Tagesarchiv für 28. April 2012

RTZapper

Der Deutsche Filmpreis 2012

Samstag, den 28. April 2012
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FR 27.04.2012 | 21.45 Uhr | Das Erste

Ein paar Leute haben gelacht, als “Lola”-Laudator Christoph Maria Herbst mit Weihrauch auf der Bühne erschien – als Zeichen für Selbstbeweihräucherung. Ein paar Leute schienen ein bisschen angepisst. Und beide Seiten hatten irgendwie recht. Vor allem aber: Christoph Maria Herbst mit dem Bild der Branche, die sich selbst beweihräuchert, sich selbst feiert.

“Barbara”, “Kriegerin”, “Halt auf freier Strecke”. Alles gute Filme. Aber auch alles Filme, die kaum Zuschauer hatten.
Die Verleihung der “Lola”, des Deutschen Filmpreises 2012, die das Erste am Freitagabend ausstrahlte, war in ihrer Festlichkeit auch eine sehr bittere Veranstaltung. Komödien kamen nicht oder kaum vor. Publikumserfolge (und wirklich gute Filme) wie “Rubbeldiekatz” blieben nahezu unerwähnt. Es war die Hochkultur, die die Branche feierte. Filme, die vom Publikum weitgehend ignoriert wurden.

Und deshalb musste sich diese Branche von einigen Laudatoren auch harte Worte anhören. Die Summe der Zuschauer sei niedriger als die Quote von “Gottschalk live” hieß es da. Und im Grunde war das kein Witz. Regisseur Christian Petzold musste dafür Kritik einstecken, dass er am Publikum vorbeidreht.
Nicht nur Herbst ätzte, auch Josef Hader las den deutschen Filmemachern ordentlich die Leviten.

Der deutsche Film leistet gute Arbeit – sowohl im Independentbereich als auch bei den schwirigen Stoffen, aber auch in der Unterhaltung, im Popcornkino. Das spiegelt sich bei der “Lola” jedoch in eklatanter Weise wider. Die “Lola” hat mit dem Geschmack und der Meinung der Zuschauer herzlich wenig zu tun. Zumindest die Lola 2012 war reine Selbstbefriedigung. Und dass das nur wenige Menschen sehen wollen – wahrscheinlich wundert sich genau diese Filmbranche darüber sehr.

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RTZapper

Crazy Dennis Tiger

Samstag, den 28. April 2012
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DO 26.04.2012 | 23.30 Uhr | rbb

Wenn Laien vor der Kamera stehen, muss dabei nichts Schlechtes rauskommen – wie im Fall des Kurzfilms “Crazy Dennis Tiger”, den der rbb am Donnerstagabend erstmals zeigte. Der Filmstudent Jan Soldat drehte seinen Film mit den Brüdern Dennis und Philipp Kamitz in den Hauptrollen. Beide standen noch nie vor solche großen Rollen vor der Kamera – und sie machen das gut.

Dennis und sein Bruder Philipp besuchen eine Wrestlingshow. Philipp wird durch einen der Wrestler verletzt, und Dennis will Rache. Er stromert durch das Dorf, will im Wrestlingverein mitmachen, um es dem Typen heimzuzahlen. Am Ende schießt Dennis mit einer Schreckschusspistole auf ihn.

Es ist fast schon rührend, diese Brüderliebe. Dennis war einen Moment für seinen größeren (!) Bruder nicht da, und das scheint er zu bereuen. Er will unbedingt diese Rache.
Dennis Kamitz spielt das gut. Der ruhige Junge, in dem es permanent zu arbeiten scheint. Diese Blicke, diese Ruhe dabei. Es ist echte Spannungsaugenblicke, die der Film liefert.
“Crazy Dennis Tiger” entstand an Originalschauplätzen. Der Wrestlingverein ist tatsächlich in der Turnhalle in Bergfelde aktiv. Die Brüder Dennis und Philipp heißen im wahren Leben auch so und sind auch Brüder. Und die Küche, in der sie sitzen, ist wirklich ihre Küche. Auch der Vater ist ihr echter Vater. Der Netto-Markt in Schildow ist ebenfalls der echte, in dem einer der Brüder einen Job hat. Fast möchte man meinen: Reality-TV. Das ist “Crazy Dennis Tiger” aber dann doch nicht.

Zwischendurch fehlt es Jan Soldats Film ein wenig an Tempo, auch der komplette Verzicht an Musik, wirkt sich nicht permanent positiv auf den Film aus. Das macht aber der Hauptdarsteller wett. Dennis Kamitz hat eine erstaunliche Präsenz, und die sollte er versuchen, weiterhin in Filmen zu zeigen.

-> Bericht zum Film: hier

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RTelenovela

Im Rallyefieber

Samstag, den 28. April 2012
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Rallyes sind für mich an sich nichts Neues. Ich bin als Kind schon Rallyes mitgefahren – damals waren wir sehr oft mit dem Oldtimer unterwegs.
Am heutigen Sonnabend beginnt um 9 Uhr in Kremmen die 20. Brandenburgische Familienrallye 2012 – und ich bin dabei. Gemeinsam mit einer Kollegin von der MAZ mache ich mich vom Scheunenviertel aus auf den Weg. Unsere Startzeit ist 10.03 Uhr. Wir haben die Startnummer 64 von 97.

Was uns erwartet – das ist noch ziemlich unklar. Wir wissen, dass die Strecke am Sonnabend etwa 180 Kilometer lang ist, am Sonntag ein bisschen kürzer. Uns erwarten 15 Prüfungen, schon am Anfang wird unser MAZ-Auto einem Mini-TÜV ausgesetzt. Unser Hotel wird irgendwo außerhalb der Landesgrenzen Brandenburg sein – ich vermute es geht nach Mecklenburg-Vorpommern.

Was wir unterwegs erleben – das werden wir berichten: auf der Facebook-Seite der MAZ Oranienburg. Schaut doch mal vorbei und kommentiert fleißig!

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