zu machen und ist immer noch ein bisschen scharf auf Stiflers Mom (Jennifer Coolidge).
Sie sind nun alle um die 30 und sehen ein wenig neidisch auf die heutige Teeniegeneration – und geraten in diverse unangenehme Situation, die Jim fast die Ehe kosten.

“American Pie – Das Klassentreffen” ist immer noch eine schöne Komödie mit aberwitzig-peinlichen Momenten. Aber, und das liegt in der Sache des “Alterns”, fast schon melancholisch. Es ist schön, anzusehen, wie die Leute von damals mehr oder weniger gereift sind, wie sie sich erinnern, wie sie über die heutigen Teenies spotten.
Deshalb werden die um die 30-Jährigen wahrscheinlich die meiste Freude an diesem Film haben – ihnen geht’s nämlich ganz genau so.
Ansonsten gibt es natürlich die üblichen Masturbier- und Penisgespräche zwischen Jim und seinem Vater, die abgedrehten Ideen von Stifler und dann doch die eine oder andere Überraschung.
So muss es sein, so ein Klassentreffen.

8/10

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RTelenovela

Vor 20 Jahren (83): Heizungsevent

Donnerstag, den 26. April 2012
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(82) -> 6.4.2012

Sonnabend, 25. April 1992.
Was Marketing anging, hatte mein inzwischen verstorbener Vater nach der Wende ein gutes Händchen. Recht schnell hat er sich Geschäftspartner in West-Berlin gesucht und mit der modernen Technik beschäftigt.
Das Motto war: klotzen statt kleckern.

Schon seit 1981 hatte er eine eigene Heizungsbaufirma, die musste in den frühen 90ern natürlich in die Marktwirtschaft überführt werden.
Für den 25. April 1992 war eine große Heizungsausstellung geplant, und das sollte natürlich jeder Oranienburger wissen. Deshalb erschienen in der MAZ gleich mehrmals für heutige Verhältnisse sehr große Anzeigen – aufwendig gestaltet.
Und zwar so aufwendig, dass es sogar die MAZ-Leute verwirrte.
In der Anzeige ist ein Foto, auf dem vier der Monteurwagen zu sehen sind, die Mitarbeiter sitzen darin und winken heraus. Und weil das ein wenig wie Reklame für ein Autohaus aussah, lief die Anzeige einmal unter dem Stichwort “Kraftfahrzeuge”.

Die Ausstellung war wohl recht gut besucht, und ähnliche Aktionen fanden später noch ein paarmal statt.

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ORA aktuell

Oranienburger Stadtwerke: Detlef Giese geht

Mittwoch, den 25. April 2012
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Die Stadt Oranienburg und Detlef Giese trennen sich. Der Geschäftsführer der Stadtwerke verlässt die Gesellschaft, teilte Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke mit. Gieses Nachfolger wird vorübergehend Alizesa Assadi. Laesicke verspricht sich “wichtige Impulse zur strategischen Neuausrichtung” des kommunalen Unternehmens.

Die Stadtwerke sind seit kurzem wieder zu 100 Prozent in Besitz der Stadt.

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