Tagesarchiv für 23. April 2012

RTZapper

Saartext

Montag, den 23. April 2012
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SO 22.04.2012 | 2.05 Uhr (Mo.) | SR Fernsehen

Die gute, alte Sendepause. Es gibt sie noch, und zwar beim SR Fernsehen.
Jede Nacht wird im Dritten Programm des Saarlandes ein Fernsehprogramm ausgestrahlt, das schon längst ausgestorben schien: Videotext für alle.

In den 80ern fingen ARD und ZDF damit an, für den damals neuen Videotext zu werben, indem zu Beginn und zum Ende der Sendepause am Nachmittag 20 Minuten lang Videotexttafeln gezeigt wurden. Später zeigte auch das damalige N3 in den damals noch langen Sendepausen “Nordtext für alle”, und Sat.1 überbrückte mit dem “SAT1-Text für alle” die Nachtlücke bis zum Frühstücksfernsehen.

Wer heute zwischen 2 und 3 Uhr das SR Fernsehen einschaltet, erlebt ein Déjà-vu: Videotext für alle – in diesem Fall der “Saartext”. Zu sehen sind bildschirmfüllend und in 16:9 um die 30 Videotexttafeln mit Nachrichten, Sport und mehr.
Dass das extrem schwer zu lesen ist, scheint beim SR niemanden zu interessieren, und dass das potthässlich aussieht, wenn solche Tafeln das komplette Breitbild ausfüllen, ebenfalls. Es ist jedenfalls nur schwer zu lesen, was da steht, teilweise ragen Zeichen und Zeilen sogar aus dem Bild raus.
Im Hintergrund läuft das Programm von SR3 Saarlandwelle mit herzigen Schlagern in der “ARD-Hitnacht”. Alles wie früher – zumal in diesem Augenblick die Titelmusik aus “Ein Colt für alle Fälle” zu hören ist.

Auch 3sat zeigt als nächtlichen Programmfüller kurz vor Beginn des neuen Programmtages Videotexttafeln, jedoch sind sie fürs Fernsehen moderner aufbereitet und sind nicht mal in den Programmübersichten gelistet.
Beim Saarländischen Rundfunk ticken die Uhren aber wohl ein bisschen langsamer, und für die paar Zuschauer in dem kleinen Bundesland lohnen sich größere Aufwände ja sowieso nicht.

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RTZapper

Trailer: Bonus – Das SR-Servicemagazin

Montag, den 23. April 2012
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SO 22.04.2012 | 2.03 Uhr (Mo.) | SR Fernsehen

Die Dritten Programme sind piefig? Junge Leute rennen weg, wenn zufällig jemand das Dritte Programm eingeschaltet hat?
Manchmal scheint es, dass die Verantwortlichen es längst aufgegeben haben, junge Menschen für ihre Programme zu begeistern. Wer in der Nacht zum Montag den Programmtrailer für “Bonus”, dem Servicemagazin des Saarländischen Rundfunks, im Anschluss an “Zimmer frei!” gesehen hat, der fühlt sich bestätigt. Die Themen machten jedenfalls nicht wirklich Lust, da mal reinzuschalten.

Einer der spannenden Aufklärungsfilme wird sich am Dienstagabend mit dem Thema Bildtelefonie im Internet beschäftigen. Wie denn das wohl funktioniert? Und was man da so braucht. Junge Leute weren da nur müde mit den Augen rollen.
Später wird ein älterer Herr mit Baskenmütze über Trödelkram berichten. Das wird sicherlich auch ganz doll spannend.
Am Ende des Trailers standen die beiden Moderatoren, ein Mann und eine Frau, im Bild herum, lächelten, und sagten, dass sie sich schon ganz dolle freuen.
In den 90ern (nein, eher in den 80ern) schien diese Art der Programmvorschau noch modern zu sein – jetzt, 2012, wirkt der SR und der “Bonus” jedoch wie Fernsehen aus der Mottenkiste.

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RTelenovela

Die Fahnder von der Post

Montag, den 23. April 2012
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In diesem Text geht es nicht um die Christel von der Post, sondern um die Fahnder von der Post.*

Bei der Post scheinen jedenfalls recht clevere Menschen zu arbeiten. Schon als ich für den Versand meines neuen Handys meine Postadresse angab, war klar, dass das Päckchen nicht in meinen schmalen Briefkasten passen würde.
Normalerweise läuft das dann so: Entweder landet das Päckchen beim Nachbarn oder sie nehmen es wieder mit zur Post, wo ich es am Schalter abholen kann. das wäre dann aber erst Montag passiert.

Aber diesmal kam alles anders. Am Freitagnachmittag sitze ich im Büro, plötzlich reicht mir eine Kollegin ein größeres Päckchen. Ich sehe es näher an und stelle fest: Es ist an meine Privatadresse im Haus nebenan adressiert.
Das ist doch mal ein Service: Die Post hat mir der Postbote (oder die Botin?) ins Büro nachgetragen.
Also ich jedenfalls kann über die Post nicht meckern!

*Nominiert für den Blogpreis als bester Textbeginn, der je an einem Montag um 1.33 Uhr verfasst wurde.

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RTZapper

Studio Friedman: Piraten – Die neuen Helden?

Montag, den 23. April 2012
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DO 19.04.2012 | 22.30 Uhr | N24

Nimmt der Friedman eigentlich wieder Drogen?
So wie Michel Friedman am Donnerstagabend in seinem Hetzformat auf N24 die Piratenpartei-Politikerin Marina Weisband zusammengeschrien hat, könnte man diesen Eindruck gewinnen.

Im “Studio Friedman” ging es am Donnerstag um die Piratenpartei.
Nein, eigentlich ging es darum, dass Michel Friedman endlich mal die Frau Weisband zusammenscheißen konnte. In einer hochgradig aggressiven und extrem unangenehmen Art drosch er eine halbe Stunde lang auf die junge Frau ein. Dabei spielte es gar keine Rolle, was sie sagte – er konterte, in dem er sie einfach noch lauter anschrie.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte es neben Weisband nicht sehr viel leichter.

Die Piraten seien dafür, alles im Netz kostenlos zur Verfügung zu stellen. Weisband wies das zurück, die Piraten wollen ein neues Bezahlmodell. Friedman muss das überhört haben, denn er blieb bei seiner Meinung und schreie die Weisband einfach noch mal an, warum denn die Piraten alles kostenlos haben wollen.
Warum denn im Internet alle anonym seien, wollte Friedman wissen. Weisband wies das zurück, wenn sie im Netz beschimpft werde, passiere das zu mehr als 90 Prozent nicht anonym. Friedman muss das entweder:
1. überhört haben,
2. nicht verstanden haben oder
3. nicht ins Konzept gepasst haben,
denn er schrie die Weisband erneut an (eigentlich schrie er permanent), dass er ja ständig anonym beschimpft werde. Was aber auch an ihm liegt.
Die Piraten, die Weisband sei völlig hilflos, was diese Anonymität im Netz angehe.

Es scheint, dass Michel Friedman im kleinen Nischensender N24 mit aller Macht um Aufmerksamkeit kämpft. Er macht das, in dem er seine Gäste bepöbelt, sie anblökt, einfach frech grinst und ihnen ständig ins Wort fällt.
“Studio Friedman” ist die ekelhafteste Art der Talkshow.

Marina Weisband twittere am Tag danach, dass Friedman auch nach der Sendung weitergeschrien habe – verschiedet habe er sich schon gar nicht.

Nach der Aufzeichnung von “Studio Friedman” wollte Weisband dann noch im ZDF-Talk von Maybrit Illner auftreten. Sie kam nicht mehr dazu. Eine gute halbe Stune vor Beginn der Show brach sie zusammen. Sie bekam einen Schwächeanfall.

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ORA aktuell

Verkehr: Zweite Baustelle in der Lehnitzstraße

Montag, den 23. April 2012
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Die Lehnitzstraße zwischen der Saarlandstraße und der Brücke über den Oder-Havel-Kanal bleibt weiter gesperrt. Nun gibt es eine zweite Baustelle in dieser Straße. Im Bereich zwischen Bernauer Straße und der Krebststraße wird die Strecke saniert.

Zunächst entsteht auf dem Louise-Henriette-Steg eine Asphaltstrecke über den ein Teil des Verkehrs umgeleitet werden soll. Ab 30. April werden im Bereich der Kreuzung zur Willy-Brandt-Straße die Rohrleitungen erneuert.
Im Zuge der Bauarbeiten wird die Einbahnstraßenregelung in der Willy-Brandt-Straße aufgehoben.

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