Tagesarchiv für 21. April 2012

aRTikel

DJ macht eine Babypause

Samstag, den 21. April 2012
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Der Zehdenicker Sebastian Augstein ist seit vielen Jahren DJ – heute nimmt er in Marwitz Abschied

MAZ Gransee, 21.4.2012

ZEHDENICK
Schon seine Mutter hat ihn immer Augi genannt. Den Spitznamen hat Sebastian Augstein bei vielen Freunden immer noch. Die Besucher der Marwitzer Diskothek „Beat-Fabrik“ müssen heute Abschied nehmen vom 37-jährigen DJ-n-rico, wie er sich auch nennt. Nach zwölf Jahren sorgt der Zehdenicker ein letztes Mal für die Musik in Marwitz. Nun steigt die „Abschiedssause“.
„Eigentlich ist es eine Babypause“, sagt er. „Der Geburtstermin ist in der ersten Mai-Woche, dann will ich kürzertreten.“ Dass er nie wieder irgendwo als DJ auftreten werde, will er aber nicht sagen.

Für Musik hat sich Sebastian Augstein schon immer interessiert. Er hatte Schlagzeugunterricht an der damaligen Musikschule in Hohen Neuendorf. Anfang der 90er legte er im „Flashlight“ in Gransee auf, damals die erste Disko in der Region. „Das war ein riesiger Hype.“
Vor zwölf Jahren fuhr er zur Marwitzer „Beat-Fabrik“ und stellte sich dort vor – mit Erfolg. „Der dritte Floor war meiner“, erzählt Augstein. Schnell wandte er sich der elektronischen Musik zu. „Musik muss tanzbar sein und treiben“, sagt er über den Stil, den er auflegt. Seine Favoriten sind Paul Kalkbrenner und die Sounds aus dem Techhousebereich.
Auch auf der Love Parade in Berlin war er mehrere Male präsent, meistens auf dem „Lovebase“-Wagen. „Die elektrische Musikszene ist immer noch da“, erzählt er. „Wobei man die Stile kaum noch voneinander unterscheiden kann. Die elektronische Musik ist sehr viel mainstreamiger geworden“, sagt Augstein. „Hier in der Region hat sie es deutlich schwerer, Berlin ist aber immer noch die Hochburg.“

Eigentlich ist Sebastian Augstein Elektriker, er arbeitet seit mehr als zehn Jahren als Monteur bei einer Altlüdersdorfer Firma. „Mit Musik kannst du zwar Geld verdienen“, sagt er. „Aber du wirst damit nicht alt.“
Dennoch herrschte in Marwitz einen Moment lang Stille, als er verkündete, dass er als DJ aufhören will. „Das haben sie erst nicht so richtig verstanden und nachgehakt, ob es wirklich für immer ist“, sagt er. „Aber ich weiß es noch nicht, vielleicht komme ich in einem Jahr wieder.“ Heute steigt in der „Beat-Fabrik“ seine letzte Party. „Musikalisch wird alles dabei sein“, sagt Augi. „Ich werde die vergangenen Jahre Revue passieren lassen.“ Ansonsten will er sich überraschen lassen, was heute weiterhin passiert. In der Babypause möchte er sich verstärkt um Musikmixe kümmern. „Die will ich auch lizensieren lassen und in den Handel bringen“, sagt er.

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RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (17): Tasten!

Samstag, den 21. April 2012
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(16) -> 12.4.2012

Ich bin wieder Besitzer eines funktionstüchtigen Handys. Eines, das Tasten hat.
Eigentlich hatte ich am vergangenen Wochenende schon mal ein neues Handy. Das hatte jedoch keine Tasten, sondern nur einen Touchscreen.
Nun habe ich nicht wirklich große Hände oder gar Wurschtfinger – aber arbeiten konnte ich mit dem Scheißding nicht. Nun gut, es war kein besonders großes Handy, für den – hüstel – läppischen Betrag von 24,95 Euro monatlich, bekommt man nur ein Billigteil, wenn man nicht mehr als 1 Euro zuzahlen will.

Menüs aufrufen. Menüs wegklicken. SMS schreiben. Jemanden anrufen. Das Adressbuch aufrufen. Es war eine mühevolle Puzzlearbeit, und ständig drückte ich was Falsches. Schon nach wenigen Stunden, aber spätestens zum Wochenbeginn war klar: Das Teil kommt wieder weg – Widerruf, Reklamation, auf nimmer Wiedersehen.

Ich habe nun wieder ein Handy mit Tasten – vom gleichen Unternehmen wie vorher auch. Herrlich! Das Ding funktioniert, ich komme klar. Und modern ist es trotzdem, auch wenn es kein iPhone ist. Innerhalb von ein paar Stunden war alles so eingestellt, wie ich das haben will.
So muss das sein. Und bleibt mir weg mit dem Touchscreen, mich macht das wahnsinnig.

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