Tagesarchiv für 12. März 2012

RTZapper

Zimmer frei! – Neue Kulissen

Montag, den 12. März 2012
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SO 11.03.2012 | 22.15 Uhr | WDR

Mit großen Brimborium verabschiedeten sich Christine Westermann und Götz Alsmann neulich von ihrer alten “Zimmer frei!”-Kulisse. Dass die WDR-Show im neuen Gewand erscheinen würde, ist schon seit Monaten bekannt. Am Sonntag lief nun endlich die erste Sendung in der neuen WG.

Den Moderatoren war die neue Kulisse am Anfang kein Wort wert. Dass ihre WG renoviert wurde, schienen ihnen egal zu sein.
Andererseits: Viel Mühe gegeben hat man sich beim WDR auch nicht. Das Logo der Sendung hat sich überhaupt nicht verändert, einen richtigen Vorspann gibt es ja schon seit Jahren nicht mehr. Ansonsten sieht das Studio aus, als ob die Kulissenbauer eine Viertelstunde vor Showbeginn schnell noch ein paar Wände hin- und hergeschoben haben. Das neue Studiodesign sieht fast schon billig aus, jedenfalls kaum noch heimelig-gemütlich, wie man es von einer Wohnung erwarten würde.
Da habe ich wirklich mehr erwartet.

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RTZapper

TV total Wok-WM 2012: Werbung Schweiz

Montag, den 12. März 2012
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SA 10.03.2012 | 20.15 Uhr | ProSieben Schweiz

Man könnte ja meinen, dass die Leute bei ProSieben halbwegs professionelles Fernsehen machen.
Für die schweizer Version bin ich mir da nicht so sicher.

Als am Sonnabend die Wok-WM 2012 ausgetragen wurde, lief das Event natürlich auch auf ProSieben Schweiz. In den Werbepausen gibt es dort spezielle Spots, teilweise auch in Switzerdütsch.
Nun scheinen jedoch die deutschen und schweizerischen Werbeblöcke unterschiedlich lang zu sein. In der Schweiz muss die Zeit also mit diversen Trailern aufgefüllt werden. Die enden dann mittendrin und abrupt mit der Fortsetzung der Live-Show.
Das kann man auch anders machen, das wirkt nicht sehr professionell.

Ähnlich sieht es scheinbar mit den Nur-ein-Spot-Pausen aus. Beim Wok-WM-Qualifying am Freitagabend kündigte Stefan Raab eine solche Pause an. Bei ProSieben Schweiz fiel die Pause dagegen aus, nach einer kurzen Schwarzblende ging’s schon weiter – womit auch bewiesen war, dass das Qualifying offenbar nicht live war.

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RTelenovela

Schönefelder Flughafenklitsche

Montag, den 12. März 2012
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In nicht mehr ganz einem Vierteljahr schlägt nicht nur für den Flughafen Berlin-Tegel das letzte Stündlein, sondern auch für den jetzigen Airport in Schönefeld. Und das wird auch Zeit.

Es ist ein trüber Freitagnachmittag. Der rumpelige Regionalexpress erreicht den Bahnhof Berlin-Schönefeld-Flughafen. Dabei liegt der Bahnhof gar nicht in Berlin, nicht mal im Berliner Tarifbereich B.
Der Bahnhof wirkt runtergekommen. Wären im Tunnel nicht ein imbiss und ein Zeitungsständer, der auch Springer-Presse vorrätig hat – man könnten meinen, ins Zeitloch gefallen zu sein und Ende der 80er in der DDR wieder angekommen ist.

Ich fliege mit EasyJet von Schönefeld nach Brüssel. Und wirkt das eigentliche Flughafengebäude schon poplig, ist man im EasyJet-Bereich irgendwo in Posemuckel angekommen.
Als ich einchecke, frage ich die freundliche Dame am Schalter, ob ich denn Zahnpasta ins Handgepäck mitnehmen darf. Und Sonnencreme. Ich habe nämlich nur Handgepäck dabei. Alles bis 100 Milliliter sei okay, sagt sie, aber was ich denn mit Sonnencreme wolle. Ich antworte wahrheitsgemäß, dass die kleine Flasche einfach noch im Rucksack liegt. Meine Zahnpasta schleuse ich ebenfalls durch die Kontrolle, obwohl die Tube ein Fassungsvermögen von 125 ml. Auweia.

Wer die Kontrollen passiert hat, landet in einem Mini-Shoppingparadies. Es bleibt einem auch wenig anderes übrig, sich dort umzusehen. Denn von welchem Gate mein Flieger geht, das erfahre ich erst 45 Minuten vor Abflug. Bis dahin ist das ein streng gehütetes Geheimnis. Das scheint eine neue Strategie zu sein, damit die Reisenden noch ein bisschen herumschlendern und eine Megapackung Kinder-Schokolade oder einen bisschen Schmuckkram kaufen.

Wenn dann verraten wird, welches Gate es denn sein darf, macht sich der Reisende auf ins Containerdorf Schönefeld. Treppe runter, Treppe rauf, und schon stehen wir in einem hässlichen Flur, von dem einige Büros abgehen – und die Flugsteige.
Die Tickets werden inzwischen ein viertes Mal kontrolliert, dann sitzen wir in der Wartehalle. Ein ziemlich dunkler, halliger Raum, und wir können froh sein, dass es nicht zieht.
Dann gibt’s eine Ansage. Irgendwer sagt da irgendwas. Was, ist nicht zu verstehen, das Stimmengewirr ist zu laut. Die Frau am Schalter zeigt den Leuten per Handzeichen, wo sie nun langgehen müssen. Sie wirkt ein bisschen verzweifelt, weil keiner auf sie hört. Dabei hätte eine gut hörbare Durchsage da schon Wunder bewirkt.

Als wir zwei Tage später wieder in Schönefeld landen, scheint das Fluzeug am äußersten Punkt des Airports zu stoppen. Rechts von uns beginnt schon der Wald. Wir verlaufen nun durch diverse Containerflure, und ich habe den Eindruck, wir sind in Schönefeld, Außenstelle Sperenberg, gelandet.
Nun ja, ist ja bald vorbei mit der Flughafenklitsche.

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