Tagesarchiv für 7. März 2012

aRTikel

Drei Stunden Comedy vom Feinsten

Mittwoch, den 7. März 2012
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Dittmar Bachmann überzeugte in Kremmen sogar in den Toilettenpausen

MAZ Oranienburg, 7.3.2012

Der Comedian war bereits das zweite Mal in der “Tiefsten Provinz” und sorgte erneut für Jubel.

KREMMEN
Lustig war er nicht, aber trinken konnte er. Die Rede ist von Comedian Dittmar Bachmann, und den ersten Satz dieses Textes hat er sich am Montagabend in Kremmen quasi selbst ausgedacht, als er über mögliche Pressestimmen zu seinem Auftritt im Theater „Tiefste Provinz“ sinnierte. Dabei stimmt der Satz nicht, Bachmann war extrem lustig, sogar wenn er aus seiner Wasserflasche trank, gab’s Applaus.

Fast drei Stunden – früher ließen ihn die Kremmener einfach nicht von der Bühne – sinnierte er über das Leben, die Frauen und die Kinder. In seiner Jugendzeit, so Bachmann, sei das Wort „Scheiße“ die reinste Rebellion gegenüber den Eltern und den Lehrern gewesen. Er hat das Wort als Kind so oft gesagt, dass er jedes Mal zehn Pfennig in die „Böse-Worte-Kasse“ werfen musste – die braune Börse, wie er sie nannte.

Bachmann spulte in den drei Stunden nicht einfach sein Programm ab – das funktioniert in Kremmen auch gar nicht. Wenn gleich drei Zuschauer aus der ersten Reihe innerhalb weniger Minuten aufs Klo müssen, dann ist das durchaus ungewöhnlich. Bachmann reagierte mit einer Toilettenpausenshow und machte erst regulär weiter, als alle wieder vollzählig waren. Die wiederkehrenden Gäste bekamen bei ihrer Rückkehr großen Applaus.
Dittmar Bachmann plauderte mit den Kremmenern über Musik oder über seltsame Gäste in Hotels und bei Kreuzfahrten. Zwischendurch legte er herrlich lockere Musikeinlagen aufs Parkett, die für großen Jubel sorgten. Ebenso das gemeinsame Ständchen mit Theaterchef Andreas Dalibor.

Der Gänsehaut-Abend endete mit stehenden Ovationen und frenetischem Beifall. „Es war unglaublich!“, rief Bachmann am Schluss, und das war keine Floskel.

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aRTikel

In der Glitzerwelt der Berlinale

Mittwoch, den 7. März 2012
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Philipp und Dennis Kamitz aus Schildow sind Hauptdarsteller in dem Kurzfilm „Crazy Dennis Tiger“

MAZ Oranienburg, 7.3.2012

Der Film unter der Regie von Jan Soldat entstand 2011 in Schildow und Umgebung und feierte auf der Berlinale Premiere.

SCHILDOW
Die große Glitzerwelt des Films: Dennis und Philipp Kamitz aus Schildow haben sie erlebt. Mit einer großen Limousine fuhren sie bei der diesjährigen Berlinale vor. Sie durften über den Roten Teppich laufen und sogar das eine oder andere Autogramm geben.
Der 19-jährige Philipp und sein drei Jahre jüngerer Bruder Dennis spielten in dem Kurzfilm „Crazy Dennis Tiger“ die Hauptrolle. Die gut halbstündige Geschichte lief vor einigen Wochen bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin. Die Premiere fand im Haus der Kulturen der Welt in Tiergarten statt. „Alle vier Vorstellungen waren ausverkauft“, erzählt Philipp. Sich dann selbst auf der großen Kinoleinwand zu sehen, „das war richtig komisch“, so Philipp weiter. „Beim ersten Mal konnten wir uns gar nicht richtig drauf konzentrieren, so aufgeregt waren wir“, erinnert er sich.

Unter der Regie von Jan Soldat entstand „Crazy Dennis Tiger“ im Juli 2011 in Schildow, Bergfelde und Glienicke. In dem Film besuchen Dennis und sein Bruder eine Wrestlingshow. Dort fällt ein Kämpfer unglücklich auf Philipp. Dennis gibt dem Wrestler die Schuld an dem Unfall.
„Der Dreh hat richtig Spaß gemacht“, erzählt Dennis Kamitz, der die 10. Klasse der Mühlenbecker Käthe-Kollwitz-Gesamtschule besucht. Bis dahin war er nur hin und wieder Komparse in Filmen. „Das war mein erstes großes Ding.“ Der Kontakt zum Regisseur Jan Soldat kam über Bekannte. „Es war klar, dass die beiden das spielen“, erzählt der 28-jährige Filmemacher. „Anhand der beiden habe ich auch das Drehbuch entwickelt.“
Probleme, den Text zu lernen, hatten Philipp und Dennis nicht. „Das ging eigentlich. Die Texte waren ja sehr an uns angepasst“, erzählt Philipp, der Azubi als Einzelhandelskaufmann ist.

Für die Dreharbeiten hat Vater Torsten Kamitz auch sein Haus zur Verfügung gestellt. „Wobei ich das unterschätzt habe“, sagt er und sieht sich in der Küche um, die ebenfalls Filmschauplatz war. „Ich kam von der Arbeit, und überall standen plötzlich Beleuchtungstürme herum.“ Auch er taucht kurz im Film auf. „Das war toll. Irre!“, sagt er.

Ob die beiden Brüder in weiteren Filmen mitwirken werden, steht nicht fest. „Ich will erst mal mein Fachabitur machen“, sagt Dennis Kamitz. Philipp sieht das ähnlich: „Wenn ich Zeit habe, würde ich damit weitermachen. Aber der Job geht vor.“ Aber wer weiß, vielleicht haben sie ja bei der Berlinale ordentlich Filmluft geschnuppert.

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ORA aktuell

Handball: OHC-Frauen steigen ab

Mittwoch, den 7. März 2012
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Fünf Spieltage vor Saisonende steht fest, dass die erste Frauenmannschaft des Oranienburger Handballclubs (OHC) absteigt. Bislang spielen sie in der Ostsee-Spree-Oberliga.
Am Sonntag verlor das Team gegen Altlandsberg mit 19:29. Die Frauen liegen mit 2:32 Punkten auf dem letzten Platz der Tabelle.

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ORA aktuell

Mosaikschüler ziehen in Eiermann-Bau

Mittwoch, den 7. März 2012

Die Schüler des Oranienburger Mosaik-Gymnasiums sind in den denkmalgeschützten Egon-Eiermann-Bau gezogen. Die Sanierung des Hauses in der Rungestraße kostete rund 1,4 Millionen Euro.
Im August 2012 soll auch die Mosaik-Grundschule von der Bernauer Straße 146 dorthin ziehen.
Schulträger ist das Jugend- und Sozialwerk.

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RTZapper

heute nacht: Kritik an Joachim Gauck

Mittwoch, den 7. März 2012
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DI 06.03.2012 | 0.45 Uhr (Mi.) | ZDF

Schock! Unser höchstwahrscheinlich nächster Bundespräsident Joachim Gauck hat sich erst verspätet der DDR-Bürgerrechtsbewegung im Jahr 1989 angeschlossen!
Und noch ein Schock! Gauck hat sich 1990 – wie Helmut Kohl – für die schnelle deutsche Einheit ausgesprochen!
Ein dritter Schock! Als Chef der Stasi-Untersuchungsbehörde hat sich Gauck nie kritisch zu sozialen Themen geäußert!

In einem Beitrag in der ZDF-Nachrichtensatire -sendung “heute nacht” am späten Dienstagabend wurden schlimme Dinge über Joachim Gauck aufgedeckt.
Es scheint, als ob der deutsche Journalismus momentan allen Leuten hinterhechelt, die Gauck aus den seltsamsten Gründen madig machen, weil er ihnen nicht in den Kram passt.
Da ist beispielsweise Heiko Lietz aus Mecklenburg-Vorpommern, ein Mitbegründer des Neuen Forums. Er erzählte all die, ähm, schockierenden Dinge über Gauck. Und er sagte, dass er ihn nicht wählen wird. Er wird dann wohl als Wahlmann die Linke-Kandidatin Beate Klarsfeld wählen – die nun auch nicht wirklich alles vertritt, was die Linken toll finden.

Es ist also ein Unding, dass sich Joachim Gauck erst verspätet der Bürgerrechtsbewegung anschloss? Gilt da nicht: Besser als nie?
Es ist also ein Unding, dass sich Joachim Gauck für die schnelle deutsche Einheit aussprach? Waren das nicht ganz schön viele Leute damals, die genauso dachten?
Es ist also ein Unding, dass sich Joachim Gauck als Chef der Stasi-Untersuchungsbehörde nicht zu sozialen Themen geäußert hat? Hat ihn damals jemand gefragt?

Seit wann muss ein Bundespräsident jedem gefallen? Warum muss ein Bundespräsident allen Menschen nach dem Mund reden? Warum darf ein Bundespräsident nicht auch mal anderer Meinung sein als man selbst?
Sicherlich ist der Bundespräsident überparteilich und für alle da, aber wenn er alles und jeden gut findet, der in Deutschland rumläuft – das wäre doch langweilig.
Bei vormaligen Bundespräsidenten haben wir vorher auch nicht alle biografischen Punkte abgefragt und jede Rede auseinandergenommen. Gebt dem Mann doch einfach mal eine Chance! Lasst ihn doch erst mal ins Amt kommen!

Solche Beiträge wie am Dienstag in “heute nacht” kann man sich jedenfalls getrost sparen.

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RTelenovela

Das Flugzeug landet früher oder später

Mittwoch, den 7. März 2012
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Heutzutage scheint es für alles einen SMS-Service zu geben. Ich hatte heute zwar keinen Fahrdienst zum Flughafen Berlin-Tegel, dennoch wollte ich wissen, wann ein bestimmtes Flugzeug dort landet. Offenbar hat mich mein Bruder für einen Service angemeldet, über den ich den aktuellen Status des Fliegers auf mein Handy bekommen sollte.
Im Laufe des Tages geschah Erstaunliches.

SMS 1 um 13.54 Uhr. Das Flugzeug landet um 20.40 Uhr in Berlin-Tegel.
SMS 2 um 18.12 Uhr. Überraschung: Das Flugzeug landet bereits um 19.52 Uhr in Berlin-Tegel. Was ist denn da passiert? Zu früh gestartet? Starker Wind auf dem Weg nach Berlin?
SMS 3 um 18.38 Uhr. Alles wieder anders. Neue Ankunftszeit: 20.44 Uhr. Verspätung. Wer Wind scheint nun wieder aus einer anderen Richtung zu kommen. Oder der pilot hat sich spontan verflogen.
SMS 4 um 20.16 Uhr. Das mit der Verspätung hat sich wieder erledigt. Nun soll der Flieger um 20.26 Uhr in Tegel landen.
SMS 5 um 20.36 Uhr. Der Flieger ist gelandet und hat die Parkposition auf dem Flughafen in Tegel erreicht.

Netter Service. Aber leider ein bisschen wechselhaft.

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