Tagesarchiv für 6. April 2012

ORA aktuell

Schlossplatz: Pflastersteine durch Kinderarbeit

Freitag, den 6. April 2012
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Die Pflastersteine, die 2009 auf dem Oranienburger Schlossplatz verlegt wurden, sind wohl von indischen Kindern gefertigt worden. Das berichtet Spiegel Online.
Das Stichwort lautet Kinderarbeit – sie soll für das einheitliche Maß der 2000 Tonnen südindischen Granit-Pflastersteine, die vor Beginn der Landesgartenschau verlegt worden waren, gesorgt haben. Das ergab eine Recherche des Wirtschaftsmagazins “Enorm”.

Die Steine stammen von der Stonepark-GmbH. Wie Oranienburgs Baudezernent Frank Oltersdorf sagte, sei er in dem Zusammenhang nie auf die Gefahr von Kinderarbeit aufmerksam gemacht worden. Dass etwas nicht stimme, stand allerdings schon 2011 fest. Da hatte die ARD berichtet, dass Steine auf dem Kölner Heumarkt von Zulieferern kommen, die in Indien Kinder für sich arbeiten lassen. Es habe danach Nachfragen gegeben, so Oltersdorf. Es gebe eine Selbstbescheinigung des Stonepark-Zulieferers: “hohe ethische Ansprüche” und ein “Certificate”.
“Irgendetwas muss man ja glauben”, so Frank Oltersdorf im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin. “Wenn wir die Steine nicht gekauft hätten, hätte es jemand anderes gemacht, vielleicht in China oder Australien.”

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RTelenovela

Vor 20 Jahren (82): Schwuttke. Und nun kommt Staffel 20

Freitag, den 6. April 2012

(81) -> 14.3.2012

Frühjahr 1992.
Das genaue Datum lässt sich leider nicht mehr herausfinden. Aber dennoch: In diesem Frühjahr feiert “Schwuttke” den 20. Geburtstag.
Im Frühjahr 1992 entstand die allererste “Schwuttke”-Geschichte.
Entstanden ist sie im Musikunterricht. Unsere Aufgabe war es, zur Musik vom “Freischütz” eine Geschichte aufzuschreiben. Dabei entstand eben jener “Schwuttke”, der einen bösen Traum hat und dann einen alten Freund wiedertrifft. Eigentlich recht belanglos. Aber dennoch der Beginn einer großen Sache, wie sich später herausstellen sollte.

Ein Jahr später entstand wieder im Musikunterricht Teil 2, und dann fand ich Gefallen daran. Bis zum Abitur 1998 enstanden 78 Kapitel in sechs Staffeln. Von Anfang an hielt ich mich an die in Deutschland üblichen Umfänge von Serienstaffeln: 13 Folgen.
Die ganze Geschichte und die damals entstandene Folge 1 steht hier – auch, wie die bislang 247 Kapitel heißen.

Nun also das Jubiläum: 20 Jahre, die 20.Staffel. Zwei Jahre lang ruhte “Schwuttke”. Im Jubiläumsjahr will ich nun aber die 13 nächsten Kapitel schreiben – von 248 bis 260. Das Gerüst steht schon, ich weiß bereits, was in den neuen Folgen passiert. Nun muss ich sie nur noch in die Laptop-Tastur hacken…

PS: Das “Weihnachtsparadies”, der 24-teilige “Schwuttke”-Ableger, wird wohl noch in diesem Jahr als Buch erscheinen. Aber dazu bald mehr.

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RT im Kino

Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen

Freitag, den 6. April 2012

Die Königin (Julia Roberts) ist genervt. Das Volk zahlt einfach zu wenig Steuern, sie steht kurz vor der Pleite. Ihre Angestellten tuscheln über sie. Ja, und die ersten Falten, das geht natürlich auch nicht. Und dann noch dieses Schneewittchen (Lily Collins), das angeblich so jung und so schön sein soll. Schöner jedenfalls als sie, sagt ihr Zauberspiegel, und der Zauberspiegel lügt nicht. Niemals. Sie muss dringend etwas unternehmen.
Die Königin verbannt das Schneewittchen in den Wald – das heißt, eigentlich sollte sie um die Ecke gebracht werden, aber das hat sich der Diener nicht getraut. Schneewittchen lernt unterdessen sieben seltsame Zwerge kennen, die ihr jedoch zeigen, wie man ordentlich kämpft.
Und als dann auch noch der hübsche Prinz Andrew Alcott von Valencia (Armie Hammer) ins Spiel kommt – da werden die Frauen erst recht zu Rivalinnen.

Märchen kommen nie aus der Mode. Wenn man sie dann noch so modern erzählt wie von Tarsem Singh in “Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen”, machen sie noch viel mehr Spaß. Julia Roberts ist in ihrer Königinnen-Rolle herrlich böööse, sie ist fies und gemein, muss aber gleichzeitig ein paar Wellness-Anwendungen bekommen. Altertum trifft Neuzeit. Das Schneewittchen wird im Film zur toughen Braut, die alle Kampfkünste drauf hat, und der Prinz weiß überhaupt nicht, wie ihm geschieht.
Übrigens sollte sich auch Otto diesen Film mal ansehen, denn zwischen seinem Schneewittchen-Aufguss “7 Zwerge” und “Spieglein Spieglein” liegen Welten. Waalkes war eher kindlich naiv mit Schenkelklopferhumor. Tarsem Singh hat eine kraftvolle, stellenweise sehr witzige und ironische Version dagegengesetzt – und spielend gewonnen.

7/10

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