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Seit 20 Jahren Schlagzeugfan

Wieland Möller ist der neue Musiklehrer in der Eichstädter Kultur- und Kinderkirche

MAZ Oranienburg, 20.3.2012

Sein Weg führte den 29-jährigen Schlagzeuglehrer von Stralsund nach Rotterdam und New York bis nach Berlin und Eichstädt.

EICHSTÄDT
Wieland Möller war zehn Jahre alt, als er sich für das Schlagzeug entschieden hatte. „Das war eine klare Sache“, sagt er. Nun ist er 29 und hat eine weite Reise hinter sich. Seit einigen Wochen ist er an der Kultur- und Kinderkirche in Eichstädt der neue Schlagzeuglehrer. Als er über befreundete Musiker hörte, dass dort ein neuer Lehrer gesucht wird, nahm er Kontakt auf.
Jeden Dienstag ist Möller nun in Eichstädt und bringt Jugendlichen und Erwachsenen das Schlagzeugspielen bei – entweder 30 Minuten pro Woche oder alle zwei Wochen eine Stunde. „Die Kirche ist ein toller Ort“, findet er. „Es macht Spaß, dort zu spielen. Es gibt dort einen guten Sound.“

Wieland Möller kommt ursprünglich aus Stralsund. In Rotterdam in den Niederlanden hat er Schlagzeug studiert. „Es war dort sehr international“, erzählt er. Jazz, Weltmusik und moderner Tanz standen dort auf dem Programm. Acht Jahre lang lebte Möller in Rotterdam. „Man muss sich ein bisschen daran gewöhnen“, sagt er in Anspielung darauf, dass Rotterdam nicht als die schönste Stadt der Welt gilt. „Aber der Hafen hat mich sehr beeindruckt.“ Schon dort hat er Schlagzeug unterrichtet. Auch spielte er in einer Band, mit der er eine Tour nach Argentinien unternahm.
Ein Ziel hatte Wieland Möller aber ständig vor Augen: „Ich wollte immer mal nach New York.“ Das hat er im vergangenen Jahr geschafft. „Ich habe dort individuell studiert“, erzählt Möller. Er lebte gut sechs Monate lang im New Yorker Stadtteil Brooklyn und nahm in der Zeit auch ein Album mit eigenen Kompositionen auf. „Meine Band heißt Akvariet“, sagt Wieland Möller. Der Name bedeutet „Wasser“ auf Norwegisch. „Das sind improvisatorische Klanggeschichten.“ Im Laufe der nächsten Monate möchte Möller eine Record-Release-Tour veranstalten, um seine Band auch hierzulande etwas bekannter zu machen. Eines seiner Vorbilder ist Joey Baron. „Egal, was er spielt, Swing, Jazz – in den groovigen Songs hört man ihn immer heraus“, sagt der Musiker.

Seit Januar 2012 lebt Wieland Möller in Berlin. „Das ist neben New York die Stadt, in der mich die Musik reizt“, sagt er. Berlin habe da eine hohe Vielfalt. Er möchte weiterhin Musikunterricht geben und sucht neben Eichstädt weitere Möglichkeiten dazu.
Möller hofft, dass sich bis zum Sommer weitere Schlagzeugschüler bei ihm in der Kultur- und Kinderkirche melden. „Ein Jahr ist eine realistische Größe“, antwortet er auf die Frage, wie lange es dauert, bis man gut Schlagzeug spielen kann

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